Dürfen Hunde Schnee essen?
Nein, Hunde dürfen keinen Schnee essen, weil die Gefahr einer Schneegastritis besteht und Schnee Schadstoffe enthalten kann. Sauberer Schnee ist zwar nicht giftig, führt im Übermaß aber besonders bei sensiblen Hunden zu starken Bauchschmerzen und Durchfall. Vor allem große Mengen und unreiner Schnee sind gefährlich.
Schnee kann unter anderem Bakterien verschiedener Gattungen enthalten, die unterschiedliche Infektionen auslösen können. Das ergab die Studie „Snow angels – the microbiology of freshly fallen snow: implications for immunocompromised patients“ von J. E. Moore et al., die 2018 in der Zeitschrift „Journal of Water and Health“ veröffentlicht wurde.
Im Schnee sind oft Streusalz, Chemikalien oder Dreck enthalten, die schädlich für Hunde sind. Hunde fressen in den meisten Fällen Schnee, weil sie Durst haben, Beschäftigung suchen oder die darin enthaltenen Stoffe interessant und schmackhaft finden.
Es ist am sichersten, das Verhalten des Schneefressens von Anfang an beim Hund zu unterbinden, da sich Verunreinigungen im Schnee mit bloßem Auge oft nicht erkennen lassen. Hunde sollten möglichst keinen Schnee fressen, um gesundheitliche Risiken beim Vierbeiner zu vermeiden. Statt Schnee sollten Hunde ausschließlich hochwertige und sichere Lebensmittel wie die in unserem Meisterbarf Onlineshop fressen.
Warum dürfen Hunde keinen Schnee essen?
Hunde dürfen keinen Schnee essen, weil vor allem die starke Kälte die Magenschleimhaut des Vierbeiners reizt. Eine große Menge Schnee führt bei Hunden häufig zu einer Entzündung der Magenschleimhaut, einer Schneegastritis. Das Schneefressen begünstigt bei Hunden gesundheitliche Beschwerden wie Verdauungsprobleme.
Neben der Kälte besteht das Problem mit Schnee für Hunde darin, dass die Schneedecke selten vollständig sauber ist. Schnee nimmt Schmutz, Bakterien und andere Verunreinigungen über den Boden auf. Besonders in Städten oder entlang von Straßen befinden sich potenziell Streusalz, Chemikalien oder Frostschutzmittel im Schnee, die für Hunde giftig sowie lebensgefährlich sind.
Im Schnee können sich Splitt, kleine Steine, Scherben oder andere harte Gegenstände befinden, die beim Verschlucken durch den Hund potenzielle Verletzungen im Maul oder Verdauungstrakt verursachen. Im schlimmsten Fall kommt es durch das Verschlucken von Steinen oder Gegenständen im Schnee beim Hund zu einem gefährlichen Darmverschluss.
Ist es schlimm, wenn Hunde Schnee fressen?
Ja, es ist schlimm, wenn Hunde Schnee fressen. Auch wenn nicht jede kleine Menge Schnee sofort gesundheitliche Folgen beim Hund hat, lässt sich nie sicher beurteilen, ob der Schnee tatsächlich sauber ist oder Schadstoffe enthält. Gerade entlang von Straßen, Gehwegen oder Parkplätzen befinden sich oft Streusalz, Dreck oder Chemikalien im Schnee. Selbst sauberer Schnee reizt in großen Mengen den Magen des Hundes und verursacht Beschwerden.
Was passiert, wenn Hunde Schnee fressen?
Wenn Hunde Schnee fressen, kann sich aufgrund der starken Kälte und möglicher Verunreinigungen im Magen eine Schneegastritis entwickeln. Typische Symptome einer Schneegastritis bei Hunden sind Futterverweigerung, Unwohlsein, Bauchschmerzen, starkes Speicheln, Erbrechen, blutiger Durchfall, Würgen und Fieber.
Zeigt der Hund eines oder mehrere der Anzeichen einer Schneegastritis, sollte ein Tierarzt kontaktiert werden. Bei starken Beschwerden nach dem Schneefressen oder wenn der Hund apathisch wirkt, ist ein sofortiger Tierarztbesuch erforderlich. Die Behandlung des Hundes nach dem Schneefressen richtet sich nach der Ursache der Symptome und dem Schweregrad der Beschwerden.
Vom Tierarzt werden bei einer leichten Schneegastritis beim Hund häufig Medikamente verabreicht, die den Magen des Vierbeiners beruhigen und die Magenschleimhaut schützen. In vielen Fällen empfiehlt der Tierarzt die Fütterung des betroffenen Hundes mit einer Schonkost, beispielsweise aus gekochtem Hühnerfleisch mit ungewürztem Reis.
Bleibt eine ausgeprägte Schneegastritis beim Vierbeiner unbehandelt, werden sich die Beschwerden mit hoher Wahrscheinlichkeit verschlimmern und sich langfristige Folgen für den Hundemagen entwickeln. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen nach dem Schneefressen durch den Hund sollte immer tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Wie kann man einem Hund das Schnee fressen abgewöhnen?
Man kann einem Hund das Schnee fressen abgewöhnen, indem man den Hund beim Spaziergang an der Leine hält, ihn aufmerksam beobachtet und frühzeitig eingreift. Ein klares Abbruchkommando sollte mit dem Hund regelmäßig trainiert werden und bei richtigem Verhalten sollte man ihn mit einem Leckerli belohnen.
An der Leine und mit dem Abbruchkommando lernt der Hund mit der Zeit, dass er keinen Schnee fressen darf. Neben dem Training sorgen auch Leckerli oder Spielzeuge unterwegs für ausreichend Beschäftigung und lenken den Hund vom Schneefressen ab. Vor dem Spaziergang sollte der Hund ausreichend Wasser trinken, damit er seinen Durst nicht mit Schnee stillen möchte.
Schneebälle zum Spielen sollten während des Spaziergangs vermieden werden, da sie den Hund dazu animieren, Schnee aufzunehmen. Bei Hunden, die sich trotz Training nicht vom Schneefressen abhalten lassen, ist in Absprache mit dem Tierarzt oder einem Hundetrainer vorübergehend ein gut sitzender Maulkorb sinnvoll, um das Fressen von Schnee zuverlässig zu verhindern.
Alternativen zu Schnee für Hunde
Alternativen zu Schnee für Hunde sind frisches Trinkwasser vor und nach dem Spaziergang im Winter, Suchspiele mit Leckerli oder geeignetes Hundespielzeug als Beschäftigung. Wer längere Ausflüge mit dem Hund plant, sollte eine Wasserflasche oder einen faltbaren Napf mitnehmen, damit der Hund unterwegs trinken kann.
Mit Suchspielen, Leckerli oder Spielzeugen während des Spaziergangs bleiben Hunde ausgelastet und versuchen nicht, Schnee zu fressen. Regelmäßige Bewegung, ausreichend Beschäftigung und eine gute Flüssigkeitsversorgung sind die besten Voraussetzungen, um das unerwünschte Schneefressen beim Hund dauerhaft zu vermeiden.
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