Dürfen Hunde Bärlauch essen?
Nein, Hunde dürfen keinen Bärlauch essen, weil bereits kleine Mengen Bärlauch gefährlich für Hunde sein können. Bärlauch ist zwar in Maßen nicht giftig für Hunde, verursacht in großen Mengen aber Magen-Darm-Probleme und Blutarmut beim Vierbeiner. Hunde dürfen Bärlauch weder frisch noch gekocht oder getrocknet essen.
Bärlauch gehört wie Zwiebeln und Knoblauch zu den Lauchgewächsen, die die roten Blutkörperchen des Hundes angreifen. Bärlauch wird auch Waldknoblauch genannt und ist genau wie herkömmlicher Knoblauch, unabhängig von der Zubereitungsart, nicht sicher für die Fütterung von Hunden. Das ging aus der Studie „Benefits versus toxicities of garlic ( Allium sativum ) in dogs: Review“ von A. U. Martins da Silva hervor, die 2025 in der Fachzeitschrift „PubVet“ veröffentlicht wurde.
Hat dein Hund größere Mengen Bärlauch aufgenommen, solltest du umgehend einen Tierarzt kontaktieren. Eine Vergiftung mit Waldknoblauch führt in besonders schweren Fällen und unbehandelt zum Tod des Tieres. Achte beim Spaziergang mit deinem Hund darauf, dass dein Vierbeiner keinen wild wachsenden Bärlauch frisst, denn der Waldknoblauch wächst häufig vor allem in Wäldern.
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Warum dürfen Hunde keinen Bärlauch essen?
Hunde dürfen keinen Bärlauch essen, weil das Gewächs Schwefelverbindungen wie Allicin enthält. Hunde haben aufgrund eines fehlenden Enzyms Schwierigkeiten, das Allicin im Bärlauch abzubauen. Waldknoblauch führt bei Hunden in kleinen Mengen zu Verdauungsproblemen und bei einer Überdosierung zu einer Anämie.
Die Anämie wird dadurch verursacht, dass die im Bärlauch enthaltenen Schwefelverbindungen im Übermaß die roten Blutkörperchen des Hundes schädigen und deren Zerfall beschleunigen. Das Risiko einer durch Waldknoblauch ausgelösten Anämie hängt von der aufgenommenen Bärlauchmenge, der Größe des Hundes und seiner individuellen Empfindlichkeit ab.
Symptome von Bärlauch beim Hund
Erste Symptome von Bärlauch beim Hund sind Appetitlosigkeit, Schleimhautreizungen und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit sowie Erbrechen. Bei einer vorangeschrittenen Bärlauch-Vergiftung sind bei Hunden Symptome wie Schwäche, erhöhte Atemfrequenz, Atemnot, blasse Schleimhäute und schwacher Puls erkennbar.
In schweren Vergiftungsfällen mit Waldknoblauch ist beim Hund rotes oder braunes Blut im Urin zu beobachten, weil zerstörte rote Blutkörperchen ausgeschieden werden. Treten eines oder mehrere Symptome nach dem Bärlauch-Verzehr beim Hund auf, muss dieser umgehend zur Praxis gebracht und tierärztlich untersucht werden.
Was tun, wenn der Hund Bärlauch gegessen hat?
Wenn der Hund Bärlauch gegessen hat, sollte man Ruhe bewahren und sofort den Tierarzt kontaktieren. Teile dem Tierarzt am Telefon mit, wann der Hund den Bärlauch gefressen hat und welche Menge ungefähr vom Vierbeiner aufgenommen wurde. Man sollte nach der Bärlauchaufnahme nicht erst warten, bis Symptome auftreten.
Verzichte bei einem Verdacht auf eine Bärlauch-Vergiftung auf Hausmittel oder den Versuch, beim Hund Erbrechen auszulösen, um den Vierbeiner nicht weiter zu schädigen, und bringe den Hund auf Anweisung zum Tierarzt. Je nach Zeitpunkt der Aufnahme und der Menge des Waldknoblauchs wird der Tierarzt den Hund kontrolliert zum Erbrechen bringen oder Aktivkohle einsetzen, um die Aufnahme der Giftstoffe zu verringern.
