Dürfen Hunde Rosinen essen?
Nein, Hunde dürfen keine Rosinen jeglicher Art essen, weil Rosinen, Korinthen, Sultaninen und Weintrauben giftig für Hunde sind. Der Verzehr von Rosinen führt bei Hunden unter anderem zu Durchfall, Magenschmerzen, Erbrechen, Zittern und Schwäche. Im schlimmsten Fall haben Rosinen bei Hunden Nierenversagen zur Folge.
Bereits bei mehr als 3 Gramm pro 1 Kilogramm Körpergewicht des Hundes sind Rosinen für die Vierbeiner giftig. Das zeigte die Studie “Canine Renal Pathology Associated with Grape or Raisin Ingestion: 10 Cases” von C. M. K. Morrow et al., die 2005 in der wissenschaftlichen Zeitschrift “Journal of Veterinary Diagnostic Investigation” veröffentlicht wurde. Rosinen sind weder als Snack noch als Teil der Hundenahrung anzusehen.
Rosinen sind genau wie Weintrauben hochgiftig für Hunde, weshalb von der Fütterung der Vierbeiner mit (getrockneten) Weintrauben unbedingt abzusehen ist. Bei Hunden mit Nierenproblemen ist das Risiko einer Rosinen-Vergiftung noch höher als bei gesunden Hunden.
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Im Folgenden erklären wir, was zu tun ist, wenn der Hund Rosinen gefressen hat.
Was tun, wenn Hund Rosinen gefressen hat?
Wenn Hunde Rosinen gefressen haben, ist umgehend ein Tierarzt aufzusuchen, auch wenn der Hund noch keine Symptome zeigt. Je schneller der Tierarzt den Vierbeiner zum Erbrechen bringt, desto weniger breitet sich das Gift im Hundekörper aus und desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit des Nierenversagens.
Kontaktiere am besten vor dem Arztbesuch den jeweiligen Tierarzt und frage ihn, ob du deinem Hund Hausmittel wie zum Beispiel Aktivkohle verabreichen solltest, um die Toxine im Hundekörper zu binden. Gib deinem Hund bei Verdacht einer Rosinen-Vergiftung keine Medikamente, Antibiotika oder Hausmittel, ohne mit dem Arzt darüber gesprochen zu haben. Handle bei einer potenziellen Rosinen-Vergiftung bei deinem Hund niemals ohne Anweisung des Tierarztes.
Es ist wichtig, dass dein Hund nach dem Rosinen-Verzehr direkt zum Tierarzt gebracht wird, noch bevor die Vergiftungssymptome auftreten, um dem Vierbeiner umgehend zu helfen. Sind mehrere Stunden seit dem Verzehr der Rosinen vergangen, wird der Hund stationär für mindestens 72 Stunden aufgenommen und die Nierenwerte werden überwacht. Liegt der Verzehr der Rosinen beim Hund schon 1 bis 2 Tage zurück, ist ein Nierenversagen in den meisten Fällen nicht aufzuhalten.
Eine mögliche Erklärung für die Toxizität der Rosinen und die entsprechenden Symptome bei Hunden ist, dass die in den Rosinen enthaltene Weinsäure der Auslöser für die Vergiftung und das Nierenversagen ist. Dies ergab die Studie “Acute kidney injury in dogs following ingestion of cream of tartar and tamarinds and the connection to tartaric acid as the proposed toxic principle in grapes and raisins” von C. A. Wegenast et al., die 2022 in der Zeitschrift “Journal of Veterinary Emergency and Critical Care” veröffentlicht wurde.
Die giftige Grenze von Rosinen bei Hunden liegt laut verschiedener Studien bei 3 g Rosinen pro 1 kg Körpergewicht, was zum Beispiel 30 g Rosinen für einen 10 kg schweren Hund bedeutet (etwa 30 Rosinen, denn 1 Rosine wiegt 1 g). Hat dein ausgewachsener Berner Sennenhund 3 bis 5 Rosinen gefressen, besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Gefahr der Vergiftung. Hat dein Chihuahua von 3 kg 10 Rosinen gefressen, ist diese Dosis für ihn potenziell tödlich und ein Tierarzt ist unbedingt zu konsultieren.
