Dürfen Hunde Pilze essen?
Ja, Hunde dürfen ungiftige Speisepilze in kleinen Mengen essen. Rohe Pilze und Wildpilze dürfen Hunde nicht essen, weil sie häufig für Hunde schwer verdaulich und giftig sind. Gekochte oder gegarte Zuchtpilze wie Champignons, Kräuterseitlinge und Austernpilze sind für Hunde sicher, unbedenklich und am besten geeignet.
Shiitake beispielsweise sind für Hunde gesund, da sie eine antioxidative Aktivität bei den Vierbeinern haben und bei der Symptomlinderung bei altersbedingten Erkrankungen wie Adipositas helfen. Das ergab die Studie „Shiitake mushroom powder supplementation increase antioxidative activity in dogs“ von A. Kusaba et al., die 2024 in der Zeitschrift „Frontiers in Veterinary Science“ veröffentlicht wurde.
Pilze enthalten für Hunde relativ viele Proteine, Vitamine B, D, K und E, Eisen, Phosphor, Kalium, Selen, Zink sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Die Pilze ähneln von der Zusammensetzung aus Nährstoffen eher Fleisch als Gemüse und sind dazu kalorienarm und wasserreich. Pilze sind aufgrund ihrer schwereren Verdaulichkeit nicht für empfindliche Hunde mit Magenproblemen geeignet.
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Welche Pilze dürfen Hunde essen?
Hunde dürfen Pilze wie Champignons, Steinpilze, Pfifferlinge und Kräuterseitlinge essen. Trüffel, Austernpilze, Maronen, Enoki Pilze, Shiitake, Portobello-Pilze, Maitake und Reishi-Pilze eignen sich für Hunde. Hunde dürfen alle Pilze essen, die auch für Menschen genießbar sind und aus sicherer Quelle stammen.
Zu den giftigen Pilzen für Hunde zählen unter anderem der Fliegenpilz, der Grüne Knollenblätterpilz, der Satansröhrling und der Pantherpilz. Giftige Wildpilze, die im Wald oder auf Wiesen wachsen, sind für Hunde überwiegend lebensgefährlich. Hunde sollten aufgrund des zu hohen Risikos nicht mit selbst gesammelten Pilzen gefüttert werden.
Welche Pilze Hunde genau essen dürfen, beschreiben wir im Folgenden detailliert.
Dürfen Hunde Champignons essen?
Ja, Hunde dürfen weiße und braune Champignons essen. Frische Champignons sind ungiftig für Hunde, sollten den Vierbeinern aber nur gekocht und ungewürzt gefüttert werden. Champignons aus dem Glas sind nicht für Hunde geeignet, da den Pilzen Salz und für den Vierbeiner schädliche Zusatzstoffe hinzugefügt werden.
Dürfen Hunde Steinpilze essen?
Ja, Hunde dürfen Steinpilze essen, wenn sie im Supermarkt gekauft werden. Bei der Wildsammlung besteht die Möglichkeit einer Verwechslungsgefahr mit giftigen Röhrlingen, weshalb ausschließlich Steinpilze aus dem Handel für Hunde geeignet sind. Steinpilze sollten für Hunde gegart werden, weil diese Pilzsorte schwerer verdaulich ist als Champignons.
Dürfen Hunde Pfifferlinge essen?
Ja, Hunde dürfen Pfifferlinge essen, aber nur in sehr kleinen Mengen. Pfifferlinge haben ein relativ festes Pilzgewebe, weshalb sie für Hunde schwerer verdaulich sind. Eingefrorene Pfifferlinge enthalten Bitterstoffe, die den Magen des Hundes reizen, weshalb man den Vierbeinern nur frische Pfifferlinge im gekochten Zustand geben sollte.
Dürfen Hunde Kräuterseitlinge essen?
Ja, Hunde dürfen Kräuterseitlinge essen, da sie zu den sehr verträglichen Pilzarten gehören. Gekochte Kräuterseitlinge sind für Hunde mild im Geschmack und daher auch bei den Vierbeinern sehr beliebt. Kräuterseitlinge enthalten weniger schwer verdauliche Stoffe als zum Beispiel Steinpilze oder Champignons.
