Dürfen Hunde Rehknochen essen?
Ja, Hunde dürfen rohe Rehknochen unter Aufsicht fressen. Rehknochen eignen sich beim Barfen sowohl als Bestandteil der Futterration als auch als gelegentliche Beschäftigung. Hunde dürfen Rehknochen ausschließlich roh erhalten, da erhitzte Knochen leichter splittern und scharfkantige Bruchstücke entstehen.
Rohe Rehknochen liefern Hunden vor allem Calcium und Phosphor. Calcium trägt bei Hunden zur Erhaltung stabiler Knochen und Zähne bei und unterstützt die Muskelkontraktion sowie die Reizweiterleitung im Nervensystem. Magnesium, Natrium und Zink aus Rehknochen unterstützen beim Hund unter anderem Muskeln und Nerven, den Flüssigkeitshaushalt sowie Haut, Fell und Immunsystem.
Gekochte, gebratene oder gegrillte Rehknochen eignen sich nicht für Hunde. Durch die Erhitzung verändert sich die Knochenstruktur der Rehknochen und das Risiko für Verletzungen durch scharfkantige Bruchstücke steigt.
Gewolfte Rehknochen eignen sich als Bestandteil einer ausgewogenen BARF-Ration. Ganze Rehknochen dienen vor allem als Kauartikel und beschäftigen Hunde durch längeres, intensives Kauen. Das Kauen auf Rehknochen beansprucht die Kiefer- und Kaumuskulatur des Hundes und spricht sein natürliches Bedürfnis nach Kauen und Zerkleinern an.
Das Kauen auf rohen Knochen wie Rehknochen unterstützt bei Hunden die mechanische Reinigung der Zähne und den Abrieb von Zahnstein. Diesen Effekt belegt die Studie „Raw beef bones as chewing items to reduce dental calculus in Beagle dogs“, die 2016 im „Australian Veterinary Journal“ veröffentlicht wurde. Größe, Härte und Form des Rehknochens richten sich nach Alter, Körpergröße, Zahnsubstanz und individueller Beißkraft des Hundes.
Rehknochen eignen sich für Hunde als natürlicher Bestandteil einer ausgewogenen Barf-Ernährung und liefern wichtige Mineralstoffe. Unser Meisterbarf Wildknochen Mix besteht in wechselnden Anteilen aus Reh- und Hirschbrustbein, Reh- und Hirschrippen sowie Gelenk- und Röhrenknochen. Unsere Wildknochen dienen Hunden als natürliche Quelle für Calcium und Phosphor.
Dürfen Hunde Rehknochen roh und gekocht essen?
Hunde dürfen nur rohe Rehknochen essen, da erhitzte Rehknochen durch Kochen, Braten oder Grillen spröder werden und leichter brechen. Erhitzte Rehknochen bergen für Hunde ein erhöhtes Verletzungsrisiko, da sich ihre Knochenstruktur verändert und scharfkantige Splitter entstehen.
Die 2025 in der Fachzeitschrift „Frontiers in Veterinary Science“ veröffentlichte Übersichtsarbeit „Functional significance and welfare implications of chewing in dogs (Canis familiaris)“ der University of Sydney beschreibt gekochte Knochen als besonders risikoreich für Hunde, da sie starke Reibung an der Darmschleimhaut verursachen und Krämpfe, Gasbildung, Schmerzen, Durchfall sowie Entzündungen begünstigen. In schweren Fällen entstehen durch den Verzehr gekochter Knochen beim Hund Geschwüre, Blutungen oder Infektionen im Verdauungstrakt.
Die folgende Übersicht zeigt, welche Rehknochen sich für Hunde eignen.
Dürfen Hunde gekochte Rehknochen essen?
Nein, Hunde dürfen keine gekochten Rehknochen essen, da Rehknochen durch das Kochen an Zähigkeit verlieren und beim Kauen leicht in scharfkantige Stücke brechen. Gekochte Rehknochenstücke bergen für Hunde ein hohes Verletzungsrisiko für Maul, Rachen, Speiseröhre, Magen und Darm. Im schlimmsten Fall verursachen gekochte Rehknochen bei Hunden einen Darmverschluss oder eine Perforation der Darmwand.
Hunde dürfen nur rohe Rehknochen essen, weil sich die Knochenstruktur beim Kochen durch die Hitze verändert. In der im Fachjournal „Archaeometry“ veröffentlichten Studie „The taphonomy of cooked bone: Characterizing boiling and its physico-chemical effects“ wurden die Auswirkungen des Kochens auf die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Knochen untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass mit zunehmender Kochdauer Kollagen abgebaut und die Knochenstruktur verändert wird. Der Abbau von Kollagen durch Hitze macht den Knochen weniger zäh und erhöht das Risiko, dass beim Kauen scharfkantige Knochenstücke entstehen.
Dürfen Hunde rohe Rehknochen essen?
Ja, Hunde dürfen rohe Rehknochen essen, da sie als Kauartikel Beschäftigung bieten und die mechanische Reinigung der Zähne unterstützen. Am besten eignen sich für Hunde rohe Rehknochen mit Fleischanteil, da sie neben Calcium und Phosphor auch weitere Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente liefern.
