Barf oder Trockenfutter: Unterschiede, Vorteile, Nachteile, Eignung
Viele Haustierbesitzer fragen sich, ob sie Barf oder Trockenfutter füttern sollen, wobei jede Ernährungsform Vor- und Nachteile hat. Barf ist die umfassendste Ernährung mit maximaler Kontrolle und beim Thema Natürlichkeit die beste Wahl. Trockenfutter ist im Gegensatz zu Barf einfacher in der Handhabung und günstiger.
Die Unterschiede zwischen Barf und Trockenfutter liegen in erster Linie in der Futterverarbeitung, Nährstoffzusammensetzung und zugesetzten Nahrungsergänzungsmitteln. Dies zeigte die Studie „Clinical health markers in dogs fed raw meat-based or commercial extruded kibble diets“ von K. Hiney et al., die 2021 in der Zeitschrift „Journal of Animal Science“ erschien.
Während Barf auf rohe und natürliche Zutaten setzt und dem Beutetierprinzip folgt, handelt es sich bei Trockenfutter um ein industriell hergestelltes Futtermittel, das bei hohen Temperaturen verarbeitet wird. Mit den hochwertigen Barf Produkten in unserem Meisterbarf Onlineshop wie rohem Fleisch oder Obst- und Gemüse-Mixen erstellst du bedarfsgerechte Barf Mahlzeiten für deinen Hund oder deine Katze.
Bei der Wahl des passenden Futters ist immer darauf zu achten, dass es ausgewogen ist, hochwertige Zutaten enthält und stets auf die Bedürfnisse des Vierbeiners hinsichtlich Alter, Rasse, Größe, Gewicht, Aktivitätslevel und Gesundheitszustand abgestimmt ist. Sowohl mit Barf als auch mit hochwertigem Trockenfutter ist man in der Lage, den Hund oder die Katze bedarfsgerecht zu ernähren.
Was sind die Unterschiede von Barf und Trockenfutter?
Die Unterschiede von Barf und Trockenfutter liegen in der Herstellung und der Zusammensetzung. Beim Barfen besteht die Mahlzeit aus rohen Zutaten wie Fleisch und pflanzlichen Komponenten. Die Zutaten bei Trockenfutter werden gemahlen, gemischt und anschließend bei hohen Temperaturen verarbeitet.
Das Ziel beim Barfen ist es, die natürliche Ernährung des Hundes abzubilden und ein Beutetier in einer Mahlzeit möglichst vollständig nachzuahmen. Trockenfutter wird nach der starken Erhitzung zu Kroketten geformt und die Feuchtigkeit entzogen, damit es besonders lange haltbar ist. Barf setzt sich aus Muskelfleisch, Innereien, Knochen, Gemüse und Obst zusammen, während trockenes Futter zu 40 bis 60 % aus Kohlenhydraten, getrocknetem Fleisch, etwas Wasser, Fett und künstlichen Vitaminen besteht.
Barf bietet eine individuelle Zusammenstellung der Mahlzeiten, passend zu den ernährungsbedingten Bedürfnissen des Haustieres, bei Trockenfutter ist dies nicht möglich. Trockenes Futter ist über mehrere Monate haltbar, auch wenn der Futtersack geöffnet ist. Barf ist nur tiefgefroren bis zu 2 Jahre haltbar, aufgetaut ist es innerhalb von 2 bis 3 Tagen zu verfüttern.
Die Unterschiede von Barf und Trockenfutter werden in der folgenden Tabelle präsentiert.
