Dürfen Hunde Markknochen essen?
Nein, Hunde dürfen keinen Markknochen essen, weil Markknochen besonders hart sind, Zahnfrakturen verursachen und sich hinter den Eckzähnen verkeilen können.
Für Hunde sind Markknochen ungeeignet, weil sie im Vergleich zu anderen Knochenarten ein besonders hohes Verletzungsrisiko bergen. Die 2022 in der Fachzeitschrift “Frontiers in Veterinary Science” veröffentlichte Studie “Dog Owners' Ideas and Strategies Regarding Dental Health in Their Dogs” von Enlund et al. analysierte die Antworten von 8.742 Hundehaltern zur Zahngesundheit ihrer Hunde. Viele Hundehalter betrachteten Markknochen als sinnvolle Maßnahme zur Zahnpflege. Die Autoren weisen darauf hin, dass Markknochen in der Tiermedizin als häufige Ursache für Zahnfrakturen, Kieferverkeilungen und Verletzungen der Maulhöhle bekannt sind.
Von fleischigen Knochen wie Lammrippen, Kalbsbrustbein oder Hühnerhälsen, die sich roh gut für die Fütterung gesunder Hunde eignen, unterscheiden sich Markknochen durch ihre sehr harte Knochensubstanz, den hohen Fettgehalt des Knochenmarks und ihre ringförmige Öffnung. Markknochen sind Röhrenknochen großer Säugetiere, meist vom Rind oder Kalb, deren Markhöhle mit Knochenmark gefüllt ist. Markknochen werden in der Regel quer in Scheiben geschnitten, sodass das weiche Knochenmark in der Mitte frei zugänglich ist. Das aromatische und fettreiche Knochenmark macht Markknochen für viele Hunde besonders attraktiv, birgt jedoch erhebliche gesundheitliche Risiken.
Im Folgenden erklären wir ausführlich, warum Hunde keine Markknochen essen dürfen und welche bekömmlichen und leckeren Knochenalternativen unser Meisterbarf Sortiment bietet.
Warum dürfen Hunde keinen Markknochen essen?
Hunde dürfen keine Markknochen essen, weil sie aufgrund ihrer Form, Härte und ihres hohen Fettgehalts erhebliche Gesundheitsrisiken wie Kieferverkeilungen, Zahnfrakturen, Verdauungsbeschwerden, Erstickungsanfälle und Darmverschlüsse bergen.
Markknochen gehören zu den gefährlichsten Knochenarten für Hunde, weil sie sich aufgrund ihrer ringförmigen Form häufig hinter den Eckzähnen des Unterkiefers verkeilen. Beim Ausschlecken des tief in der Markhöhle sitzenden Knochenmarks schieben Hunde den Unterkiefer häufig immer weiter durch die ringförmige Öffnung des Markknochens. Hinter den Eckzähnen wird der Unterkiefer breiter, sodass sich der Knochen dort verkeilt und häufig nicht mehr selbst entfernen lässt. Viele Hunde geraten in Panik, speicheln stark oder versuchen, den Markknochen mit den Pfoten oder durch Reiben des Kopfes am Boden zu lösen. Eine Kieferverkeilung durch einen Markknochen macht beim Hund häufig eine Entfernung unter Sedierung oder Vollnarkose erforderlich.
Das ASPCA Animal Hospital veröffentlichte einen Fallbericht über die für Markknochen typische Kieferverkeilung bei einem Labrador Schäferhund Mischling. Der ringförmige Markknochen ließ sich nur unter Vollnarkose mit einer speziellen Drahtsäge entfernen.
Markknochen zählen für Hunde zu den härtesten Knochen überhaupt. Obwohl Hunde über eine kräftige Kaumuskulatur verfügen, besitzt ihr Zahnschmelz nur eine vergleichsweise dünne Schutzschicht. Kauen Hunde mit hoher Beißkraft auf einem Markknochen, entstehen Risse oder Frakturen an Fang und Backenzähnen. Zahnfrakturen, die durch Markknochen verursacht werden, sind mit starken Schmerzen verbunden und erfordern in der Regel eine zahnärztliche Behandlung oder sogar die Entfernung des betroffenen Zahns.
