Dürfen Hunde Kefir trinken?
Ja, Hunde dürfen Kefir in kleinen Mengen trinken, weil er die Darmgesundheit fördern kann. Die meisten Hunde vertragen Kefir gut, weil er wenig Milchzucker enthält und dadurch das Verdauungssystem der laktoseintoleranten Vierbeiner kaum belastet.
Hunde sollten Kefir zu Beginn nur in sehr geringen Mengen trinken, damit sie sich langsam an das neue Getränk gewöhnen. Kefir liefert Hunden wertvolle Probiotika, die sich positiv auf die Darmflora und damit auf die Verdauung auswirken.
Von den Vorteilen von Kefir für die Darmflora von Hunden handelt beispielsweise die Studie “Modulation of the intestinal microbiota of dogs by kefir as a functional dairy product” von Dong-Hyeon Kim et. al, die 2019 im Journal von Dairy Science veröffentlicht wurde.
Hunde dürfen Kefir nur trinken, wenn er keine schädlichen Zusätze wie Zucker, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und Süßmittel enthält. Gerade der Süßstoff Xylitol ist für Hunde hochgiftig und darf auf keinen Fall in Kefir für Hunde vorhanden sein.
Ein Nachteil von Kefir für Hunde ist, dass er Alkohol enthält. In den meisten Kefirsorten ist die Alkoholmenge so gering, dass Hunde kein Problem damit haben. In einer Molkerei hergestellter Kefir enthält ungefähr 0,1 bis 0,6 % Alkohol. Selbst hergestellter Kefir enthält potenziell bis zu 2 % Alkohol. Der enthaltene Alkohol ist ein wichtiger Grund, aus dem Hunde Kefir nur ab und zu trinken sollten. Alkohol in zu großen Mengen ist für Hunde hochgiftig.
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Im Folgenden erklären wir genau, wie viel Kefir Hunde trinken dürfen, welche Vorteile Kefir für die Vierbeiner hat und welche Hunde Kefir trinken dürfen.
Wie viel Kefir dürfen Hunde trinken?
Hunde dürfen ungefähr 5 bis 7 ml Kefir pro 1 kg Körpergewicht am Tag trinken. Zum Beispiel darf ein 15 kg schwerer Hund ungefähr 75 bis 105 ml Kefir am Tag trinken. Ein 25 kg schwerer Hund darf etwa 125 bis 175 ml Kefir am Tag trinken. Ein 40 kg schwerer Hund darf ca. 200 bis 280 ml Kefir am Tag trinken.
Hunde sollten Kefir nur ab und zu trinken. Kefir eignet sich nicht als regelmäßiges Getränk für Hunde und vor allem kann er Wasser nicht ersetzen. Wasser ist für Hunde das mit Abstand wichtigste Getränk und sollte von Hunden jeden Tag in ausreichender Menge getrunken werden. Kefir kann seine positiven Effekte für den Hund nur dann entfalten, wenn er gelegentlich und in Maßen gefüttert wird.
Wenn man seinem Hund das erste Mal Kefir gibt, sollte man eine besonders kleine Menge verwenden und beobachten, wie der Hund auf das neue Getränk reagiert. Mag der Hund den Kefir und verträgt er ihn gut, darf er nach und nach etwas mehr davon trinken. Bei Anzeichen einer Unverträglichkeit oder Allergie (z. B. Juckreiz oder Durchfall) sollte die Menge Kefir für den Hund auf 0 reduziert werden.
Welche Vorteile hat Kefir für Hunde?
Die wichtigsten Vorteile von Kefir für Hunde sind, dass er die Verdauung unterstützt, vom Hund gut vertragen wird und den Magen-Darm-Trakt sowie die Darmflora unterstützt. Kefir wirkt sich bei Hunden positiv auf das Immunsystem aus, ist gut bei Allergien und enthält viele Nährstoffe.
In der folgenden Liste sind die wesentlichen Vorteile von Kefir für Hunde zusammengefasst.