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Barf |
Trockenfutter |
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Rohe, natürliche Zutaten |
Stark erhitzte Zutaten |
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Hoher Feuchtigkeitsgehalt |
Weniger als 10 % Feuchtigkeit |
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Orientierung an natürlicher Ernährung |
Industriell verarbeitet |
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Individuell zusammenstellbar |
Vorgefertigte Rezepturen |
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Muss eingefroren oder gekühlt werden |
Ohne Kühlung lange haltbar |
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Höherer Planungsaufwand |
Sofort verfütterbar |
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Offene Deklaration |
Geschlossene Deklaration |
Vorteile und Nachteile von Barf
Die wichtigsten Vorteile von Barf sind die individuelle Zusammenstellung, die offene Deklaration und der Zahnpflegeeffekt. Die Nachteile von Barf sind, dass eine Keimbelastung und eine potenzielle Fehlernährung möglich sind, es zeitaufwändiger ist und eine detaillierte Recherche notwendig ist.
Die Vorteile und Nachteile von Barf werden im Folgenden dargestellt.
Vorteile von Barf
Alle Vorteile von Barf sind der nachstehenden Liste im Detail zu entnehmen.
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Individuelle Zusammenstellung: Barf bietet Haustierbesitzern eine individuelle Zusammenstellung der Mahlzeiten, was eine Anpassung des Futters an Alter, Aktivität, Krankheiten oder Allergien des Tieres ermöglicht. Bestimmte Proteinquellen können bei Barf bewusst ausgewählt oder bei Bedarf weggelassen werden.
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Offene Deklaration: Barf Produkte als Alleinfuttermittel haben in den meisten Fällen eine offene Deklaration, damit Haustierhalter genau wissen, welche Zutaten enthalten sind. Eine offene Deklaration bei der Barf Ware erleichtert Hunde- und Katzenbesitzern die Kontrolle über die Ernährung ihrer Tiere.
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Zahnpflegeeffekt: Das Kauen auf rohen Fleischstücken oder fleischigen Knochen hat einen Zahnpflegeeffekt, da es potenziell Zahnbeläge mechanisch reduziert und dadurch Zahnstein vorbeugt. Eine regelmäßige Zahnkontrolle durch den Tierarzt ist trotz des Barfens unbedingt notwendig.
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Glänzendes Fell: Barf begünstigt ein glänzendes Fell, weil die Mahlzeiten hochwertige Fettsäuren, Proteine und Vitamine enthalten. Vor allem die tierischen Fette im Barf Futter wirken sich besonders positiv auf das Fell und die Haut des Haustieres aus.
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Hoher Feuchtigkeitsgehalt: Barf Mahlzeiten weisen einen hohen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 80 % auf, wodurch das Haustier mehr Flüssigkeit aufnimmt. Barf ist vor allem für Hunde und Katzen geeignet, die eine geringe Trinklust haben, um dadurch Gesundheitsproblemen vorzubeugen.
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Natürliche Ernährung: Das Barfen stellt eine natürliche Ernährung dar, da die meisten Barf Produkte keine künstlichen Inhaltsstoffe aufweisen. Barf orientiert sich an der Ernährung der Wölfe und Raubkatzen in der Natur, weshalb ausschließlich rohe Zutaten gefüttert werden.
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Bessere Verdauung: Mit Barf haben viele Haustiere eine bessere Verdauung, weil sie die einzelnen Zutaten sehr gut verwerten und dadurch kleinere Kotmengen haben. Barf Mahlzeiten sind naturbelassen und enthalten keine schwer verdaulichen Zusatzstoffe oder Füllstoffe.
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Für nahezu alle Tiere geeignet: Barf ist für nahezu alle fleischfressenden Haustiere geeignet, da es individuell an jeden allergischen, kranken, empfindlichen, alten und jungen Vierbeiner angepasst werden kann. Bei speziellen Ernährungsbedürfnissen sollten die Barf Mahlzeiten für das Haustier unbedingt mit dem Tierarzt abgesprochen werden.
Nachteile von Barf
Alle Nachteile von Barf werden in der nachfolgenden Liste detailliert erklärt.