Rehknochen gehören in roher Form zu den natürlichen tierischen Bestandteilen einer artgerechten Hundeernährung. Das Kauen von Rehknochen beschäftigt den Hund, fördert die Kautätigkeit und spricht sein natürliches Kauverhalten an.
Auch rohe Rehknochen bergen für Hunde Risiken. Besonders harte Rehknochen erhöhen bei Hunden die Gefahr von Zahnfrakturen, während verschluckte Knochenstücke in Speiseröhre, Magen oder Darm stecken bleiben und dort Beschwerden oder Verletzungen verursachen. Hunde erhalten Rehknochen daher nur unter Aufsicht und in einer Größe und Härte, die zu Körpergröße, Gebiss und Kauverhalten des Hundes passen.
Rehrippen und Rehbrustbein besitzen eine weniger kompakte Knochenstruktur als harte, tragende Röhrenknochen vom Reh und eignen sich auch für Hunde mit empfindlichem Gebiss. Bei Welpen, Junghunden und Senioren richtet sich die Auswahl der Rehknochen nach Alter, Zahnzustand und individuellem Kauverhalten.
Dürfen Hunde Markknochen vom Reh essen?
Nein, Hunde dürfen keine Markknochen vom Reh essen, weil sie aufgrund ihrer Form, Härte und ihres hohen Fettgehalts Gesundheitsrisiken wie Kieferverkeilungen, Zahnfrakturen, Verdauungsbeschwerden, Erstickungsanfälle und Darmverschlüsse bergen.
Ringförmig gesägte Rehmarkknochen können sich beim Hund beim Ausschlecken des Knochenmarks hinter den Eckzähnen des Unterkiefers verhaken. Schiebt der Hund den Unterkiefer durch die Öffnung, sitzt der Markknochen vom Reh unter Umständen so fest, dass eine tierärztliche Entfernung unter Sedierung oder Vollnarkose erforderlich ist.
Markknochen vom Reh besitzen eine sehr harte äußere Knochenschicht und eignen sich deshalb für Hunde nicht als Kauartikel. Beim intensiven Kauen wirken hohe Kräfte auf Fang- und Backenzähne, wodurch Risse und Zahnfrakturen entstehen.
Das Knochenmark im Inneren von Rehmarkknochen zeichnet sich durch einen hohen Fettanteil aus. Für Hunde belastet der hohe Fettgehalt die Verdauung und erhöht insbesondere bei empfindlichen Hunden das Risiko einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Verschluckte Stücke von Rehmarkknochen bergen für Hunde die Gefahr von Erstickungsanfällen, Verstopfungen und Darmverschlüssen. Größere Knochenstücke bleiben unter Umständen im Magen oder Darm stecken und erfordern eine tierärztliche Behandlung. Erhitzte Rehmarkknochen erhöhen bei Hunden das Verletzungsrisiko zusätzlich, da sie leichter splittern und scharfkantige Bruchstücke Maul, Rachen, Speiseröhre, Magen oder Darm verletzen.
Dürfen Hunde gegrillte Rehknochen essen?
Nein, Hunde dürfen keine gegrillten Rehknochen essen, denn durch das Grillen splittern die Knochen leicht. Scharfkantige Rehknochensplitter bedeuten für Hunde ein hohes Verletzungsrisiko und verletzen den Mund- und Rachenraum sowie die Speiseröhre, den Magen oder die Darmwand des Hundes.
Gegrillte Rehknochen bergen für Hunde neben dem Verletzungsrisiko durch Splitter weitere Gefahren durch anhaftendes Fett, Salz, Gewürze und Marinaden. Fettreiche Speisereste belasten die Verdauung des Hundes, während größere Mengen Salz gesundheitsschädlich sind. Marinaden mit Zwiebeln oder Knoblauch machen gegrillte Rehknochen für Hunde zusätzlich problematisch, da beide Zutaten giftig sind. Rehknochenreste vom Grill gehören nicht in den Hundenapf und bleiben außerhalb der Reichweite des Hundes.
Dürfen Hunde gebratene Rehknochen essen?
Nein, Hunde dürfen keine gebratenen Rehknochen fressen, da das Braten die Knochenstruktur spröder macht. Beim Kauen zerbrechen gebratene Rehknochen leichter in scharfkantige Stücke und bergen ein hohes Risiko für die Zähne, das Zahnfleisch, den Rachen oder die Speiseröhre von Hunden.
Nach dem Verschlucken gebratener Rehknochen besteht für Hunde zusätzlich die Gefahr von Verstopfungen, Darmverschlüssen sowie Verletzungen von Magen und Darm.
Neben dem Verletzungsrisiko durch verschluckte Rehknochenstücke entstehen beim starken Erhitzen des an Rehknochen haftenden Fleisches heterozyklische aromatische Amine (HAA). Die in der Fachzeitschrift „Meat Science“ veröffentlichte Übersichtsarbeit „Heterocyclic aromatic amines in meat: Formation mechanisms, toxicological implications, occurrence, risk evaluation, and analytical methods“ beschreibt HAA als mutagene Verbindungen, von denen einige als krebserregend eingestuft sind.