Markknochen bestehen aus einer harten äußeren Knochenschicht und einer Markhöhle mit fettreichem Knochenmark, das für Hunde aufgrund des hohen Fettgehalts problematisch ist. Knochenmark liefert zwar Eisen, Phosphor sowie fettlösliche Vitamine, enthält gleichzeitig jedoch außergewöhnlich große Fettmengen. Die in der Fachzeitschrift “Journal of Veterinary Internal Medicine” veröffentlichte Übersichtsarbeit “New insights into the etiology, risk factors, and pathogenesis of pancreatitis in dogs: Potential impacts on clinical practice” nennt eine fettreiche Ernährung als wichtigen Risikofaktor für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund. Da Knochenmark sehr große Fettmengen enthält, erhöht der Verzehr von Markknochen insbesondere bei empfindlichen Hunden das Risiko einer Pankreatitis.
Markknochenstücke gelangen bei schlingenden Hunden häufig unzerkaut in den Verdauungstrakt und bergen die Gefahr für Erstickungsanfälle, Verstopfungen und Darmverschlüsse. Größere Knochenstücke bleiben unter Umständen im Magen oder Darm stecken und erfordern eine operative Entfernung. Gekochte Markknochen erhöhen das Verletzungsrisiko zusätzlich, da sie leicht splittern. Scharfkantige Markknochensplitter verletzen Maul, Rachen, Speiseröhre, Magen oder Darm und können die Darmwand durchbohren.
Dürfen Hunde gekochte Markknochen essen?
Hunde dürfen keine gekochten Markknochen essen. Hitze verändert die Knochenstruktur von Markknochen. Gekochte Markknochen werden spröde und zerbrechen leicht in scharfkantige Splitter, die Maul, Rachen, Speiseröhre, Magen und Darm des Hundes verletzen.
Neben der Gefahr einer Kieferverkeilung erhöhen gekochte Markknochen beim Hund das Risiko schwerer Verletzungen im gesamten Verdauungstrakt. Im schlimmsten Fall bohren Splitter des gekochten Markknochens die Darmwand des Hundes durch und verursachen eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung.
Dürfen Hunde rohe Markknochen essen?
Hunde dürfen keine rohen Markknochen essen. Rohe Markknochen splittern zwar seltener als gekochte Knochen, ihre ringförmige Form führt jedoch häufig dazu, dass sie sich beim Ausschlecken des Knochenmarks hinter den Eckzähnen des Unterkiefers verkeilen.
Rohe Markknochen erhöhen aufgrund ihrer großen Härte bei Hunden das Risiko für Zahnfrakturen. Rohe Markknochen können außerdem mit Krankheitserregern wie Salmonellen oder Escherichia coli belastet sein. Die Bakterien verursachen Infektionen bei Hunden und Menschen.
Dürfen Hunde Markklößchen essen?
Hunde dürfen keine Markklößchen essen. Markklößchen eignen sich aufgrund ihres hohen Fett- und Salzgehalts sowie der häufig enthaltenen Gewürze nicht für die Ernährung von Hunden.
Markklößchen bestehen aus Rinderknochenmark, Semmelbröseln, Weißbrot, Eiern, Butter oder zusätzlichem Fett sowie Gewürzen wie Salz, Muskat, Pfeffer und Petersilie, die in einer gesunden Hundeernährung keinen Platz haben. Das fettreiche Knochenmark belastet bei Hunden den Verdauungstrakt. Große Salzmengen stören bei Hunden den Wasser- und Elektrolythaushalt des Hundes. Enthalten Markklößchen Zwiebeln, Knoblauch oder größere Mengen Muskat, wirken diese Zutaten bei Hunden sogar giftig.
Was tun, wenn ein Hund Markknochen gegessen hat?
Wenn ein Hund Markknochen gegessen hat und ein ringförmiger Markknochen über dem Unterkiefer feststeckt, gehört der Hund umgehend in eine Tierarztpraxis oder Tierklinik. Eigenständige Versuche, den Markknochen mit Gewalt zu entfernen, erhöhen das Verletzungsrisiko.