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Mögliche Keimbelastung: Beim Barfen besteht eine mögliche Keimbelastung durch das rohe Fleisch und ein Infektionsrisiko für Menschen. Es ist möglich, dass rohes Fleisch mit Bakterien oder Parasiten belastet ist, die dann über den Kot oder den Speichel des Tieres auf Menschen übertragen werden. Sorgfältige Hygienemaßnahmen beim Barfen des Haustieres sind unbedingt notwendig.
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Potenzielle Fehlernährung: Mit Barf besteht die Gefahr einer potenziellen Fehlernährung, wenn der Barf Plan nicht detailliert zusammengestellt wird. Fehlen in den Barf Mahlzeiten bestimmte Nährstoffe, Spurenelemente oder Mineralien, führt das bei Hunden und Katzen langfristig zu gesundheitlichen Problemen.
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Zeitaufwändig: Das Barfen ist zeitaufwändig, weil viel Zeit für Planung, Einkauf, Portionierung, Auftauen und Zubereitung der Mahlzeiten benötigt wird. Beim Barfen fällt mehr Aufwand für Hygiene, Reinigung und die regelmäßige Kontrolle der Barf Rationen an als bei vielen Fertigfuttermitteln.
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Recherche notwendig: Mit Barf ist eine ausgiebige Recherche notwendig, damit man ausreichend Kenntnisse über den Nährstoffbedarf der jeweiligen Tierart sowie die Zusammensetzung der Rationen hat. Es ist zu empfehlen, Barf Pläne gemeinsam mit einem spezialisierten Tierarzt oder einem Berater für Tierernährung zu erstellen.
Vorteile und Nachteile von Trockenfutter
Die Vorteile von Trockenfutter sind, dass es lange haltbar, vergleichsweise günstig, leicht zu handhaben und ideal für Reisen ist. Die Nachteile von Trockenfutter sind, dass es einen geringen Feuchtigkeitsgehalt hat, schwer verdaulich ist und ein höheres Risiko für Futtermittelallergien darstellt.
Die Vorteile und Nachteile von Trockenfutter werden im Folgenden erläutert.
Vorteile von Trockenfutter
Alle Vorteile von Trockenfutter sind in der folgenden Liste im Detail veranschaulicht.
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Lange haltbar: Trockenfutter ist lange haltbar, denn es enthält nur wenig Feuchtigkeit und verdirbt deshalb deutlich langsamer als Barf. Ungeöffnete Packungen Fertigfutter sind oft mehrere Jahre haltbar und auch nach dem Öffnen bleibt das Futter bei richtiger Lagerung über einen längeren Zeitraum verwendbar.
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Vergleichsweise günstig: Trockenes Futter ist gegenüber Barf vergleichsweise günstig, da oft günstigere Zutaten verarbeitet werden. Für den Transport und die Lagerung von Trockenfutter fallen geringere Kosten an, weil es leichter ist und weniger Wasser enthält. Aufgrund der geringen Herstellungs- und Handhabungskosten wird trockenes Futter günstiger verkauft.
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Leichte Handhabung: Trockenfutter zeichnet sich durch seine leichte Handhabung aus, weil es nicht gekühlt werden muss, einfach zu portionieren ist und direkt aus der Verpackung gefüttert wird. Für die Fütterung von Trockenfutter ist keine besondere Vor- oder Nachbereitung notwendig.
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Für Reisen ideal: Trockenfutter ist für Reisen ideal, da es leicht zu transportieren ist, keine Kühlung benötigt und problemlos in der gewünschten Menge mitgenommen werden kann. Trockenes Futter eignet sich besonders für Campingurlaube, Ausflüge oder längere Autofahrten.
Nachteile von Trockenfutter
Alle Nachteile von Trockenfutter sind in der nachstehenden Liste detailliert abgebildet.
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Geringer Feuchtigkeitsgehalt: Trockenfutter hat einen geringeren Feuchtigkeitsgehalt als Barf von unter 10 %. Es ist notwendig, dass das Haustier mehr trinkt, wenn es mit trockenem Futter ernährt wird. Vor allem Katzen trinken von Natur aus oft zu wenig, wodurch das Risiko für Harnwegs- oder Nierenprobleme steigt, wenn die Wasseraufnahme durch das Trockenfutter zu gering ist.