Wie viel Rehknochen dürfen Hunde essen?
Hunde dürfen zehn Gramm Rehknochen pro Kilogramm Körpergewicht und Tag fressen. Erhält der Hund täglich Rehknochen als Teil seines Futters, beträgt der Knochenanteil der Mahlzeit höchstens 15 Prozent, was etwa zwei bis drei Gramm pro Kilogramm Körpergewicht entspricht.
Zu viele Rehknochen führen beim Hund zu Verdauungsproblemen, hartem Knochenkot und Verstopfung sowie zu einer übermäßigen Aufnahme von Calcium und Phosphor.
Wie oft dürfen Hunde Rehknochen essen?
Hunde dürfen täglich Rehknochen essen, wenn die Menge zur individuellen Barf-Ration passt und die Versorgung mit Calcium und Phosphor bedarfsgerecht bleibt. Gewolfte Rehknochen lassen sich bei Hunden entsprechend der berechneten Tagesmenge auf mehrere Mahlzeiten verteilen.
Ganze Rehknochen eignen sich für Hunde als regelmäßige Kauartikel. Eine feste Anzahl pro Woche lässt sich nicht pauschal festlegen, weil Größe, Härte und Knochenanteil der Stücke unterschiedlich ausfallen. Wenn der Hund ganze Rehknochen frisst, ist der aufgenommene Knochenanteil bei der Berechnung der Calcium- und Phosphorzufuhr sowie der gesamten Futtermenge zu berücksichtigen.
Sehr harter, trockener oder weißlich krümeliger Kot sowie Schwierigkeiten beim Kotabsatz weisen bei Hunden auf eine zu hohe Aufnahme von Rehknochen hin. Zeigt der Hund Beschwerden, wird die nächste Portion Rehknochen reduziert oder ausgelassen.
Dürfen Welpen Rehknochen essen?
Ja, Welpen dürfen ab etwa der achten Lebenswoche rohe Rehknochen in kleinen Mengen erhalten. Für junge Welpen eignen sich vor allem gewolfte Rehknochen als Bestandteil einer ausgewogenen Barf-Ernährung. Welpen erhalten ganze Rehknochen erst ab etwa dem siebten Lebensmonat, sobald der Zahnwechsel abgeschlossen und das bleibende Gebiss vollständig ausgebildet ist.
Welpen erhalten Rehknochen ausschließlich roh und unter Aufsicht. Größe, Härte und Form des Rehknochens richten sich nach Körpergröße, Entwicklungsstand des Gebisses und Kauverhalten des Welpen.
Bei Welpen richtet sich die Menge der Rehknochen nach dem individuellen Bedarf an Calcium und Phosphor. Gerade während des Wachstums beeinflusst das Verhältnis der Mineralstoffe die Entwicklung des Skeletts. Eine übermäßige Calciumaufnahme durch zu viele Rehknochen ist besonders bei schnell wachsenden Hunden großer Rassen problematisch. Zu große Mengen Knochen führen bei Welpen außerdem zu sehr festem Kot oder Verstopfung.
Alternativen zu Rehknochen für Hunde
Alternativen zu Rehknochen für Hunde sind andere Wildknochen und Wildprodukte aus unserem Meisterbarf Sortiment. Ob ganzer Hirschknochen, Fasankeulen oder Hirsch-Knochenbrei, unser Meisterbarf Shop bietet passende Alternativen zu Rehknochen für Hunde jeder Größe, jedes Alters und unterschiedlicher Gebiss- und Kauanforderungen.
Für kleine Hunde, Welpen, Senioren und Hunde mit empfindlichem Gebiss eignet sich unser fein gewolfener Hirsch-Knochenbrei. Die zerkleinerte Form der Knochen erleichtert Hunden die Aufnahme und ist ideal für Hunde, die größere oder härtere Wildknochen nur schwer zerkleinern können.
Unsere Fasankeulen sind eine weitere Alternative zu Rehknochen für Hunde. Fasankeulen liefern Protein und Calcium und eignen sich durch ihre feste Struktur vor allem als Kauartikel für mittelgroße und große Hunde. Fasan gehört zum Geflügel, weshalb sich Fasankeulen nicht für Hunde mit einer bekannten Geflügelallergie eignen.
Unser Meisterbarf Onlineshop bietet neben Wildknochen hochwertiges Barf-Wildfleisch für Hunde. Muskelfleisch vom Reh, Hirsch, Elch und Rentier liefert Hunden unter anderem Eisen, Zink, Selen und B-Vitamine. Mit Innereien, Knochen, Gemüse, Obst und weiteren Barf-Zutaten entsteht daraus eine ausgewogene Mahlzeit. Unser Wildfleisch für Hunde ist je nach Produkt in Stücken oder gewolft erhältlich. Größere Stücke eignen sich vor allem für mittelgroße und große Hunde. Gewolftes Wildfleisch eignet sich für kleine Hunde, Senioren sowie Hunde mit Kau- oder Schluckproblemen.

