Haarausfall beim Hund: Ursachen & Was tun
Haarausfall beim Hund ist während des Fellwechsels normal, kann zusammen mit weiteren Symptomen hingegen krankhaft sein. Haarausfall beim Hund hat zum Beispiel funktionelle und strukturelle Störungen der Haarwurzeln, Parasiten und Pilze, Allergien, hormonelle Erkrankungen oder einen Nährstoffmangel als Ursache.
Vor allem die Flankenalopezie bei Hunden als Hauterkrankung führt zu symmetrisch kahlen Stellen, besonders an den Flanken im Bereich der Brust und der Lenden. Das ergab der Artikel „Canine flank alopecia: A narrative review of clinical presentation, genetic basis, and therapeutic management“ von M.U.M.Y. Verschuuren-Tjoeng et al., der 2026 in der wissenschaftlichen Zeitschrift „The Veterinary Journal“ veröffentlicht wurde.
Medizinisch wird krankhafter Haarausfall als Alopezie bezeichnet, wobei es sich um einen vollständigen oder teilweisen Verlust des Fells handelt. Je nach Rasse, Haltung und Felltyp fällt die Intensität des Fellverlusts beim Hund sehr unterschiedlich aus. Das passend ausgewogene Futter für Hunde zur Minimierung von harmlosem Haarausfall gibt es bei uns im Meisterbarf Onlineshop zu kaufen.
Aufmerksam werden sollten Hundehalter besonders dann, wenn das Fell büschelweise ausfällt, kahle oder gerötete Stellen entstehen, sich die Haut verändert oder der Hund zusätzlich Juckreiz, Schuppen, Wunden oder andere Beschwerden zeigt. Je nachdem, ob der Fellausfall beim Hund am Hals, am Rücken, am Po, an der Rute oder an der Schnauze zu sehen ist, sind verschiedene Ursachen für den Fellverlust möglich.
Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine tierärztliche Beratung, Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.
Was sind die Ursachen für Haarausfall beim Hund?
Die Hauptursachen für Haarausfall beim Hund sind allergische Reaktionen, Parasiten, Infektionen und Fellwechsel. Viele Hunde mit Haarausfall leiden unter hormonellen Störungen, Stress, Stoffwechselerkrankungen oder Hautentzündungen. Bei einigen Hunden sind Erbkrankheiten, ein Tumor oder ein Nährstoffmangel der Grund für den Fellverlust.
Was die Ursachen für Haarausfall beim Hund sind, erklären wir in der nachstehenden Liste im Detail.
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Allergische Reaktion: Eine allergische Reaktion auf Futtermittel, Flohspeichel, Pflanzen oder Pflegeprodukte führt bei Hunden unter anderem zu Juckreiz, Hautveränderungen und einem daraus entstehenden Fellverlust.
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Parasiten: Parasiten wie Flöhe, Milben und Haarlinge reizen die Haut des Hundes und begünstigen kreisrunden Haarausfall. Wird der Parasitenbefall beim Hund nicht behandelt, sind Erkrankungen wie Krätze und Demodex-Räude möglich.
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Infektionen: Pilzbedingte oder bakterielle Infektionen führen zu kreisrundem Haarausfall und veränderten Hautstellen. Zu pilzbedingten Infektionen gehört zum Beispiel Dermatophytose (Ringelflechte) und zu bakteriellen Infektionen gehört beispielsweise Pyodermie.
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Fellwechsel: Saisonaler Fellwechsel tritt bei Hunden zweimal jährlich auf und führt bei vielen Vierbeinern zu zunehmendem Fellverlust. Im Frühjahr und Herbst wird das alte Fell abgestoßen, damit sich das neue Fell an die Temperaturen anpassen kann.
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Hormonelle Störungen: Hormonelle Störungen wie das Cushing-Syndrom, eine Schilddrüsenunterfunktion oder Hyperöstrogenismus sorgen dafür, dass das Fell des Hundes hormonell bedingt brüchig, trocken und dünner wird.
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Stress: Stress und psychische Belastungen führen bei vielen Hunden zu vorübergehendem Fellausfall. Auslöser für Stress sind bei Hunden zum Beispiel eine ungewohnte Umgebung, innere Unruhe, ein Umzug oder ein neues Haustier.
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Stoffwechselerkrankungen: Bei Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise Alopecia X oder Diabetes mellitus kommt es bei Hunden zu einem nicht entzündlichen Fellausfall.
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Hauterkrankungen: Allergisch oder immunologisch bedingte Hauterkrankungen führen bei Hunden zu Juckreiz, Hautveränderungen und sekundärem Fellverlust. Zu den typischen Hauterkrankungen mit Haarausfall gehört zum Beispiel Neurodermitis.
