Auf dem Bild ist ein Hund zu sehen. Neben dem Hund befindet sich Kresse.
19. August 2026

Dürfen Hunde Kresse essen? 

Ja, Hunde dürfen Kresse in kleinen Mengen essen. Kresse liefert Hunden wertvolle Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien und eignet sich als nährstoffreiche Ergänzung einer ausgewogenen Barf Ernährung. 

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Kresse versorgt Hunde mit Vitamin A, C und K sowie Eisen, Kalzium, Kalium, Folsäure, Chlorophyll und zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen wie Glucosinolaten, Flavonoiden und Phenolsäuren. Vitamin A trägt bei Hunden zur Erhaltung normaler Sehkraft bei, Vitamin C gehört zu den wichtigsten antioxidativ wirkenden Vitaminen und Vitamin K unterstützt bei Hunden den normalen Knochenstoffwechsel. Eisen trägt zur normalen Blutbildung bei, während Kalzium und Kalium wichtige Aufgaben für Knochen, Muskeln und Nerven erfüllen. 

Die enthaltenen Ballaststoffe der Kresse unterstützen bei Hunden eine normale Verdauung, während Antioxidantien die Körperzellen vor oxidativem Stress schützen. Der 2022 im “Turkish Journal of Pharmaceutical Sciences” veröffentlichte Review “Evidence for Health Promoting Properties of Lepidium sativum L.: An Updated Comprehensive Review” kommt zu dem Ergebnis, dass Gartenkresse aufgrund ihrer zahlreichen bioaktiven Inhaltsstoffe antioxidative, entzündungshemmende, antimikrobielle, blutzuckersenkende sowie leber-, nieren- und knochenschützende Eigenschaften aufzeigt. 

Für Hunde eignen sich verschiedene Kressearten als gesunde Ergänzung des Futters. Wie Brokkoli oder Kohl enthalten Kressearten Senfölglykoside. Beim Zerkauen entstehen daraus Senföle, die den charakteristischen scharfen Geschmack verursachen. Zu den bekanntesten Kresse Arten gehören die Gartenkresse (Lepidium sativum) und die Brunnenkresse (Nasturtium officinale). Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) gehört nicht zu den echten Kressearten, versorgt Hunde jedoch ebenfalls mit zahlreichen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

In diesem Artikel erfährst du, welche Kresse Hunde essen dürfen, wie viel Kresse für Hunde geeignet ist, ob Welpen Kresse essen dürfen und welche Alternativen zur Kresse die Barf Ernährung sinnvoll ergänzen.

Welche Kresse dürfen Hunde essen? 

Hunde dürfen Gartenkresse, Brunnenkresse und Kapuzinerkresse in kleinen Mengen essen, weil sie reich an Vitaminen, Mineralstoffen und gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffen sind. Unverträglichkeiten oder Allergien auf Kresse treten bei Hunden nur selten auf. 

Dürfen Hunde getrocknete Kresse essen? 

Ja, Hunde dürfen getrocknete Kresse essen, sofern sie keine Gewürze, kein Salz und keine weiteren Zusätze enthält. Getrocknete Kresse eignet sich als Ergänzung einer ausgewogenen Barf Ernährung bei Hunden.

Für Hunde eignet sich frische Kresse besser als getrocknete Kresse, da beim Trocknen der Gehalt an empfindlichen Vitaminen, insbesondere Vitamin C, abnimmt. Frische Kresse liefert Hunden noch mehr hitze- und lagerungsempfindliche Nährstoffe.

Dürfen Hunde frische Kresse essen?

Ja, Hunde dürfen frische Kresse essen, weil sie besonders reich an Vitamin A, C und K, Eisen, Kalzium, Kalium, Folsäure sowie Glucosinolaten, Flavonoiden und Phenolsäuren ist. Die enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe der Kresse ergänzen die Hundeernährung mit wertvollen Mikronährstoffen.

Die enthaltenen Ballaststoffe der Kresse fördern eine normale Darmfunktion, während antioxidativ wirkende Pflanzenstoffe zum Schutz der Körperzellen vor oxidativem Stress beitragen. 

Für Hunde eignet sich frische Kresse aus biologischem Anbau oder aus eigenem Anbau besonders gut. Die Kresse wird vor der Fütterung gründlich gewaschen und fein gehackt oder püriert. Hunde essen ausschließlich die Blätter und jungen Triebe der Kresse. 

Dürfen Hunde Kapuzinerkresse essen?

Ja, Hunde dürfen Kapuzinerkresse essen, weil sie wie Gartenkresse zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe liefert und zusätzlich besonders reich an Vitamin C ist. 

Hunde dürfen Kapuzinerkresse in kleinen Mengen als nährstoffreiche Ergänzung der Barf Ernährung essen. Der 2016 im “Boletín Latinoamericano y del Caribe de Plantas Medicinales y Aromáticas” veröffentlichte Fachartikel “Traditional Usages, Botany, Phytochemistry, Biological Activity and Toxicology of Tropaeolum majus L.: A Review” kommt zu dem Ergebnis, dass Kapuzinerkresse antioxidative, antimikrobielle, entzündungshemmende, harntreibende und blutdrucksenkende Eigenschaften besitzt sowie mögliche Schutzwirkungen auf Leber und Blutgefäße aufweist.

