Dürfen Hunde Koriander essen?
Ja, Hunde dürfen Koriander essen, weil das Kraut Hunden Vitamin A, C und K sowie Kalzium, Kalium und Eisen liefert. Koriander eignet sich in kleinen Mengen als gesunde Ergänzung der Barf Ernährung für Hunde.
Koriander gehört zur Familie der Doldenblütler und liefert Hunden Antioxidantien wie Beta-Carotin, Lutein und Vitamin C. Die Antioxidantien schützen die Körperzellen des Hundes vor oxidativem Stress und stehen mit einer Verringerung entzündlicher Prozesse in Verbindung. Koriander unterstützt die Verdauung des Hundes, indem er die Bildung von Verdauungssäften fördert. Bei manchen Hunden lindert Koriander Blähungen oder Magenverstimmungen.
Koriander liefert Hunden zahlreiche Polyphenole, die als sekundäre Pflanzenstoffe gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen. Laut dem in der Fachzeitschrift „Molecules“ veröffentlichten Fachartikel „Coriander (Coriandrum sativum L.) Polyphenols and Their Nutraceutical Value against Obesity and Metabolic Syndrome“ enthält Koriander zahlreiche Polyphenole wie Quercetin, Kaempferol, Rutin und Chlorogensäure. Laut dem Review „Beneficial Effects of Nutraceuticals, Especially Polyphenols on Canine Health“ stärken Polyphenole die Darmgesundheit von Hunden, indem sie die Zusammensetzung des Mikrobioms positiv beeinflussen und chronische Entzündungen beim Hund lindern. Polyphenole, die im Koriander enthalten sind, weisen bei Hunden neuroprotektive, kardioprotektive und potenziell krebshemmende Eigenschaften auf.
In diesem Artikel erfährst du, welchen Koriander Hunde essen dürfen, wie viel Koriander für Hunde geeignet ist, wie Koriander für Hunde richtig zubereitet wird und ob Welpen Koriander essen dürfen. Außerdem stellen wir alternative Kräuter für Hunde sowie ausgewählte Barf Produkte von Meisterbarf mit hochwertigen Kräutern vor.
Welchen Koriander dürfen Hunde essen?
Hunde dürfen Koriander sowohl in frischer als auch in getrockneter Form essen. Koriandersamen sind für Hunde ebenfalls ungiftig, eignen sich aufgrund ihres höheren Gehalts an ätherischen Ölen jedoch ausschließlich in kleinen Mengen.
Hunde dürfen ausschließlich frischen, getrockneten oder fein gemahlenen Koriander bzw. Koriandersamen ohne Zusätze essen.
Dürfen Hunde getrockneten Koriander essen?
Ja, Hunde dürfen getrockneten Koriander essen. Durch den Wasserverlust während des Trocknens liegen Mineralstoffe und viele sekundäre Pflanzenstoffe in getrocknetem Koriander in höherer Konzentration vor. Empfindliche Vitamine wie Vitamin C gehen bei getrocknetem Koriander teilweise verloren.
Getrockneten Koriander serviert man Hunden als kleine Prise über dem Futter. Gemahlener oder gerebelter getrockneter Koriander erhält der Hund ausschließlich pur sowie ohne Salz, Zucker, Gewürze oder andere Zusätze. Für Hunde genügen kleine Mengen getrockneten Korianders als Ergänzung des Futters.
Dürfen Hunde frischen Koriander essen?
Ja, Hunde dürfen frischen Koriander essen. Für Hunde eignen sich vor allem die frischen Korianderblätter, da sie zart und leichter verdaulich sind als die Stängel.
Frische Korianderblätter dürfen Hunde sowohl roh als auch gekocht essen, sofern sie ohne Salz, Gewürze oder andere Zusätze zubereitet wurden.
Vor der Fütterung werden die frischen Blätter des Korianders gründlich gewaschen, fein gehackt und in kleinen Mengen unter das Hundefutter gemischt. Frische Korianderstängel sind schwerer verdaulich als die Blätter. Um die Verdaulichkeit zu verbessern, werden Korianderstängel fein gehackt und ausschließlich in kleinen Mengen an Hunde verfüttert.
Dürfen Hunde Koriandersamen essen?
Ja, Hunde dürfen Koriandersamen essen. Aufgrund ihres hohen Gehalts an ätherischen Ölen und Gewürzstoffen eignen sich Koriandersamen für Hunde ausschließlich in kleinen Mengen.
Vor der Fütterung werden ganze Koriandersamen leicht zerstoßen oder gemahlen, damit sie vom Hund besser verdaut werden. Bereits eine kleine Prise Koriandersamen reicht für Hunde aus.
Große Mengen ganzer oder gemahlener Koriandersamen reizen den Verdauungstrakt von Hunden. Hunde erhalten Koriandersamen ausschließlich pur sowie ohne Salz, Zucker oder andere Gewürze.
Wie viel Koriander dürfen Hunde essen?
Hunde dürfen Koriander ausschließlich in kleinen Mengen essen. Kleine Hunde mit 9 bis 14 kg erhalten bis zu ½ Teelöffel fein gehackten frischen Koriander pro Tag. Große Hunde mit 23 bis 41 kg erhalten bis zu 1½ Teelöffel Koriander.
