Dürfen Hunde Artischocken essen?
Ja, Hunde dürfen Artischocken essen, da das Gemüse zahlreiche gesundheitsfördernde Nährstoffe enthält. Artischocken gehören zur Familie der Korbblütler und eignen sich für Hunde roh oder gegart in kleinen, ungewürzten Mengen. Als gelegentliche Gemüsebeilage ergänzen Artischocken die Barfernährung von Hunden.
Für Hunde liefern Artischocken zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Das Vitamin C der Artischocke stärkt das Immunsystem von Hunden. Vitamin B6, Folsäure und Niacin fördern den Energiestoffwechsel und die Blutbildung. Kalium, Magnesium und Phosphor aus Artischocken unterstützen bei Hunden die normale Muskel-, Nerven- und Zellfunktion.
Die antioxidativen Pflanzenstoffe der Artischocke wie beispielsweise Cynarin und Chlorogensäure schützen die Zellen von Hunden vor oxidativem Stress. Gleichzeitig enthalten Artischocken nur wenig Fett und kein Cholesterin und eignen sich dadurch als leichte Gemüseergänzung für Hunde.
Artischocken enthalten den präbiotischen Ballaststoff Inulin, der das Wachstum nützlicher Darmbakterien fördert und die Darmgesundheit von Hunden unterstützt. Die im Fachjournal Research in Veterinary Science veröffentlichte Studie „Dietary Supplementation with Low and High Polymerization Inulin Ameliorates Adipose Tissue Inflammation via the TLR4/NF κB Pathway Mediated by Gut Microbiota Disturbance in Obese Dogs“ zeigte, dass niedrig- und hochpolymeres Inulin bei Hunden die Zusammensetzung der Darmmikrobiota verbessert, Entzündungsmarker senkt und die Fettansammlung im Fettgewebe reduziert.
Im Meisterbarf Onlineshop findest du hochwertige Gemüse-Mixe mit ausgewählten Gemüsesorten für Hunde. Welche Artischocken Hunde essen dürfen und welche Teile der Artischocke geeignet sind, erklären wir im Folgenden.
Welche Artischocken dürfen Hunde essen?
Hunde dürfen rohe und gekochte Artischocken essen. Gegarte Artischocken sind für empfindliche Hunde häufig bekömmlicher, da sie weicher sind und sich leichter verdauen lassen. Rohe Artischocken enthalten höhere Mengen hitzeempfindlicher Vitamine und bioaktiver Pflanzenstoffe.
Im Folgenden erfährst du, in welcher Form Hunde Artischocken essen dürfen und welche Zubereitungen ungeeignet sind.
Dürfen Hunde gekochte Artischocken essen?
Ja, Hunde dürfen gekochte Artischocken essen. Gedämpfte, gekochte oder im Ofen gegarte Artischocken besitzen eine weichere Konsistenz als rohe und sind deshalb für empfindliche Hunde leichter verdaulich.
Für Hunde eignen sich gedämpfte, gekochte oder schonend gegarte Artischocken, die nicht mit Salz, Gewürzen oder Öl zubereitet wurden. Nach dem Garen werden die Artischocken für den Hund in kleine, mundgerechte Stücke geschnitten, um das Verschluckungsrisiko zu reduzieren. Artischocken gelangen ausschließlich vollständig abgekühlt in den Hundenapf.
Dürfen Hunde rohe Artischocken essen?
Ja, Hunde dürfen rohe Artischocken essen. Rohe Artischocken enthalten im Vergleich zu gegarten Artischocken einen größeren Anteil hitzeempfindlicher Vitamine und bioaktiver Pflanzenstoffe, da diese beim Garen teilweise verloren gehen.
Vor dem Füttern des Hundes werden rohe Artischocken gründlich unter fließendem Wasser gewaschen, von harten oder ungenießbaren Pflanzenteilen befreit.
Insbesondere bei rohen Artischocken ist das Schneiden in kleine, mundgerechte Stücke wichtig, um das Verschluckungsrisiko bei Hunden zu verringern.