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Schwer verdaulich: Minderwertiges Trockenfutter ist für viele Hunde und Katzen schwer verdaulich, weil es häufig große Mengen pflanzlicher Fasern, Füllstoffe oder minderwertige Proteine enthält, die für die Tiere nicht leicht verdaulich sind. Der niedrige Wassergehalt im trockenen Futter erschwert die Verdauung bei empfindlichen Haustieren.
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Höheres Risiko für Futtermittelallergien: Bei Trockenfutter besteht ein höheres Risiko für Futtermittelallergien, weil einige Futtersorten viele verschiedene Proteinquellen oder häufige Allergene wie Rind, Huhn, Weizen oder Soja enthalten. Je mehr unterschiedliche Zutaten das Futter aufweist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass empfindliche Tiere auf eine Zutat reagieren.
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Stark verarbeitet: Industrielles Trockenfutter ist stark verarbeitet, denn die Zutaten werden unter hohem Druck und hoher Temperatur zu trockenem Futter bearbeitet. Hitzeempfindliche Vitamine und einige Nährstoffe gehen bei der Herstellung von Trockenfutter teilweise verloren, weshalb sie anschließend häufig künstlich wieder zugesetzt werden.
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Oft künstliche Zusatzstoffe: Industriell hergestelltes Trockenfutter weist oft künstliche Zusatzstoffe wie Konservierungs-, Farb- und Aromastoffe auf, um die Haltbarkeit oder Akzeptanz des Tieres zu verbessern. Bei hochwertigem Trockenfutter wird in den meisten Fällen auf künstliche Zusatzstoffe verzichtet und es werden natürliche Alternativen verwendet.
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Enthält viele Kohlenhydrate: Trockenfutter enthält viele Kohlenhydrate, da für die Herstellung Stärke benötigt wird, damit die Kroketten ihre Form behalten. Besonders Katzen als obligate Fleischfresser benötigen vergleichsweise wenige Kohlenhydrate, was bei der Fütterung von trockenem Futter zu beachten ist. Zu viele Kohlenhydrate begünstigen bei Hunden und Katzen Übergewicht.
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Getreide als Füllstoff: Bei der Herstellung von günstigem Trockenfutter wird Getreide als Füllstoff verwendet, um Produktionskosten zu sparen. Hunde und Katzen vertragen Getreide in Maßen gut, einige Vierbeiner reagieren jedoch mit Allergien oder Unverträglichkeiten. Bei trockenem Futter mit einem hohen Getreidegehalt ist der Fleischanteil geringer.
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Begünstigt Zahnprobleme: Die Fütterung von Trockenfutter begünstigt Zahnprobleme bei Hunden und Katzen, denn die Stärke im Futter kann an den Zähnen der Tiere haften bleiben und zu Plaque führen. Die durch die Stärke entstandene Plaque begünstigt Zahnstein, Zahnfleischentzündungen oder Zahnerkrankungen bei Haustieren.
Für wen eignet sich Barf oder Trockenfutter besser?
Barf eignet sich besser für Haustierbesitzer, die großen Wert auf Natürlichkeit und vollständige Kontrolle über die Zusammensetzung des Futters legen. Trockenfutter eignet sich besser für Tierhalter, für die eine einfache Lagerung, eine bequeme Fütterung und günstiges Futter an erster Stelle stehen.
Unabhängig von der Fütterungsform ist es entscheidend, dass die Ernährung ausgewogen ist und den individuellen Bedürfnissen des Hundes oder der Katze entspricht. Es hängt letztlich vom Haustier und seinen Verträglichkeiten sowie von den Möglichkeiten des Halters ab, ob man sich für Barf oder Trockenfutter entscheiden sollte.
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