Die Futtermenge an Koriander richtet sich nach der Größe des Hundes. Sehr kleine Hunde bis 9 kg erhalten bis zu ¼ Teelöffel fein gehackten frischen Koriander pro Tag. Mittelgroße Hunde mit 14 bis 23 kg erhalten bis zu einem Teelöffel. Sehr große Hunde mit mehr als 41 kg erhalten bis zu zwei Teelöffel fein gehackten frischen Koriander pro Tag.
Koriander eignet sich bei Hunden nicht als Hauptquelle für Vitamine und Mineralstoffe. Leckerbissen und Kräuter machen höchstens 10 % der täglichen Kalorienaufnahme aus. Der überwiegende Teil der täglichen Energie stammt aus einer bedarfsgerechten Barf Ernährung.
Hunde erhalten Koriander zunächst in einer sehr kleinen Menge. Anschließend erfolgt eine Beobachtung auf Durchfall, Erbrechen oder andere Verdauungsbeschwerden. Allergische Reaktionen auf Koriander treten bei Hunden selten auf, äußern sich jedoch unter anderem durch Hautrötungen, Juckreiz, Quaddeln, Erbrechen, Durchfall, Atembeschwerden oder Ohrentzündungen. Treten beim Hund nach dem Verzehr von Koriander Symptome auf, bekommt er keinen weiteren Koriander und wird tierärztlich untersucht.
Wie sollte man Koriander für Hunde zubereiten?
Um Koriander für Hunde zuzubereiten, sollte man die frischen Blätter zunächst gründlich gewaschen, um Schmutz sowie mögliche Rückstände von Pflanzenschutzmitteln zu entfernen. Die Korianderblätter werden fein gehackt und direkt unter das Futter des Hundes gemischt.
Hunde erhalten vorzugsweise die Blätter des Korianders, da sie zarter und leichter verdaulich sind als die Stängel. Korianderstängel erhalten Hunde ausschließlich fein gehackt und in kleinen Mengen.
Hunde erhalten Koriander ausschließlich pur. Für Menschen zubereitete Speisen wie Salate, Dips oder andere Gerichte mit Koriander eignen sich nicht, da sie häufig Zwiebeln, Knoblauch, Salz oder stark gewürzte Zutaten enthalten, die für Hunde gesundheitsschädlich sind.
Purer Koriander eignet sich als gesunde und nährstoffreiche Zutat für selbst gebackene Hundeleckerlis. Ein einfaches Rezept besteht aus Haferflocken, einem Ei, geraspelten Karotten und fein gehacktem Koriander. Die Zutaten werden zu einem Teig vermischt, zu kleinen Leckerlis geformt und bei etwa 160 °C im Backofen 20 bis 25 Minuten gebacken. Nach dem Abkühlen erhalten Hunde die Koriander Leckerlis in kleinen Mengen.
Dürfen Welpen Koriander essen?
Ja, Welpen dürfen Koriander essen. Frischer oder getrockneter Koriander ist für Welpen gesund und liefert Vitamin A, Vitamin C, Vitamin K und sekundäre Pflanzenstoffe. Die Nährstoffe des Korianders unterstützen bei Welpen die Entwicklung der Knochen, die Blutgerinnung, das Immunsystem und den Zellschutz.
Im Rahmen der Barf Ernährung erhalten Welpen nur wenige fein gehackte Korianderblätter. Nach der ersten Fütterung erfolgt eine Beobachtung des Welpen auf Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Appetitlosigkeit, Juckreiz oder andere Unverträglichkeitsreaktionen. Treten Beschwerden auf, erhält der Welpe künftig keinen Koriander mehr.
Das Verdauungssystem von Welpen ist noch nicht vollständig entwickelt und reagiert empfindlicher auf neue Lebensmittel als das von ausgewachsenen Hunden. Welpen decken ihren Nährstoffbedarf überwiegend über ein ausgewogenes Welpenfutter. Sehr junge Welpen oder Welpen mit Verdauungsproblemen erhalten Koriander erst nach tierärztlicher Rücksprache.
Alternative Kräuter zu Koriander für Hunde
Alternative Kräuter zu Koriander für Hunde sind Basilikum, Minze, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Salbei und Thymian. Fenchel, Dill, Kamille, Majoran, Löwenzahn und Brennnessel ergänzen die gesunde Hundeernährung ebenfalls in kleinen Mengen.
Petersilie unterstützt Hunde unter anderem bei der Verdauung und trägt zu einem frischeren Atem bei. Minze steht mit einer Linderung von Übelkeit, Blähungen und Magenverstimmungen in Verbindung. Basilikum liefert Hunden Antioxidantien und besitzt entzündungshemmende Eigenschaften. Rosmarin unterstützt den Stoffwechsel und liefert antioxidative Pflanzenstoffe. Thymian und Oregano besitzen antioxidative und antimikrobielle Eigenschaften. Alle Kräuter, die dem Hund gegeben werden, stammen idealerweise aus biologischem Anbau.
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