Zeigt ein Hund nach dem Fressen eines Markknochens Symptome wie starkes Speicheln, Würgen, Schluckbeschwerden, Blut im Maul, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen oder ungewöhnliche Mattigkeit, besteht ein tierärztlicher Notfall. Verschluckte Markknochen verursachen Verstopfungen, Darmverschlüsse oder eine Durchbohrung der Darmwand. Bleibt der Kotabsatz des Hundes nach dem Verzehr eines Markknochens aus oder treten Erbrechen, starke Bauchschmerzen oder zunehmende Mattigkeit auf, gehört der Hund unverzüglich in eine Tierarztpraxis oder Tierklinik.
Hat der Hund einen Markknochen oder größere Knochenstücke verschluckt, darf kein Erbrechen ausgelöst werden. Beim Hochwürgen drohen durch die Markknochensplitter Verletzungen der Speiseröhre oder eine Blockade der Atemwege.
Wie viel Markknochen dürfen Hunde maximal essen?
Hunde dürfen gar keine Markknochen essen. Eine sichere Höchstmenge an Markknochen für Hunde gibt es nicht, da bereits ein einzelner Markknochen aufgrund seiner ringförmigen Form das Risiko einer Kieferverkeilung erhöht.
Schon ein einzelner Markknochen birgt für Hunde das Risiko von Zahnfrakturen, Verdauungsbeschwerden, Erstickungsanfällen, Darmverschlüssen und Verletzungen des Verdauungstrakts.
Markknochen gehören nicht zu einer sicheren und gesunden Ernährung von Hunden und bleiben grundsätzlich außerhalb ihrer Reichweite. Hunde erhalten weder rohe noch gekochte, Markknochen.
Dürfen Welpen Markknochen essen?
Welpen dürfen keine Markknochen essen. Gebiss und Kiefer von Welpen befinden sich noch in der Entwicklung und sind der hohen Belastung durch harte Markknochen nicht gewachsen. Das Risiko für Zahnverletzungen, Kieferverkeilungen und das Verschlucken größerer Markknochenstücke fällt bei Welpen besonders hoch aus.
Statt Markknochen eignen sich für Welpen weiche, gut verdauliche Kauartikel, die an das Alter und die Gebissentwicklung angepasst sind. Eine hochwertige Barf Ernährung versorgt junge Hunde mit allen wichtigen Nährstoffen, während geeignete Kauartikel das natürliche Kaubedürfnis unterstützen, ohne Zähne und Kiefer von Welpen unnötig zu belasten.
Alternativen zu Markknochen für Hunde
Statt Markknochen bietet unser Meisterbarf Sortiment zahlreiche sichere und artgerechte Knochenalternativen für Hunde. Unsere hochwertigen Knochen unterstützen die Zahngesundheit, trainieren die Kaumuskulatur, sorgen für Beschäftigung und liefern Hunden Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Eisen und Zink.
Unser Meisterbarf Sortiment bietet für Hunde jeder Größe und für jedes Kauverhalten eine große Auswahl an BARF Knochen. Dazu gehören unter anderem Kalbsbrustbein, Rinderkehlkopf, Ochsenschwanz, Hühnerhälse, Hühnerknie, Hühnerfüße, Putenhälse, Entenhälse, Gänsehälse, Fasanenkeulen, Fleischknochen vom Salzwiesenlamm, Lammkeulen, Pferdebrustbein, Pferderippen sowie hypoallergene Wild- und Kaninchenknochen. Für kleine Hunde, Welpen, Senioren und Hunde mit Zahnproblemen eignen sich außerdem gewolfte Knochen wie Kalbsbrustbein, Hühnerhälse, Hühnerknie, Hühnerkarkasse oder Pferdebrustbein sowie unser Knochenbrei vom Kaninchen oder Hirsch als natürliche Calciumquelle.
Für Hunde, die vor allem eine sichere Kaubeschäftigung benötigen, bietet Meisterbarf schonend luftgetrocknete BARF Snacks ohne Zucker, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe oder andere Zusätze an. Die natürlichen Kauartikel fördern die mechanische Zahnreinigung, unterstützen die Mundhygiene und beschäftigen Hunde über einen langen Zeitraum. Im Gegensatz zu Markknochen besitzen sie keine ringförmige Öffnung und bergen weder das Risiko einer Kieferverkeilung noch die typischen Gefahren harter Markknochen.

