Dürfen Katzen Hundefutter essen?
Nein, Katzen dürfen Hundefutter nicht essen, weil Hundefutter nicht an den Nährstoffbedarf der Katze angepasst ist und bei häufiger Fütterung zu Mangelerscheinungen führt. Hundefutter enthält viele Kohlenhydrate sowie zu wenig Eiweiß, Fett und Aminosäuren, was bei Katzen langfristig zu Mangelerscheinungen führt.
Ohne ausreichend tierisches Eiweiß entstehen bei Katzen schwere Nährstoffmängel. Katzen benötigen 26 % Protein in der Trockenmasse, während Hunde nur 18 % Protein benötigen. Das zeigte die Studie “Drivers of Palatability for Cats and Dogs – What It Means for Pet Food Development” von P. E. Watson et al., die 2023 in der Zeitschrift “Animals (Basel)” erschien.
Eine kleine Menge an Hundefutter als Ausnahme ist für Katzen in Ordnung, wenn sie es nicht regelmäßig frisst. Hunde und Katzen haben von Grund auf unterschiedliche Anforderungen an das Futter, weshalb die Fütterung der Katze mit Hundefutter dauerhaft zu gesundheitlichen Problemen führt. Hunde wären in der Lage, ihren Nährstoffbedarf mit taurinfreier und vegetarischer Kost zu decken, Katzen nicht.
Wir bei Meisterbarf verkaufen hochwertiges Barf Katzenfutter mit ausreichendem Proteingehalt und beschäftigen uns daher jeden Tag mit der Ernährung von Katzen. Nachfolgend erklären wir genau, weshalb Katzen kein Hundefutter essen dürfen.
Warum dürfen Katzen kein Hundefutter essen?
Katzen dürfen kein Hundefutter essen, weil der Proteingehalt und der Taurinanteil zu niedrig sind. Hundefutter enthält viele Kohlenhydrate, die Katzen nicht vertragen. Hundefutter weist für Katzen eine unpassende Nährstoffzusammensetzung auf. Katzen benötigen viel tierisches Protein und Fett.
Katzen haben andere Bedürfnisse bei der Ernährung, weil sie Karnivoren sind. Für Karnivoren sollten die Mahlzeiten zu 95 % aus tierischen Zutaten wie Muskelfleisch und Innereien bestehen. Hunde-Mahlzeiten enthalten neben Fleisch bis zu 30 % Obst und Gemüse, weil Hunde Semi-Karnivoren sind. Hunde vertragen nicht zu viel Eiweiß im Futter, was die Katze hingegen benötigt, um ihre Gesundheit zu erhalten.
Im Gegensatz zu Hunden benötigen Katzen unter anderem viel Vitamin A, Arachidonsäure und Taurin und haben einen höheren Bedarf an Arginin und den Vitaminen Niacin (Vitamin B3) sowie Pyridoxin (Vitamin B6). Das ergab der Bericht “Nutritional Requirements of Small Animals” von S. L. Sanderson, der 2023 im Referenzhandbuch “MSD Veterinary Manual” veröffentlicht wurde. Katzen brauchen im Futter viel Taurin, da es für ihr Herz und ihre Augen notwendig ist. Katzen sind nicht imstande, das Taurin selbst zu produzieren, Hunde hingegen schon, weshalb im Hundefutter nur sehr wenig Taurin enthalten ist.
Hundefutter und Katzenfutter unterscheiden sich in der Zusammensetzung. Barf Hundefutter setzt sich zum Beispiel aus 70 bis 80 % tierischen und 20 bis 30 % pflanzlichen Komponenten zusammen. Die tierischen Komponenten bestehen aus 50 % Muskelfleisch, 20 % Pansen, 15 % Knochen und 15 % Innereien. Die pflanzlichen Komponenten setzen sich aus 75 % Gemüse und 25 % Obst zusammen. Barf Katzenfutter besteht zu 95 % aus tierischen (70 - 80 % Muskelfleisch, davon 10 % Herz, 10 bis 15 % Innereien, 5 % Knochen) und höchstens zu 5 % aus pflanzlichen Zutaten.
Vor allem Barf Hundefutter enthält Pansen, was in den meisten Katzenfutter-Sorten nicht vorhanden ist, da bei Pansen der Anteil an Bindegewebe zu hoch ist. Katzen verdauen das Bindegewebe im Pansen nicht gut. Die meisten Hunde vertragen Pansen optimal und profitieren dabei von den wichtigen Omega-3-Fettsäuren.
Was passiert, wenn die Katze versehentlich Hundefutter frisst?
Wenn die Katze versehentlich Hundefutter frisst, müssen sich Haustierbesitzer keine Sorgen machen, denn das einmalige Fressen von Hundefutter löst bei der Katze keine Schäden aus. Frisst die Katze dauerhaft Hundefutter, ist mit ernsthaften gesundheitlichen Konsequenzen zu rechnen.
Frisst die Katze Hundefutter regelmäßig, treten Nebenwirkungen wie Verdauungsprobleme, Gewichtsabnahme, vermindertes Wohlbefinden, weniger Energie, Verlust von Muskelmasse und stumpfes Fell auf. Eine andauernde Fütterung der Katze mit Hundefutter führt beim Vierbeiner zu einer Vergrößerung des Herzmuskels, Schäden an der Netzhaut, Fortpflanzungsproblemen und einem schwachen Immunsystem.