Kapuzinerkresse unterscheidet sich von der milderen Gartenkresse durch ihren schärferen Geschmack und höhere Gehalte bestimmter Senföle. Für Hunde eignet sie sich daher eher als gelegentliche Ergänzung der Barf Ernährung.

Wie viel Kresse dürfen Hunde essen? 

Hunde dürfen je nach Größe täglich etwa ½ bis 3 TL frische, fein gehackte Kresse essen. Für kleine Hunde eignen sich ½ bis 1 Teelöffel frische Kresse, mittelgroße Hunde erhalten 1 bis 1½ Teelöffel und große Hunde 2 bis 3 Teelöffel Kresse. 

Kresse eignet sich bei Hunden nicht als Hauptquelle für Vitamine und Mineralstoffe. Leckerbissen und Kräuter wie Kresse machen bei Hunden höchstens 10 % der täglichen Kalorienaufnahme aus. Der überwiegende Teil der täglichen Energie stammt aus einer bedarfsgerechten Barf Ernährung. 

Hunde, die Kresse zum ersten Mal erhalten oder bisher kaum frische Kräuter gegessen haben, bekommen zunächst nur eine sehr kleine Menge. Anschließend lässt sich die Fütterungsmenge langsam steigern, sofern der Hund die Kresse gut verträgt.

Kresse lässt sich auf unterschiedliche Weise in die Hundeernährung einbauen. Frische, fein gehackte Kresse eignet sich als Kräutertopping für eine Barf Mahlzeit. Alternativ lässt sich die Kresse mit etwas Wasser pürieren und unter das Futter des Hundes mischen. Selbst gebackene Hundekekse erhalten mit kleinen Mengen Kresse eine zusätzliche pflanzliche Komponente. Geeignet sind für Hunde beispielsweise Rezepte auf Basis von Haferflocken, Ei und Fleisch oder Gemüse. Auch ein ungewürztes Omelett mit fein gehackter Kresse eignet sich gelegentlich als gesunde Ergänzung der Hundeernährung. 

Dürfen Welpen Kresse essen? 

Ja, Welpen dürfen kleine Mengen frischer Kresse essen. Kresse liefert unter anderem Vitamin C, Vitamin K sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Die enthaltenen Senfölglykoside machen Kresse für Welpen jedoch ausschließlich zu einer gelegentlichen Ergänzung der Ernährung, da sie den empfindlichen Magen-Darm-Trakt reizen können.

Welpen erhalten in den ersten Lebensmonaten ihren Nährstoffbedarf vollständig über ein hochwertiges Welpenfutter oder eine bedarfsgerecht zusammengestellte BARF-Ration. Kräuter wie Kresse gehören bei Welpen deshalb nur gelegentlich auf den Speiseplan.

Welpen erhalten frische Kresse erst nach der vollständigen Umstellung auf feste Nahrung. Bereits wenige fein gehackte Blättchen ein- bis zweimal pro Woche reichen für Welpen aus. Nach der ersten Fütterung von Kresse wird der Welpe auf mögliche Unverträglichkeiten wie Durchfall oder Erbrechen beobachtet.

Alternative Kräuter zu Kresse für Hunde

Alternative Kräuter zu Kresse für Hunde sind Basilikum, Minze, Oregano, Koriander, Petersilie, Rosmarin, Salbei und Thymian. Auch Fenchel, Dill, Kamille, Majoran, Löwenzahn und Brennnessel dürfen Hunden verfüttert werden.

Petersilie liefert Hunden unter anderem Vitamin C, Vitamin K und Flavonoide. Basilikum enthält antioxidativ wirkende Pflanzenstoffe wie Polyphenole und Flavonoide. Rosmarin liefert antioxidative Pflanzenstoffe wie Rosmarinsäure und Carnosolsäure. Thymian und Oregano liefern Hunden ätherische Öle sowie weitere sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen und antimikrobiellen Eigenschaften. 

Für Hunde eignen sich möglichst unbehandelte Kräuter aus biologischem Anbau besonders gut, da sie in der Regel weniger Rückstände synthetischer Pflanzenschutzmittel enthalten.

Für eine abwechslungsreiche Barf Ernährung bietet Meisterbarf verschiedene naturbelassene Kräuter und Pflanzenmischungen. Im Barf Gemüseflocken Mix stecken unter anderem Brennnessel, Kamille, Fenchel und Kümmel. Der Barf Gemüse und Obstflocken Mix enthält zusätzlich Pfefferminze, Kurkuma und Fenchel. Unsere Meisterbarf BIO Gräsermischung vereint 13 verschiedene Klee, Kräuter und Grasarten aus ökologischem Landbau. Unsere Gräsermischung liefert natürliches Chlorophyll sowie zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe und ergänzt die Barf Ernährung deines Hundes auf gesunde und natürliche Weise.

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