Auf dem Bild sind Eicheln zu sehen, die Hunde nicht essen dürfen.
21. Januar 2026

Dürfen Hunde Eicheln essen?

Nein, Hunde dürfen Eicheln selbst in kleinen Mengen nicht essen, da Eicheln aufgrund ihrer Gerbstoffe für Hunde giftig sind. Eicheln verursachen bei Hunden gesundheitliche Probleme wie Schwäche, Erbrechen sowie Durchfall und stellen eine mechanische Gefahr dar, weil es zu Darmverschluss und Erstickung kommen kann.

Dass Eicheln für Hunde giftig sind, zeigt der Fallbericht “Successful management of suspected acorn (Quercus petraea) toxicity in a dog” von Fernanda Camacho et. al., der 2021 in The Canadian Veterinary Journal veröffentlicht wurde.

Eicheln sollte man aufgrund ihrer Toxizität und der Gefahr eines Darmverschlusses sowie des Erstickens auf keinen Fall an Hunde füttern. Bei Spaziergängen sollte man unbedingt darauf achten, dass der Hund nicht eigenhändig Eicheln findet und frisst. Es reichen bereits wenige Eicheln aus, um bei den Vierbeinern für Probleme zu sorgen. 

Wir von Meisterbarf verkaufen erstklassige Barf Produkte für Hunde und beschäftigen uns jeden Tag mit der Ernährung der Vierbeiner. Nachfolgend erklären wir genau, weshalb Hunde keine Eicheln essen dürfen.

Warum dürfen Hunde Eicheln nicht essen?

Hunde dürfen keine Eicheln essen, weil Eicheln den Gerbstoff Tannin enthalten, der für die Vierbeiner giftig ist, und weil das Verschlucken von ganzen Eicheln die Gefahr eines Darmverschlusses birgt. In größeren Mengen verursachen Eicheln bei Hunden schwere Nieren- und Leberschäden.

Häufige Symptome von Hunden, die Eicheln gefressen haben, sind ein verschlechtertes Allgemeinbefinden sowie Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall. 

Bei zu vielen gefressenen Eicheln greifen die enthaltenen Tannine die Leber und die Nieren an, wodurch sich die Schleimhäute des Hundes gelb färben. Gelbe Schleimhäute sieht man im Maul und in den Augen. Die gelbe Färbung entsteht, weil durch Tannine geschädigte Leberzellen nicht genug Gallensäuren ausscheiden. Die Gallensäuren sammeln sich in Folge der Leberschädigung im Blut an. Im schlimmsten Fall kommt es durch das Fressen von Eicheln beim Hund zu Nierenversagen, das innerhalb kurzer Zeit potenziell tödlich endet. 

Im Ganzen gefressene Eicheln führen bei Hunden potenziell zu einem Darmverschluss und stellen eine Erstickungsgefahr dar. Ein Darmverschluss ist für Hunde lebensgefährlich. Zerkaute Eicheln sind für Hunde gefährlich, weil die kleinen Stücke rau und kantig sind und die Darmwände verletzen können.

Wie viele Eicheln sind für Hunde gefährlich?

Bereits 1 bis 10 Eicheln sind für Hunde potenziell gefährlich. Bei einer gefressenen Eichel entwickeln vor allem manche kleine Hunde bereits Symptome wie Übelkeit oder Bauchschmerzen. 10 Eicheln führen bei einem 10 kg schweren Hund zu einer ernsthaften Vergiftung. 

Wie viele Eicheln genau gefährlich sind, hängt davon ab, wie groß und schwer der Hund ist. Je größer und schwerer der Hund ist, desto mehr Eicheln verträgt er, bevor es gefährlich wird. Größere Hunde entwickeln nach dem Verzehr einer einzelnen Eichel wahrscheinlich keine oder nur schwache Symptome. 

Bereits eine einzelne Eichel birgt für Hunde die Gefahr des Verschluckens. Beim Verschlucken einer Eichel besteht die Möglichkeit, dass der Hund daran erstickt. Gerade für kleine Hunde ist es gefährlich, sich an einer Eichel zu verschlucken. 