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Verdauungsunterstützung: Kefir hat für Hunde den wichtigen Vorteil, dass er die Verdauung unterstützt, weil er probiotische Bakterien enthält, durch die die Aufnahme von Nährstoffen besser gelingt. Durch die bessere Aufnahme von Nährstoffen setzen Hunde weniger Kot ab und Verdauungsprobleme wie Durchfall, Verstopfung und Blähungen werden reduziert.
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Kefir vom Hund gut vertragen: Kefir wird von den meisten Hunden gut vertragen, weil ein Großteil des Milchzuckers in der als Basis verwendeten Milch durch Fermentation abgebaut und in Milchsäure umgewandelt wird. Kefir wird von vielen Hunden besser vertragen als beispielsweise Buttermilch, weil er wegen der Fermentation weniger Laktose enthält. Die meisten Hunde sind laktoseintolerant und vertragen daher normale Milch mit Laktose bzw. Milchzucker nicht gut.
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Unterstützt den Magen-Darm-Trakt und die Darmflora: Kefir unterstützt den Magen-Darm-Trakt und die Darmflora, weil er nützliche Bakterien wie Bifidobakterien und Laktobazillen enthält. Nützliche Bakterien helfen Hunden dabei, das Gleichgewicht der Darmflora zu wahren und zu stärken, sodass die Verdauung besser funktioniert.
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Immununterstützung: Kefir stärkt das Immunsystem, weil die enthaltenen Probiotika eine positive Wirkung auf die Darmflora haben und die Darmflora maßgeblich an den Immunabwehrprozessen im Hundekörper beteiligt ist. Die Produktion von Antikörpern und Immunzellen wird bei Hunden durch Kefir gesteigert, weil die im Kefir enthaltenen Probiotika die Darmflora anregen. Durch die enthaltenen Probiotika trägt Kefir bei Hunden zum Schutz gegen Krankheitserreger bei. Besonders infektionsanfällige Hunde profitieren wegen des positiven Effekts auf das Immunsystem von Kefir.
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Gut bei Allergien: Kefir ist für Hunde gut bei Allergien, weil die im Kefir enthaltenen Probiotika die Darmflora und damit das Immunsystem der Vierbeiner stärken. Eine gute Darmflora und ein starkes Immunsystem helfen Hunden dabei, Allergien zu bekämpfen. Gerade allergische Reaktionen wie Juckreiz, Ausschläge und Magen-Darm-Probleme lassen sich durch eine gute Darmflora mitigieren.
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Enthält viele Nährstoffe: Kefir enthält für Hunde viele Nährstoffe wie Mineralien (z. B. Magnesium, Kalium und Calcium), Spurenelemente (z. B. Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Fluorid) und Vitamine (Vitamin A, B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin E und Vitamin K). Kefir ist für Hunde reich an wertvollen Aminosäuren wie Methionin, Phenylalanin, Tyrosin, Threonin und Tryptophan.
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Hilft bei Parasitenbefall: Kefir hilft Hunden mit Parasitenbefall, weil Parasiten die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen und die im Kefir enthaltenen Probiotika dazu beitragen, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Kefir hilft Hunden bei Parasitenbefall nur indirekt und ist nicht zur Beseitigung von Parasiten geeignet.
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Sehr lecker für Hunde: Ein wesentlicher Vorteil von Kefir ist, dass er sehr lecker ist und die meisten Hunde ihn sehr gerne mögen. Für viele Hunde ist Kefir eine willkommene Abwechslung, die ab und zu ergänzend zum Hauptgetränk Wasser gegeben werden darf.
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Einfache Herstellung: Kefir lässt sich zu Hause leicht selbst herstellen und muss nicht unbedingt gekauft werden. Selbst hergestellt bietet Kefir den Vorteil, dass er besonders viele nützliche Bakterien enthält, weil das Getränk keinen Haltbarmachungsprozess durchmacht.
Welche Hunde dürfen Kefir trinken?