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Erbkrankheiten: Erbkrankheiten wie eine Follikeldysplasie oder Hypotrichose beeinträchtigen bei vielen Hunden das Haarwachstum und führen bei den Vierbeinern entsprechend zu einem Fellverlust.
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Tumor: Ein Tumor oder eine Krebserkrankung, die beim Hund mit hormonellen Veränderungen einhergeht, verursacht in vielen Fällen unter anderem Haut- und Fellveränderungen beim Vierbeiner.
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Nährstoffmangel: Ein Nährstoffmangel durch eine nicht ausgewogene oder nicht bedarfsgerechte Ernährung beeinträchtigt die Haut- und Fellgesundheit des Hundes. Bei starkem Nährstoffmangel leiden viele Hunde unter Fellverlust.
Welcher Mangel bei Haarausfall beim Hund?
Bei Haarausfall beim Hund haben die Vierbeiner in vielen Fällen einen Energiemangel, einen Proteinmangel, einen Mangel an Mineralien wie Calcium, Phosphor und Kalium, einen Biotinmangel oder einen Vitaminmangel. Ein Haarausfall ist bei einigen Hunden auf einen Mangel an Omega-3, Zink oder Aminosäuren zurückzuführen. Bei einem Hund mit Fellverlust sollte nicht automatisch ein Nahrungsergänzungsmittel gegeben werden, ohne mit dem Tierarzt darüber gesprochen zu haben.
Was tun gegen Haarausfall beim Hund?
Gegen Haarausfall beim Hund sollte man bei typischem Fellwechsel den Vierbeiner ausreichend bürsten, damit die Durchblutung der Haut gefördert und loses Fell entfernt wird. Nahrungsergänzungen wie Kokosöl oder Algenöl und die richtige Fellpflege mit seltenem Baden und mit Hundeshampoo helfen bei vielen Hunden, Haarausfall zu vermeiden.
Die Reduzierung von Stress durch einen ruhigen und strukturierten Alltag hilft gegen stressbedingte Haut- oder Verhaltensprobleme. Für die Verhinderung von Fellausfall oder bei bestehendem Haarausfall ist es oft notwendig, mit der Hilfe des Tierarztes die Ernährung des Hundes anzupassen, um einen Nährstoffmangel zu vermeiden. Bei offenen und kahlen Stellen oder weiteren Symptomen neben Fellverlust sollte immer der Tierarzt kontaktiert werden.
Was tun, wenn der Hund sehr stark haart?
Wenn der Hund sehr stark haart, helfen je nach Jahreszeit zum Beispiel Lachsöl und tägliches Bürsten für 10 Minuten. Haart der Hund nur übergangsweise im Herbst oder Frühling stark, ist dies auf den Fellwechsel zurückzuführen. Fällt das Fell plötzlich extrem stark oder büschelweise aus oder kommen zu dem Haarverlust noch zusätzliche Symptome, muss der Tierarzt kontaktiert werden, um die Ursache zu identifizieren und eine passende Behandlung zu finden.
Was tun, wenn der Hund kahle Stellen hat?
Wenn der Hund kahle Stellen hat, sollte man die Tierarztpraxis aufsuchen. Eine zeitnahe Vorstellung des Hundes mit kahlen Fellstellen beim Tierarzt ist wichtig, damit der Vierbeiner untersucht wird und Tests des Bluts, der Haut sowie des Fells durchgeführt werden können. Vor allem mehrere kahle Stellen im Hundefell oder punktueller Haarausfall deuten oft auf eine Hauterkrankung, Parasiten oder eine Infektion hin.
Ernährung gegen Haarausfall beim Hund
Eine artgerechte und ausgewogene Ernährung hilft gegen Haarausfall beim Hund. Das Futter sollte den Hund mit ausreichend Energie, hochwertigen Proteinen, essenziellen Fettsäuren wie Linolsäure, DHA und EPA, Vitaminen und Mineralien versorgen. Gemüse und Obst sind neben Fleisch wichtige Bestandteile der Ernährung gegen Haarausfall.
Bei bestehendem Fellausfall beim Hund werden häufig Nahrungsergänzungsmittel mit Biotin, Zink, Omega-3 und B-Vitaminen vom Tierarzt verschrieben. Hängt der Fellverlust laut Tierarzt mit dem bisherigen Futter zusammen, ist eine Nahrungsumstellung auf das passende Hundefutter bei Haarausfall sinnvoll, die vom behandelnden Tierarzt begleitet werden sollte.
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