Dürfen Hunde Trüffel essen?
Ja, Hunde dürfen Trüffel essen, aber in Maßen. Trüffel enthalten für Hunde keine giftigen Inhaltsstoffe, sie sind aber sehr intensiv im Geruch sowie Geschmack, weshalb sie nicht bei allen Vierbeinern auf Akzeptanz stoßen. Trüffel bringen Hunden keine nennenswerten ernährungsphysiologischen Vorteile, weshalb sie keinen wertvollen Bestandteil der Hundeernährung darstellen.
Dürfen Hunde Austernpilze essen?
Ja, Hunde dürfen Austernpilze essen, da sie Antioxidantien und wichtige Mineralien aufweisen. Austernpilze sind für die Vierbeiner besser zu verdauen als Steinpilze und sind von der Verträglichkeit mit Champignons zu vergleichen. Der würzige, herzhafte Geschmack der Austernpilze ist bei Hunden sehr beliebt.
Dürfen Hunde Maronen Röhrlinge essen?
Ja, Hunde dürfen Maronen Röhrlinge in Maßen essen. Maronen Pilze enthalten für Hunde mehr schwer verdauliche Stoffe und werden in der freien Wildbahn oft mit giftigen Pilzarten verwechselt. Maronen Röhrlinge sind für Hunde ausschließlich im Laden zu kaufen und vor der Fütterung ausreichend zu garen.
Dürfen Hunde Enoki Pilze essen?
Ja, Hunde dürfen Enoki Pilze essen. Enoki Pilze haben eine sehr zarte Struktur, weisen aber nur wenige Nährwerte für Hunde auf. Für Hunde sind Enoki Pilze nicht giftig, sie bringen den Vierbeinern aber auch keine echten Vorteile in der Ernährung. Insgesamt gelten Enoki Pilze eher als gelegentlicher Snack, aber nicht als sinnvoller Bestandteil der Hundeernährung.
Dürfen Hunde Shiitake essen?
Ja, Hunde dürfen Shiitake essen, da sie antioxidative Eigenschaften haben. Shiitake müssen für Hunde gründlich gekocht werden, weil sie sonst Haut- oder Magenreaktionen bei den Vierbeinern auslösen. Für empfindliche Hunde sind Shiitake weniger geeignet.
Dürfen Hunde Fliegenpilze essen?
Nein, Hunde dürfen auf keinen Fall Fliegenpilze essen, da sie für die Vierbeiner hochgiftig sind. Verzehrte Fliegenpilze greifen das Nervensystem an und verursachen bei Hunden Unruhe, Zittern, Bewusstseinsstörungen, Krämpfe, Organversagen und im schlimmsten Fall den Tod. Fliegenpilze erkennt man an dem roten Hut und den weißen Punkten.
Dürfen Hunde Wildpilze essen?
Nein, Hunde dürfen Wildpilze nicht essen, weil eine Vergiftungsgefahr besteht. Hunde sollten keine Pilze beim Spazierengehen fressen, da oft eine Ähnlichkeit zwischen essbaren und giftigen Pilzen besteht. Viele der Waldpilze und andere Pilze in der Natur sind giftig und führen bei Hunden zu Vergiftungserscheinungen wie Magen-Darm-Beschwerden, neurologischen Symptomen und Organversagen. Für Hunde sind nur essbare Pilze aus dem Supermarkt geeignet.
Dürfen Hunde rohe Pilze essen?
Nein, Hunde dürfen rohe Pilze nicht essen, da sie schwer zu verdauen sind. Rohe Pilze enthalten in den Zellwänden Chitin, einen Ballaststoff, der bei Hunden Bauchschmerzen, Durchfall und Magenschmerzen auslöst. Chitin wird durch Hitze abgebaut, weshalb sich gekochte Pilze für Hunde besser eignen als rohe.
Dürfen Hunde Pilze aus der Dose essen?