Der Tierarzt legt bei Anzeichen einer Bärlauch-Vergiftung zum Beispiel eine Infusion für die Stabilisierung des Kreislaufs, gibt Medikamente zur Symptomlinderung oder erstellt ein Blutbild. Ist die Blutarmut beim Hund bereits vorangeschritten, führt der Tierarzt eine Bluttransfusion durch. Bei einer schweren Vergiftung durch Waldknoblauch muss der Hund zur Behandlung und Überwachung in der Praxis oder in der Klinik bleiben.
Dürfen Hunde gekochten Bärlauch essen?
Nein, Hunde dürfen gekochten Bärlauch nicht essen, weil die enthaltenen Schwefelverbindungen durch die Erhitzung nicht vollständig zerstört werden. Auch gekochter Bärlauch verursacht mit seinen giftigen Stoffen potenziell gesundheitliche Probleme beim Hund. Waldknoblauch sollte dem Hund unabhängig von der Zubereitungsart weder in großen noch in kleinen Mengen gefüttert werden.
Wie viel Bärlauch dürfen Hunde maximal essen?
Hunde dürfen maximal 0,1 % ihres Gewichts an Bärlauch am Tag essen. Hunde dürfen weniger als 5 g Bärlauch pro 1 kg Körpergewicht essen, denn eine Menge von 5 - 10 g des Gewächses pro 1 kg Gewicht gilt bei Hunden als giftig. Jeder Hund reagiert anders auf Bärlauch, weshalb auf die Fütterung verzichtet werden sollte.
Die Verträglichkeit von Waldknoblauch bei Hunden hängt von Faktoren wie Gewicht, Alter, Empfindlichkeit und Gesundheitszustand ab, weshalb die Vierbeiner bereits bei sehr kleinen Mengen mit Symptomen auf den Verzehr reagieren können. Weniger als 5 bis 10 g Bärlauch pro 1 kg Körpergewicht sind nur ein grober Richtwert.
Dürfen Welpen Bärlauch essen?
Nein, Welpen dürfen Bärlauch nicht essen, da ihr Verdauungssystem noch empfindlicher ist als das ausgewachsener Hunde und sie aufgrund ihres geringen Körpergewichts schneller auf die schädlichen Stoffe reagieren. Bärlauch ist für Hundewelpen genau wie für adulte Hunde in hohen Mengen giftig.
Waldknoblauch löst bei Welpen bereits in kleinen Mengen stärkere Beschwerden aus als bei großen, adulten Hunden. Bärlauch ist für Welpen grundsätzlich tabu, da die jungen Hunde in ihrer Ernährung statt Lauchgewächsen sichere Lebensmittel wie Fleisch und hundefreundliches Gemüse für ein gesundes Wachstum benötigen.
Alternative Gemüsesorten zu Bärlauch für Hunde
Alternative Gemüsesorten zu Bärlauch für Hunde sind beispielsweise Karotten, Zucchini, Gurke, Brokkoli, Fenchel, gekochte Kartoffeln, Kürbis und Salat. Hundefreundliche Gemüsesorten statt Bärlauch liefern Hunden wertvolle Vitamine, Mineralien sowie Ballaststoffe und stellen geeignete Zutaten für das Hundefutter dar.
Besonders Karotten und Kürbis eignen sich aufgrund ihres hohen Gehalts an Beta-Carotin und Ballaststoffen hervorragend als Alternative zu Bärlauch. Zucchini, Salat und Gurken sind kalorienarm und liefern Hunden gleichzeitig viel Feuchtigkeit. Brokkoli und Fenchel enthalten zahlreiche Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, gekochte Kartoffeln weisen für den Hund leicht verdauliche Kohlenhydrate auf.
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