Dürfen Hunde Eierlikör zur Beruhigung trinken?
Nein, Hunde dürfen keinen Eierlikör trinken, weil der enthaltene Alkohol giftig für Hunde ist. Wenn überhaupt, sollte man seinem Hund Eierlikör nur in sehr geringen Mengen, in Ausnahmesituationen und nach Konsultation mit dem Tierarzt geben.
Am besten ist es, wenn man dem Hund gar keinen Eierlikör gibt, denn Eierlikör ist keine echte Beruhigung für die Vierbeiner, sondern eine Betäubung. Alkohol ist sehr gefährlich für Hunde und verursacht bereits in kleinen Mengen schwere Beschwerden und im schlimmsten Fall den Tod.
Trotz der Gefahren durch den enthaltenen Alkohol geben manche Hundebesitzer ihrem Vierbeiner zur Beruhigung eine geringe Menge Eierlikör, wenn der Hund große Angst hat oder sehr gestresst ist. Ein bekannter Anlass, zu dem manchen Hunden Eierlikör zur Beruhigung gegeben wird, ist Silvester. An Silvester haben viele Hunde große Angst wegen der knallenden Feuerwerkskörper.
Hundehalter, die ihrem Hund zur Beruhigung Eierlikör geben, berufen sich auf eine Dosierungsformel, die der Tierarzt Ralf Rückert in einem Blogbeitrag veröffentlicht hat.
Die Dosierungsformel von Ralf Rückert, die angeblich angibt, wie viel Alkohol ein Hunde trinken darf, ist in der folgenden Liste dargelegt.
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Hunde bis 25 kg: Körpergewicht in kg x 0,4 x 100 / Prozent des Alkohols = Erlaubte Menge des alkoholischen Getränks in ml.
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Hunde mit 26 bis 50 kg: Körpergewicht in kg x 0,3 x 100 / Prozent des Alkohols = Erlaubte Menge des alkoholischen Getränks in ml.
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Hunde ab 50 kg: Körpergewicht in kg x 0,2 x 100 / Prozent des Alkohols = Erlaubte Menge des alkoholischen Getränks in ml.
Trotz Dosierungsformel ist es besser, dem Hund keinen Eierlikör oder anderen Alkohol zu geben. Alkohol ist hochgiftig für Hunde und bei der Berechnung einer passenden Menge Eierlikör geschehen schnell Fehler, die der Hund im schlimmsten Fall mit seinem Leben bezahlt.
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Im Folgenden erklären wir genau, weshalb Hunde keinen Eierlikör zur Beruhigung trinken dürfen.
Warum dürfen Hunde keinen Eierlikör zur Beruhigung trinken?
Hunde dürfen keinen Eierlikör zur Beruhigung trinken, weil Eierlikör Alkohol enthält und Alkohol für die Fellnasen hochgiftig ist. Alkohol ist für Hunde giftig, weil die Vierbeiner die Substanz nur sehr langsam abbauen. Kleine Mengen Alkohol können beim Hund bereits schwere Beeinträchtigungen verursachen.
Hunde bauen Alkohol nur sehr langsam ab, weil der Prozess bei ihnen, anders als beim Menschen, nicht über die Leber, sondern über die Lunge geschieht.
Die größte Gefahr für den Hund ist eine Alkoholvergiftung, wenn er Eierlikör trinkt. Im schlimmsten Fall führt eine Alkoholvergiftung durch Eierlikör beim Hund zum Tod. Eine Dosis von 3 bis 8 g Alkohol pro 1 kg Körpergewicht reicht bei Hunden aus, um tödliche Folgen zu haben.
Mögliche Symptome einer Alkoholvergiftung beim Hund sind unter anderem niedriger Blutdruck, verlangsamter Puls und Unterkühlung.
Die folgende Liste zeigt die häufigsten Symptome einer Alkoholvergiftung beim Hund auf einen Blick.