Nein, Hunde dürfen Pilze aus der Dose nicht essen, da das Gemüse in den meisten Fällen einen hohen Salzgehalt, künstliche Zusatzstoffe und giftige Gewürze aufweist. Dosenpilze sind für Hunde zwar nicht giftig, aber für die Hundegesundheit nicht ideal. Frische, ungewürzte und gut durchgegarte Pilze sind für Hunde deutlich besser geeignet als Pilze aus der Dose.
Dürfen Hunde gekochte Pilze essen?
Ja, Hunde dürfen gekochte Pilze essen, weil sie in diesem Zustand von den Vierbeinern am besten vertragen werden. Beim Kochen, Braten oder Dünsten dürfen keine Öle, Gewürze, Zwiebeln oder Knoblauch verwendet werden, da diese bei Hunden Übergewicht begünstigen und zum Teil giftig sind.
Das Garen, Kochen oder Dünsten von Pilzen für Hunde dauert etwa 8 Minuten. Beim Kochen der Pilze darf kein Salz verwendet werden und das Gemüse muss man abkühlen lassen, bevor man es dem Hund serviert. Pilze sollten vor dem Kochen immer gewaschen werden, um Schmutz oder potenzielle Schadstoffe auf dem Pilz zu vermeiden.
Dürfen Hunde gebratene Pilze essen?
Ja, Hunde dürfen gebratene Pilze essen, wenn keinerlei Fett wie Öl oder Butter verwendet wird. Gebratene Pilze vom Teller sollten nicht mit dem Hund geteilt werden, weil diese in den meisten Fällen in Fett angebraten wurden und für den Vierbeiner schädliche Gewürze aufweisen. Gekochte Pilze sind im Allgemeinen besser für Hunde geeignet als gebratene.
Wie viele Pilze dürfen Hunde essen?
Hunde dürfen einige Male pro Woche etwa 1 bis 2 Pilze (ungefähr 20 - 40 g) essen. Kleine Hunde sollten pro Mahlzeit nur 1 - 2 dünne Scheiben Pilze essen, mittelgroße Hunde dürfen einen halben Pilz auf einmal und große Hunde vertragen 1 Pilz pro Mahlzeit. Zu viele Pilze führen bei Hunden zu Blähungen und Durchfall.
Weißt du nicht, ob dein Hund Pilze verträgt, solltest du ihm zunächst ein kleines Stück vom ausgewählten Pilz gekocht füttern und beobachten, ob er Anzeichen des Unwohlseins oder einer Allergie aufzeigt. Pilze werden nicht von allen Hunden gleich gut vertragen, weshalb die Menge individuell auf die Bedürfnisse und vor allem auf die Größe sowie das Alter des Hundes abzustimmen ist.
Dürfen Welpen Pilze essen?
Nein, Welpen dürfen Pilze nicht essen, weil sie noch ein sehr empfindliches Magen-Darm-System haben. Pilze sollten bei Welpen und Junghunden vermieden werden, da sie auf Pilze höchstwahrscheinlich mit Magen-Darm-Problemen reagieren. Hunde dürfen ab dem erwachsenen Alter, etwa ab 1 - 1 ½ Jahren, Pilze essen.
Hundewelpen sind sehr neugierig und knabbern alles an, weshalb besonders auf Spaziergängen darauf geachtet werden sollte, dass sie keine Wildpilze fressen. Zu Hause sollten Pilze immer außer Reichweite des Welpen oder des Junghundes gelagert werden. Hat dein junger Hund Pilze gegessen, sollte der Tierarzt kontaktiert werden.
Alternativen zu Pilzen für Hunde
Alternativen zu Pilzen für Hunde sind ballaststoffreiches Gemüse wie Karotten, Kürbis und Zucchini. Ähnlich wie Pilze weist gekochtes Gemüse wie Spinat, Brokkoli und Grünkohl viele sekundäre Pflanzenstoffe auf und ist für Hunde geeignet. Einen ähnlich hohen Wassergehalt wie Pilze haben beispielsweise Gurken.
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