Statt Hundefutter sollte man Katzen besser menschliches Fleisch oder Fisch ohne Gewürze kochen, wenn man kein passendes Katzenfutter im Haus hat. Sollten bei der Katze nach dem Verzehr von Hundefutter Erbrechen oder Durchfall oder andere schwerwiegende Symptome auftreten, solltest du sie umgehend zum Tierarzt bringen. Hundefutter ist für Katzen nicht giftig, dennoch sollten Katzen nicht regelmäßig Hundefutter fressen, um Mängel, Schäden, Magen-Darm-Probleme und die Entwicklung von Krankheiten zu vermeiden.
Wie kann man verhindern, dass Katzen Hundefutter essen?
Man kann verhindern, dass Katzen Hundefutter essen, indem man das Katzenfutter auf eine höhere Oberfläche stellt, die Tiere bei der Fütterung räumlich trennt oder die Haustiere zeitlich getrennt füttert. Man sollte separate Fütterungsbereiche und gesonderte Näpfe bereitstellen, damit Katzen kein Hundefutter essen.
Wie man verhindern kann, dass Katzen Hundefutter essen, zeigt die folgende Liste im Detail.
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Katzenfutter erhöht aufstellen: Stelle das Katzenfutter erhöht auf, damit die Katze ausschließlich ihr eigenes Futter frisst. Möglichkeiten für die erhöhte Platzierung des Katzennapfs sind die Fensterbank, ein Regal oder der Kratzbaum mit Ablage. Hunde kommen an erhöhte Plätze nicht dran, weshalb es sie auch davon abhält, Katzenfutter zu essen.
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Tiere räumlich trennen: Trenne Hund und Katze beim Füttern räumlich, um zu verhindern, dass die Katze das Hundefutter isst. Schließe die Türen der beiden Räume, sodass die Katze nach der Fütterung nicht zum Hundenapf gelangt. Lasse die beiden Tiere erst wieder in denselben Raum, wenn beide fertig gefressen haben.
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Tiere zeitlich getrennt füttern: Füttere deinen Hund und deine Katze zeitlich getrennt voneinander, damit die Katze bereits satt ist, wenn der Hund gefüttert wird. Das Fressen des Hundefutters durch die Katze wird verhindert, wenn die Tiere immer zu festgelegten, unterschiedlichen Zeiten gefüttert werden.
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Separate Fütterungsbereiche ermöglichen: Ermögliche für deinen Hund und deine Katze separate Fütterungsbereiche, damit sich ihre Wege bei der Fütterung nicht kreuzen. Mit separaten Fütterungsbereichen können Hunde und Katzen zur gleichen Zeit im selben Raum gefüttert werden, ohne dass die Katze das Hundefutter frisst.
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Getrennte Näpfe bereitstellen: Stelle getrennte Näpfe bereit, denn Katzen sollten nicht aus dem gleichen Napf wie Hunde fressen. Getrennte Näpfe helfen den Tieren, optisch zu unterscheiden, welches Futter und welcher Futternapf ihnen gehört. Hunde benötigen in den meisten Fällen größere, tiefere Näpfe als Katzen.
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Tiere beim Fressen beobachten: Beobachte Hund und Katze beim Fressen, sodass du einschreiten kannst, sollte die Katze versuchen, das Hundefutter zu essen. Versperre der Katze direkt den Weg, wenn sie zum Hundenapf geht.
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Hundenapf direkt leeren: Leere den Hundenapf direkt, wenn dein Hund fertig ist mit Fressen. Leerst du den Hundenapf umgehend nach der Fütterung, hat die Katze keine Möglichkeit, sich an dem restlichen Futter zu bedienen.
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Tiere von Anfang an trainieren: Trainiere deinen Hund und deine Katze von Anfang an, sodass sie stets aus ihrem eigenen Napf und jeden Tag nur an der ihnen zugewiesenen Stelle fressen. Vermittle deinen Haustieren, dass der Futternapf des jeweils anderen Tieres tabu ist.
Man sollte die Futtersorte wechseln oder das Katzenfutter abwechslungsreicher sowie mit anderen Zutaten gestalten, wenn die Katze ihr Fressen dauerhaft verweigert und sich am Hundenapf bedient. Die Geschmackssorte des Katzenfutters sollte man individuell anpassen, da jede Katze andere Vorlieben und Bedürfnisse hat. Katzen dürfen nur in Ausnahmefällen Hundefutter in geringen Mengen essen, wenn man vergessen hat, Katzenfutter einzukaufen.
Am besten gibt man seiner Katze hochwertiges Katzenfutter, da Katzen Hundefutter nicht essen dürfen. Katzenfutter ist auf die Ernährungsbedürfnisse des Tieres abgestimmt. In unserem Barf Shop von Meisterbarf verkaufen wir erstklassiges Barf Fleisch, Innereien und natürliche Barf Zusätze, die sich hervorragend für eine ausgewogene und artgerechte Ernährung von Katzen eignen.