Dürfen Hunde eingelegte Artischocken essen?
Nein, Hunde dürfen keine eingelegten Artischocken essen. Eingelegte und marinierte Artischocken aus dem Glas oder der Dose enthalten häufig Öl, Salz, Essig, Gewürze und Konservierungsstoffe, die für Hunde ungeeignet sind.
Der hohe Fettgehalt des Öls eingelegter Artischocken belastet den Magen Darm Trakt von Hunden, begünstigt Gewichtszunahme und erhöht bei größeren Mengen das Risiko einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Gewürze, Salz und Essig reizen den Verdauungstrakt von Hunden und gehören nicht in eine gesunde Hundeernährung.
Viele eingelegte Artischocken enthalten außerdem Zwiebeln oder Knoblauch, die für Hunde giftig sind. Auch Artischockendips eignen sich nicht für Hunde, da sie häufig Frischkäse, Öl und Gewürze enthalten.
Für Hunde eignen sich ausschließlich frische, rohe oder schonend gekochte Artischocken ohne Öl, Salz, Essig, Gewürze und sonstige Zusätze.
Welche Artischocken Teile dürfen Hunde essen?
Hunde dürfen Artischocken Teile wie das Artischockenherz, den zarten unteren Teil der Blätter sowie den weichen Stiel essen. Die essbaren Teile der Artischocke besitzen eine weiche Konsistenz und sind für Hunde leichter zu kauen und zu verdauen.
Hunde erhalten weder die äußeren, harten Blätter noch holzige Pflanzenteile oder das sogenannte Heu im Inneren der Artischocke. Hunde dürfen nur die weichen Blattansätze der Artischocke essen. Besonders kleine Hunde zerkauen größere Blattstücke häufig nur unzureichend. Gelangen harte Artischockenblätter unzerkaut in den Verdauungstrakt, steigt das Risiko eines Darmverschlusses. Ein Darmverschluss beeinträchtigt den Transport von Nahrung und Flüssigkeit sowie die Durchblutung der Darmwand.
Dürfen Hunde Artischockenherzen essen?
Ja, Hunde dürfen Artischockenherzen essen. Artischockenherzen gehören zu den für Hunde am besten geeigneten Pflanzenteilen der Artischocke, da sie eine weiche Konsistenz besitzen und sich leichter kauen und verdauen lassen.
Das Artischockenherz ist für Hunde besonders gesund, da es zu den nährstoffreichsten Pflanzenteilen der Artischocke gehört. Die im Fachjournal Nutrients veröffentlichte Übersichtsarbeit „An Overview of the Versatility of the Parts of the Globe Artichoke (Cynara scolymus L.), Its By Products and Dietary Supplements“ zeigt, dass das Artischockenherz die höchste Konzentration antioxidativ wirkender Pflanzenstoffe der gesamten Artischocke aufweist. Die antioxidative Wirkung der Artischocke beruht unter anderem auf Chlorogensäure, Kaffeesäurederivaten, Luteolin, Apigenin und Cynarin.
Hunde erhalten Artischockenherzen roh oder gegart, ungewürzt und in kleine, mundgerechte Stücke geschnitten.
Wie viel Artischocken dürfen Hunde essen?
Hunde dürfen Artischocken in kleinen Mengen essen. Die empfohlene Menge an Artischocken richtet sich nach der Körpergröße des Hundes. Kleine Hunde bis etwa 15 Kilogramm erhalten wenige Teelöffel rohe oder gegarte Artischocken pro Woche. Größere Hunde erhalten entsprechend größere Mengen Artischocken.
Schon kleine Mengen Artischocken liefern Hunden Bitterstoffe sowie antioxidativ und entzündungshemmend wirkende Pflanzenstoffe, zum Beispiel Cynarin. Die Bitter- und Pflanzenstoffe unterstützen die normale Fettverdauung sowie die Leber- und Gallenfunktion. Eine im Fachjournal Clinical Nutrition Research veröffentlichte Meta-Analyse mit dem Titel „Effects of Artichoke Supplementation on Liver Enzymes: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials“ zeigt, dass Artischockenextrakt die Leberenzyme ALT und AST durch seine antioxidativen und entzündungshemmenden Pflanzenstoffe, wie beispielsweise Cynarin, Chlorogensäure und weitere Polyphenole, signifikant senkt.