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Niedriger Blutdruck
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Verlangsamter Puls
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Unterkühlung
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Harninkontinenz
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Unterzuckerung
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Apathie
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Krampfanfälle
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Orientierungslosigkeit
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Schwankender Gang
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Starrezustand
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Koma
Neben Alkohol sind die weiteren Zutaten von Eierlikör ein weiterer Grund, aus dem Hunde das Getränk nicht zu sich nehmen dürfen. Viele Eierlikörsorten haben Inhaltsstoffe wie Laktose und Zucker, die beim Hund potenziell Verdauungsprobleme wie Durchfall, Erbrechen und Blähungen verursachen. Gerade für Hunde mit Vorerkrankungen wie Diabetes ist Eierlikör aufgrund der Zutaten gefährlich und nicht verträglich. Bei Eierlikör besteht für Hunde die Gefahr einer Infektion mit Salmonellen, da Eierlikör rohes Ei enthält.
Eierlikör eignet sich nicht für Hunde, weil Eierlikör keine echte Beruhigung für Hunde bietet, sondern eine Betäubung. Die Wissenschaft erforscht noch, ob Eierlikör für Hunde tatsächlich angstlösend oder nur sedierend wirkt.
Was tun, wenn der Hund Eierlikör getrunken hat?
Wenn der Hund Eierlikör getrunken hat, sollte man zunächst die getrunkene Menge abschätzen. Bei ganz kleinen Mengen Eierlikör sollte man beobachten, ob der Hund Symptome zeigt und ihm ausreichend Wasser und gegebenenfalls etwas Futter zur Verfügung stellen.
Durch Wasser und Nahrung wird der Alkoholgehalt im Hundekörper reduziert. Spätestens beim Auftreten der ersten Symptome sollte man den Hund zum Tierarzt bringen, wenn der Vierbeiner Eierlikör getrunken hat.
Hat der Hund eine größere Menge Eierlikör getrunken, sollte man nicht abwarten, sondern den Vierbeiner sofort zum Tierarzt bringen. In größeren Mengen sind Eierlikör und der enthaltene Alkohol hochgefährlich für Hunde. Warte nicht ab, ob der Hund Symptome zeigt, sondern handle sofort und kontaktiere einen Tierarzt!
Der Tierarzt gibt Handlungsanweisungen, um dem Hund zu helfen. In der Praxis kümmert sich der Tierarzt um den Hund, indem er ihm zum Beispiel den Magen auspumpt, ihm ein Gegenmittel gegen den Alkohol verabreicht oder eine Infusion legt. Je nach getrunkener Menge Eierlikör bieten sich für den Tierarzt unterschiedliche Maßnahmen an, um dem Hund zu helfen. Bei schweren Fällen einer Alkoholvergiftung durch Eierlikör beim Hund können zum Beispiel eine stationäre Aufnahme mit intensiver Pflege und Überwachung sowie Blutuntersuchungen und Blutdruckmessungen notwendig sein.
Alternativen zu Eierlikör zur Beruhigung von Hunden
Die besten Alternativen zu Eierlikör zur Beruhigung von Hunden sind pflanzliche Präparate wie Baldrian und Passionsblume sowie Pheromone. Pflanzliche Präparate gibt es in Pulver- und Tropfenform zu kaufen und lassen sich ganz leicht unter das Hundefutter mischen.
Pheromone erhält man in Form von Sprays, die die Pheromone von Mutterhündinnen nachahmen. Normalerweise geben Mutterhündinnen ihre Pheromone an ihre Welpen weiter, um diesen Sicherheit zu vermitteln.
Bei schweren Fällen von Angst und Stress beim Hund helfen Medikamente als Alternative zu Eierlikör. Für beruhigende Medikamente für den Hund sollte man sich an den Tierarzt wenden.
Eine langfristige Lösung für Angst und Stress beim Hund kann eine Verhaltenstherapie sein. Bei einer Verhaltenstherapie für Hunde werden angst- und aufregungauslösende Reize in positive Erfahrungen umgewandelt.
Am besten berät man sich immer mit dem Tierarzt, wenn man dem Hund dabei helfen will, Angst- und Stresssituationen besser durchzustehen.
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