Was dürfen Hunde nicht essen?
Hunde dürfen unter anderem Zwiebeln, Knoblauch, rohe Nachtschattengewächse, Schokolade und Kakao, Weintrauben und Rosinen, Avocado, rohes Schweinefleisch und Obstkerne nicht essen. Zu den giftigen Pflanzen, die Hunde nicht essen dürfen, zählen beispielsweise Aloe vera, Efeu, Rhododendron und Geranie.
Einige Lebensmittel führen bei Hunden im Übermaß zu schweren Vergiftungen, Organschäden oder sogar zum Tod. Falls bei deinem Hund Symptome auftreten, nachdem er toxische Lebensmittel verzehrt hat, solltest du umgehend den Tierarzt anrufen oder den Vierbeiner direkt in die Praxis bringen.
Lebensmittel, die für Hunde zwar nicht hochgiftig, aber gesundheitsschädlich sind, sind fettiges Fastfood, Süßigkeiten, Schmelz- und Weichkäse, laktosehaltige Milchprodukte im Falle einer Laktoseintoleranz sowie Zitrusfrüchte wie Zitronen und Limetten.
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Schokolade und Kakao
Hunde dürfen Schokolade und Kakao nicht essen, weil sie Theobromin aufweisen. Theobromin in Schokolade und Kakao führt bei Hunden bereits in kleinen Mengen zu Herzrhythmusstörungen und unbehandelt zu Herzversagen sowie zum Tod. Je dunkler die Schokolade ist, desto mehr Theobromin ist enthalten.
Schokolade löst bei Hunden in erster Linie Symptome aus, die den Herz-Kreislauf, die Nerven und den Magen-Darm-Trakt betreffen. Das ergab die Studie „Chocolate ingestion in dogs: 156 events (2015–2019)“ von C. Weingart et al., die 2021 in der Zeitschrift „Journal of Small Animal Practice“ erschien. Typische erste Symptome einer Schokoladenvergiftung sind bei den Vierbeinern Erbrechen, Benommenheit, Unruhe, Zittern, Krämpfe, Atemprobleme und Herzrasen.
Theobromin löst ab 20 mg/kg leichte Symptome, ab 80 - 90 mg/kg schwere Vergiftungssymptome und ab 100 mg/kg den Tod bei Hunden aus. Vor allem Xylit in Diätschokolade ist für Hunde hochgiftig und eine Vergiftung ist in Form von Herzrasen, Erbrechen und Krämpfen zu erkennen. Xylit führt bei den Vierbeinern langfristig zu Unterzuckerung, Leberschäden und schließlich zu Leberversagen. Diätschokolade mit Xylit statt Industriezucker, dunkle Schokolade und Backkakao sind am gefährlichsten für Hunde.
Zwiebeln und Knoblauch
Zwiebeln und Knoblauch sowie andere Lauchgewächse sind für Hunde giftig, da diese Schwefelverbindungen wie Allicin enthalten, die die roten Blutkörperchen der Hunde zerstören. Symptome einer Lauchgewächsvergiftung bei Hunden sind unter anderem Blut im Urin, starker Durchfall, Schwäche und Appetitlosigkeit.
Unbehandelt führt eine Vergiftung mit Zwiebeln bei Hunden zu einer hämolytischen Anämie (Blutarmut). Das zeigte die Studie „An experimental study of hemolysis induced by onion (Allium cepa) poisoning in dogs“ von X. Tang et al., die 2008 in der Zeitschrift „Journal of Veterinary Pharmacology and Therapeutics“ veröffentlicht wurde.
Erste Vergiftungssymptome treten bei Zwiebeln ab 15 - 30 g/kg und bei Knoblauch schon ab 5 g/kg auf. Die toxischen Schwefelverbindungen sind sowohl in rohen als auch in gekochten, getrockneten oder pulverisierten Lauchgewächsen enthalten. Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch, Bärlauch, Porree, Lauchzwiebeln und andere Lauchgewächse sollten Hunden niemals gefüttert werden.
Avocados
Avocados weisen für Hunde giftiges Persin auf, das sich neben dem Fruchtfleisch vor allem im Kern und in der Schale befindet. Eine Vergiftung mit Persin aus der Avocado zeigt sich anfangs bei Hunden in Form von Symptomen wie Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Atemproblemen.