Grundsätzlich dürfen alle gesunden Hunde Kefir trinken, wenn sie ihn vertragen. Gesunde Hunde profitieren von den positiven Eigenschaften des Kefir, wenn sie ihn gelegentlich und in Maßen trinken.
Insbesondere dürfen Hunde mit unterschiedlichen Beschwerden wie Verdauungsbeschwerden oder einem geschwächten Immunsystem Kefir trinken.
Im Folgenden ist genau erklärt, bei welchen Beschwerden Kefir Hunden hilft.
Bei welchen Beschwerden hilft Kefir Hunden?
Kefir hilft Hunden bei Beschwerden wie Verdauungsproblemen, einem geschwächten Immunsystem, Allergien und Parasitenbefall. Bei Verdauungsproblemen hilft Kefir Hunden, weil er die Darmgesundheit des Vierbeiners fördert.
Hunden mit geschwächtem Immunsystem hilft Kefir, indem er die Darmflora anregt. Die Darmflora ist maßgeblich an der Immunabwehr von Hunden beteiligt. Bei Allergien wirkt Kefir für Hunde unterstützend, weil er eine entzündungshemmende und allergiemildernde Wirkung hat. Durch Kefir lassen sich beim Hund Symptome wie Juckreiz und Durchfall lindern. Bei Parasitenbefall hilft Kefir nicht direkt, trägt jedoch zu einer Normalisierung der Darmflora bei, sodass die Effekte des Parasitenbefalls gelindert werden.
Dürfen Welpen Kefir trinken?
Ja, Welpen dürfen Kefir in sehr kleinen Mengen trinken, weil sie genau wie erwachsene Hunde von den positiven Eigenschaften des Getränks profitieren. Welpen sollten Kefir erst ab der 6. bis 8. Lebenswoche trinken, nachdem sie sich von der Muttermilch entwöhnt haben.
Kefir eignet sich für Welpen nur als Ergänzung in der Ernährung und nicht als Hauptgetränk. Nach der Entwöhnung von der Muttermilch ist Wasser das wichtigste Getränk für Welpen. Kefir lässt sich Welpen ab und zu in kleiner Menge geben, um ihnen zusätzliche Nährstoffe zu liefern oder die Darmflora anzuregen, falls dies notwendig ist. Kefir eignet sich nur für Welpen, wenn man ihn optimal in die Gesamternährung der jungen Hunde integriert. Welpen benötigen eine ganz spezielle Ernährung, die genau auf ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichtet ist, um Fehlbildungen und Wachstumsstörungen zu vermeiden.
Alternative Milchprodukte zu Kefir für Hunde
Wichtige alternative Milchprodukte zu Kefir für Hunde sind zum Beispiel Sahne, Buttermilch, Ziegenmilch und Joghurt. Alternative Milchprodukte zu Kefir eignen sich für Hunde nur, wenn die Vierbeiner Laktose vertragen oder wenn die Produkte keine oder nur wenig Laktose enthalten.
Milchprodukte für Hunde dürfen keine schädlichen Zusätze wie Zucker, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder den Süßstoff Xylitol enthalten, der für die Fellnasen hochgiftig ist.
Sahne als Alternative zu Kefir eignet sich für Hunde nur in sehr geringen Mengen, weil sie sehr viel Fett enthält. Buttermilch ist für Hunde besser geeignet als Sahne, weil Buttermilch weniger Fett enthält und zusätzlich reich an Probiotika sowie Calcium, Vitamin B12 und Riboflavin ist. Ziegenmilch ist für viele Hunde gut verträglich. Joghurt enthält für Hunde wichtige Nährstoffe wie Calcium, Kalium und Eiweiß sowie Vitamin A, Vitamin B2 und Vitamin B12. Neben Milchprodukten wie Buttermilch und Joghurt eignen sich zum Beispiel Hüttenkäse, Quark und Naturjoghurt für Hunde als Alternative zu Kefir.
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