Artischocken dienen bei Hunden ausschließlich als Gemüseergänzung oder Snack und machen maximal zehn Prozent der täglichen Futterration aus. Erhalten Hunde erstmals Artischocken, besteht die erste Portion aus wenigen kleinen Stücken. Auch bei guter Verträglichkeit bleiben Artischocken eine gelegentliche Futterergänzung und gelangen nur in kleinen Mengen in den Hundenapf.
Hunde dürfen Artischocken nur in kleinen Mengen essen, da große Portionen den Verdauungstrakt belasten. Artischocken enthalten viele Ballaststoffe. Zu große Mengen Artischocken begünstigen bei Hunden Blähungen, Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen.
Welche Hunde dürfen keine Artischocken essen?
Hunde mit einer bekannten Allergie oder Unverträglichkeit gegen Artischocken oder andere Korbblütler dürfen keine Artischocken essen. Artischocken gehören zur Familie der Korbblütler. Empfindliche Hunde reagieren auf Korbblütler gelegentlich mit allergischen Reaktionen.
Zeigt ein Hund nach dem Verzehr von Artischocken oder anderen Korbblütlern wie Kamille, Löwenzahn oder Ringelblume Hautausschlag, Juckreiz, Magen-Darm-Beschwerden oder andere Anzeichen einer allergischen Reaktion, erhält er keine Artischocken mehr.
Bei Hunden mit einem empfindlichen Magen ist beim Verfüttern von Artischocken Vorsicht geboten. Der hohe Ballaststoffgehalt begünstigt bei größeren Mengen Magen-Darm-Beschwerden. Empfindliche Hunde erhalten Artischocken ausschließlich in kleinen Mengen oder verzichten vollständig.
Hunde mit einer Neigung zu Oxalatsteinen dürfen ebenfalls keine Artischocken essen. Oxalatsteine gehören zu den Harnsteinen und entstehen durch die Ablagerung von Calciumoxalat in den Nieren oder der Harnblase. Artischocken enthalten Oxalate, die bei betroffenen Hunden die Bildung von Harnsteinen begünstigen.
Dürfen trächtige Hündinnen Artischocken essen?
Nein, trächtige und säugende Hündinnen dürfen keine Artischocken essen. Artischocken enthalten Bitterstoffe, die traditionell mit einer Hemmung der Milchbildung in Verbindung stehen.
Für trächtige und säugende Hündinnen eignen sich andere Gemüsesorten besser als Artischocken.
Dürfen Welpen Artischocken essen?
Ja, Welpen dürfen in sehr kleinen Mengen Artischocken essen. Welpen erhalten ausschließlich weiche, ungewürzte und gründlich gegarte Artischockenherzen, die in kleine, mundgerechte Stücke geschnitten sind.
Das Verdauungssystem von Welpen ist noch nicht vollständig entwickelt und reagiert empfindlicher auf ballaststoffreiche Lebensmittel wie Artischocken als das ausgewachsener Hunde. Gegarte Artischocken eignen sich deshalb besser als rohe, da sie weicher sind und sich leichter verdauen lassen.
Welpen erhalten neue Lebensmittel wie Artischocken grundsätzlich einzeln und zunächst nur in kleinen Mengen. Eine ausgewogene Barfernährung deckt den Nährstoffbedarf von Welpen bereits vollständig ab, sodass Artischocken ausschließlich gelegentlich und mit Vorsicht gefüttert werden.
Alternativen zu Artischocken für Hunde
Alternativen zu Artischocken für Hunde sind Pastinaken, Löwenzahn, Zucchini, Karotten oder Kürbis. Pastinaken und Löwenzahn enthalten wie Artischocken den präbiotischen Ballaststoff Inulin und tragen zur Darmgesundheit von Hunden bei.
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