Das Persin in der Avocado führt bei Hunden in großen Mengen langfristig zu Herzmuskelschwäche, der Ansammlung an Flüssigkeit in der Lunge und schließlich dem Tod. Das ergab die Studie „Some food toxic for pets“ von N. Kovalkovičová et al., die 2009 in der Zeitschrift „Interdisciplinary Toxicology“ erschien.
Neben Persin weisen Avocados auch einen hohen Fettgehalt auf, was beim Vierbeiner Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen und Übergewicht begünstigt. Der Kern der Avocado stellt bei Hunden eine Erstickungsgefahr und ein Risiko eines Darmverschlusses dar. Guacamole oder andere avocadohaltige Speisen sind für Hunde ungeeignet, da sie zusätzlich zum Persin Zwiebeln und Knoblauch enthalten.
Weintrauben und Rosinen
Hunde dürfen keine Weintrauben und Rosinen essen, da sie bei vielen Hunden zu Nierenversagen führen. Der genaue Grund für das Nierenversagen bei Hunden durch Trauben und Rosinen ist bisher nicht wissenschaftlich belegt. Vergiftungserscheinungen zeigen sich in Form von Benommenheit, Erbrechen, Magenkrämpfen und Zittern.
Weintrauben und Rosinen lösen nicht bei allen Hunden akutes Nierenversagen aus, dennoch sollte man auf die Fütterung verzichten, denn manche Vierbeiner reagieren extrem empfindlich auf das Obst. Bei Weintrauben reichen bereits 10 - 30 g/kg und bei Rosinen 3 g/kg, um einen Hund zu vergiften.
Hunde mit einer Weintrauben- oder Rosinenvergiftung zeigen schwere Symptome im Vorderhirn, Kleinhirn und Gleichgewichtsorgan (Innenohr). Das ging aus der Studie „Toxicosis with grapes or raisins causing acute kidney injury and neurological signs in dogs“ von A. Schweighauser et al. hervor, die 2020 in der Zeitschrift „Journal of Veterinary Internal Medicine“ veröffentlicht wurde.
Rohes Schweinefleisch
Hunde dürfen kein rohes Schweinefleisch essen, weil es potenziell das Aujeszky-Virus aufweist, das bei den Vierbeinern die Aujeszkysche Krankheit auslöst. Die Aujeskysche Krankheit verläuft für Hunde immer tödlich.
Das Risiko des Aujeszky-Virus besteht sowohl bei Hausschweinen als auch bei Wildschweinen. Schweinefleisch muss für Hunde mindestens für 30 Minuten bei 55 °C erhitzt werden, damit es für sie unbedenklich ist.
Obwohl das Aujeszky-Virus in vielen europäischen Ländern bei Hausschweinen ausgerottet ist, kommt es weiterhin in der Population der Wildschweine vor. Besondere Vorsicht ist bei Jagdhunden und der rohen Wildschweinbeute gegeben. Das ergab die Studie „Detection of Pseudorabies Virus in Hunting Dogs in Greece: The Role of Wild Boars in Virus Transmission“ von K. Papageorgiou et al., die 2025 in der Zeitschrift „Pathogens“ erschien.
Die Aujeszky-Krankheit zeigt sich bei Hunden anfangs in Form von starkem Jucken sowie Krämpfen und führt dann zu Nervenschäden sowie innerhalb weniger Tage zum Tod. Es gibt für Hunde und Katzen keine wirksame Behandlung gegen die Aujeszky-Krankheit, weshalb die Vierbeiner weder rohes Schweinefleisch noch ungekochte Schlachtabfälle oder Knochen vom Schwein erhalten sollten. Gekochte Knochen vom Schwein sind für Hunde ebenfalls tabu, weil dabei die Verletzungsgefahr durch Splittern zu groß ist.
Rohe Nachtschattengewächse
Hunde dürfen keine rohen Nachtschattengewächse essen, da diese Solanin enthalten. Solanin in rohen oder unreifen Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln und Auberginen führt bei Hunden zu einer Einschränkung der Gehirnfunktion und Herzproblemen. Grüne Teile, unreife Gewächse und keimende Kartoffeln sind für Hunde giftig.