Eicheln bergen das Risiko eines Darmverschlusses, wenn der Hund sie im Ganzen verschluckt. Bei kleinen Hunden reichen bereits eine oder einige wenige Eicheln aus, um einen Darmverschluss zu verursachen. Bei den meisten größeren Hunden sind mehrere Eicheln notwendig, um einen Darmverschluss zu verursachen. Egal wie groß dein Hund ist, achte darauf, dass er beim Spazierengehen am besten gar keine Eicheln frisst, um gar nicht erst in Gefahr zu geraten.

Symptome einer Eichel Vergiftung bei Hunden

Die typischsten Symptome einer Eichel Vergiftung bei Hunden sind ein vermindertes Allgemeinbefinden, Erbrechen und Durchfall. Viele Hunde mit einer Eichel Vergiftung leiden unter Müdigkeit und Lethargie, Bauchschmerzen sowie Appetitlosigkeit. 

In der folgenden Liste sind die häufigsten Symptome einer Eichel Vergiftung bei Hunden erklärt.

  • Vermindertes Allgemeinbefinden: Ein sehr häufiges Symptom von Hunden bei einer Eichel Vergiftung ist ein vermindertes Allgemeinbefinden bzw. Schwäche. Viele Hunde fühlen sich nach dem Verzehr von Eicheln nicht wohl.
  • Erbrechen: Viele Hunde erbrechen sich, wenn sie unter einer Eichel Vergiftung leiden.
  • Durchfall: Ein häufiges Symptom von Hunden bei einer Eichel Vergiftung ist Durchfall, der in manchen Fällen blutig ist.
  • Müdigkeit und Lethargie: Viele Hunde mit einer Eichel Vergiftung leiden unter Müdigkeit, Lethargie und Niedergeschlagenheit.
  • Bauchschmerzen: Eine Eichelvergiftung verursacht bei vielen Hunden Bauchschmerzen und Übelkeit.
  • Appetitlosigkeit: Viele Hunde haben keinen Appetit und wollen wenig bis gar nichts fressen, wenn sie unter einer Eichel Vergiftung leiden.
  • Starkes Speicheln: Starkes Speicheln ist ein typisches Symptom, an dem man erkennt, dass der Hund nach dem Verzehr von Eicheln an einer Eichel Vergiftung leidet.
  • Nierenversagen: In besonders schweren Fällen führt eine Eichel Vergiftung bei Hunden zu Nierenversagen. Bei Nierenversagen besteht für den Vierbeiner akute Lebensgefahr.

Dürfen Welpen Eicheln essen?

Nein, Welpen dürfen auf keinen Fall Eicheln essen, weil Eicheln für Welpen wie für ausgewachsene Hunde gefährlich sind. Welpen können leicht eine Vergiftung erleiden, selbst wenn sie nur wenige Eicheln essen. Welpen tragen ein hohes Risiko, sich an Eicheln zu verschlucken oder einen Darmverschluss zu erleiden.

Welpen benötigen spezielles Welpenfutter, das genau auf ihre Bedürfnisse während des Heranwachsens ausgerichtet ist. Eicheln sind für die Ernährung von Welpen nicht geeignet und potenziell lebensbedrohend.

Alternativen zu Eicheln für Hunde

Alternativen zu Eicheln für Hunde sind zum Beispiel bestimmte Nusssorten wie Haselnüsse und Cashewnüsse sowie Obstsorten wie Apfel, Banane und Birne. Hunde sollten nicht zu viele Nüsse essen, weil Nüsse sehr fettreich sind. 

Obst ist ein Bestandteil in der Ernährung von Hunden. Obst sollte zusammen mit Gemüse ungefähr 20 bis 30 % der Hundenahrung ausmachen. Der Rest der Hundeernährung sollte aus hochwertigen fleischlichen Zutaten bestehen, weil die Vierbeiner vor allem auf tierische Proteine angewiesen sind. 

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