Symptome einer Rosinen Vergiftung beim Hund
Die Hauptsymptome einer Rosinen Vergiftung beim Hund sind Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen innerhalb der ersten 24 Stunden. Je nach verzehrter Rosinen-Menge treten bei einer unbehandelten Rosinen-Vergiftung Benommenheit, Appetitlosigkeit, Schwäche, Zittern und eine erhöhte Herz- sowie Atemfrequenz auf.
Ist das Nierenversagen beim Hund nach dem Rosinen-Verzehr bereits fortgeschritten, gehören zu den typischen Symptomen eine erhöhte Konzentration an Harnstoff im Blut, starkes Erbrechen, Bewegungseinschränkungen oder Schwäche, verminderte Urinausscheidung, ein zu hoher Phosphat- und Calciumspiegel sowie Nierenschäden durch Zellverletzungen. Dies zeigte die Studie “Acute renal failure in dogs after the ingestion of grapes or raisins: a retrospective evaluation of 43 dogs (1992-2002)” von P. A. Eubig et al., die 2005 in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift “Journal of Veterinary Internal Medicine” erschien.
Nach 72 Stunden unbehandelter Rosinen-Vergiftung erleidet der Hund mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Nierenversagen, was schließlich zum Tod führt. Es ist nicht bewiesen, bei welchen Hunden Symptome auftreten. Einige Hunde sind nach dem Rosinen-Verzehr symptomfrei, andere entwickeln akutes Nierenversagen. Stand heute (November 2025) wurde noch nicht vollständig geklärt, warum die Inhaltsstoffe der Rosinen für einige Hunde giftig sind und für andere nicht, weshalb kein Hund Rosinen fressen sollte.
Dürfen Welpen Rosinen essen?
Nein, Welpen dürfen Rosinen nicht essen, da Rosinen für die jungen Hunde genau wie für adulte Fellnasen hochgiftig sind. Bereits winzige Mengen an Rosinen können bei Welpen aufgrund ihres geringen Körpergewichts zu akutem Nierenversagen führen. Ein Welpenkörper ist klein und empfindlich gegenüber toxischen Stoffen wie denen in Rosinen.
Welpen wiegen in den meisten Fällen nur wenige Kilogramm, weshalb die giftige Dosis bei ihnen viel schneller erreicht ist als bei ausgewachsenen Hunden. Hat dein Welpe versehentlich Rosinen gefressen, solltest du nicht abwarten, sondern ihn umgehend in die nächste Tierarztpraxis oder Tierklinik bringen. Giftstoffe können die Nieren eines Welpen in der Entwicklung viel schneller und stärker schädigen als bei erwachsenen Hunden.
Dürfen Hunde Weintrauben statt Rosinen essen?
Nein, Hunde dürfen nicht Weintrauben statt Rosinen essen, da Weintrauben wie Rosinen für die Vierbeiner giftig sind. Weintrauben enthalten zwar weniger Toxine als Rosinen, dennoch sind sie nicht dem Hund zu verfüttern. Die giftige Menge von Weintrauben liegt bei 10 Gramm Weintrauben pro 1 Kilogramm Gewicht des Hundes.
Sowohl Weintrauben als auch getrocknete Weintrauben lösen bei Hunden potenziell eine schwere, teils lebensbedrohliche Niereninsuffizienz aus. Grüne und lila Weintrauben, kernhaltige und kernlose sowie frische und getrocknete Weintrauben sind gleichermaßen toxisch für Hunde. Genau wie Weintrauben sind auch Traubentrester für Hunde hochgiftig.
Gesunde Alternativen zu Rosinen für Hunde
Gesunde Alternativen zu Rosinen für Hunde sind Obstsorten wie entkernte Äpfel und Birnen, Bananen, Erdbeeren, Blaubeeren, Melone, Mango und Pfirsich. Hundefreundliches Gemüse wie Karotten, Gurke, Sellerie, Spinat, Brokkoli, Rote Beete, Zucchini oder Kürbis eignen sich als optimale Alternative zu Rosinen für Hunde.
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