Bei einer Vergiftung mit Nachtschattengewächsen bei Hunden sind unter anderem Symptome wie Atemnot, Erbrechen, Fieber, Trägheit und Bewusstlosigkeit möglich. Das zeigte die Studie „Successful treatment of Solanum dulcamara intoxication in a Labrador retriever puppy“ von M. Kees et al., die 2015 in der Zeitschrift „The Canadian Veterinary Journal“ veröffentlicht wurde.
Gekochte Nachtschattengewächse sind für Hunde unproblematisch, wobei zu beachten ist, dass man nicht das solaninhaltige Kochwasser mitfüttert. Reife, rote Tomaten und Paprika sind im Gegensatz zu unreifen, grünen Nachtschattengewächsen für die Vierbeiner auch im rohen Zustand unbedenklich.
Gekochte Knochen
Gekochte Knochen sind für Hunde gefährlich, weil erhitzte Knochen porös werden und splittern. Es ist möglich, dass gekochte Knochen tiefgreifende Schäden im Mund- und Rachenbereich sowie im Magen-Darm-Trakt des Hundes auslösen. Gekochte Knochen begünstigen Darmverletzungen und innere Blutungen beim Vierbeiner.
Bereits kleine Splitter des Knochens können sich im Hals, in der Speiseröhre oder im Darm des Hundes festsetzen und dort schwere Verletzungen verursachen. Im schlimmsten Fall kommt es mit gekochten Knochen zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss oder einer Perforation des Verdauungstraktes.
Rohe Hülsenfrüchte
Rohe Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erbsen weisen Phasin auf, das als Giftstoff die roten Blutkörperchen des Hundes verklumpt und zu einer Leberschwellung führt. Bei einer Phasin-Vergiftung entstehen bei Hunden anfangs Symptome wie Erbrechen, Bauchkrämpfe, Blut im Stuhl, Durchfall und Fieber.
Phasin wird durch ausreichendes Erhitzen weitgehend zerstört, weshalb gut gekochte Hülsenfrüchte für Hunde deutlich verträglicher sind als rohe. Schon geringe Mengen roher Hülsenfrüchte lösen bei empfindlichen oder kleinen Hunden schwere Vergiftungserscheinungen aus. Besonders rohe Kidneybohnen enthalten viel Phasin.
Für Hunde toxische Nüsse wie Macadamia, Muskatnuss und Walnüsse
Für Hunde toxische Nüsse wie Macadamia, Muskatnuss und Walnüsse dürfen nicht von den Vierbeinern gegessen werden. Macadamianüsse führen bei Hunden zu Nerven- und Muskelschäden, Muskatnuss zu Krämpfen sowie Halluzinationen und schimmelige oder unreife Walnüsse zu Krampfanfällen und Leberschäden.
Bereits bei 0,7 g Macadamianüssen pro 1 kg Körpergewicht treten bei Hunden Symptome wie Lähmung und Gelenkschmerzen auf. Das ging aus der Studie „Macadamia nut poisoning of dogs.“ von R. A. McKenzie et al. hervor, die 2000 in der Zeitschrift „Australian Veterinary Practitioner“ veröffentlicht wurde.
Neben Macadamia, Muskatnuss und Walnüssen sind für Hunde auch Nüsse wie Bittermandeln, Pekannüsse, Bucheckern, Rosskastanien, Eicheln und Schwarznüsse toxisch. Anzeichen einer Nussvergiftung bei Hunden sind unter anderem Zittern, Schwäche, Erbrechen, Koordinationsstörungen, Krämpfe und Unruhe.
Rohe Eier
Rohe Eier sind für Hunde ungeeignet, da das rohe Eiweiß Avidin enthält, das die Aufnahme von Biotin hemmt, und beim rohen Eigelb die Gefahr von Salmonellen besteht. Eine Salmonellengefahr besteht vor allem bei alten rohen Eiern. Salmonellen im Ei lösen bei Hunden starke Magen-Darm-Probleme aus.
Rohes Eiweiß führt bei Hunden im Übermaß zu einem Biotinmangel, was mit Hautveränderungen, Haarausfall und neuromuskulären Störungen einhergehen kann. Das zeigte die Studie „The Use of Egg and Egg Compounds in Companion Animal Health“ von S. Beasley et al., die 2024 auf der Plattform „Preprints.org“ erschien.
Durch ausreichendes Erhitzen wird Avidin im Ei unschädlich gemacht und das Risiko einer Salmonelleninfektion deutlich reduziert. Gekochte Eier gelten für Hunde in kleinen Mengen als deutlich verträglicher und weisen hochwertige Inhaltsstoffe auf, weshalb sie ein geeigneter Zusatz im Futter des Vierbeiners sind.
Für Hunde giftige Gewürze
Für Hunde giftige Gewürze wie Chili, Pfeffer und Curry eignen sich nicht für die Vierbeiner. Chili weist Capsaicin auf, das wegen der starken Schärfe den Hundemagen reizt. Pfeffer enthält Piperin, das bei Hunden Magen-Darm-Probleme auslöst. Essensreste mit Gewürzen sollten Hunden grundsätzlich nicht gefüttert werden.
Curry reizt aufgrund der Schärfe die Magenschleimhaut des Hundes, was sich in Form von Magenschmerzen oder Durchfall zeigt. Zu viel Salz führt bei den Vierbeinern zu Nierenschäden. Besonders scharfe oder stark gewürzte Speisen belasten den empfindlichen Verdauungstrakt und die Nieren des Vierbeiners langfristig.
Steinobst mit Stein
Steinobst mit Stein ist für Hunde gefährlich, da sich im Kern von Aprikosen, Kirschen, Pflaumen, Mirabellen, Nektarinen und Pfirsichen Amygdalin befindet. Amygdalin wird bei Hunden im Körper zu Blausäure umgewandelt, die zu neurologischen Schäden führt. Beim Verschlucken des Steins ist ein Darmverschluss möglich.
Eine Amygdalin-Vergiftung bei Hunden zeigt sich in Form von Krämpfen, Atemproblemen und starken Magen-Darm-Beschwerden. Besonders gefährlich sind zerkaute oder aufgebrochene Obstkerne, da dabei größere Mengen Amygdalin freigesetzt werden und die Bildung von Blausäure im Hundekörper stark zunimmt.
Koffein und Alkohol
Koffein und Alkohol sind für Hunde gefährlich, da beide bei ihnen viel stärker als beim Menschen wirken. Koffein führt beim Hund zu Herz- und Nierenschäden, was sich in Herzrasen und Erbrechen zeigt. Alkohol führt zu Leberschäden und zum Tod, typische erste Anzeichen sind Schwindel, Atemnot und Erbrechen.
Bereits kleine Mengen Koffein von 8 bis 20 mg/kg sind für Hunde schädlich. Die tödliche Dosis Ethanol liegt bei den Vierbeinern bei 5,5 g/kg. Alkoholhaltige Lebensmittel, Kaffee, schwarzer Tee, Cola und Energydrinks sind für Hunde tabu, da für diese Produkte keine sichere Menge für Hunde existiert.
Was tun, wenn der Hund etwas Giftiges gegessen hat?
Wenn der Hund etwas Giftiges gegessen hat, sollte man sofort den Tierarzt oder den Tierärztlichen Notdienst telefonisch kontaktieren. Im Falle von Vergiftungssymptomen sollte man so schnell es geht den Tierarzt mit dem Hund aufsuchen. Eine schnelle Reaktionszeit ist wichtig, um dem Hund im Notfall das Leben zu retten.
Dem Tierarzt sollte man mögliche Symptome beim Hund und die von ihm verzehrte Menge des toxischen Lebensmittels schildern. Man sollte bei einer Vergiftung des Hundes niemals ohne Anweisungen des Tierarztes handeln und keine Medikamente oder Hausmittel ohne die Verschreibung des Arztes geben. In Zukunft ist darauf zu achten, dass man für Hunde giftige Lebensmittel außer Reichweite und nicht offen lagert.
Was dürfen Hunde essen?
Die nachfolgende Auflistung zeigt, welche Lebensmittel Hunde essen dürfen.
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Beeren
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Steinobst (ohne Kern)
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Kernobst (ohne Kern)
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Exotische Früchte
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Wurzelgemüse
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Gekochte Nachtschattengewächse
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Blattgemüse
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Kohlgemüse
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Alle Fleischsorten außer rohem Schweinefleisch
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Fisch
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Laktosefreie Milchprodukte
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Gekochte Eier
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Cashewkerne, Haselnüsse, Paranüsse, Kokosnüsse
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Basilikum, Thymian, Salbei, Petersilie
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Nudeln
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Reis
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