Auf dem Bild ist ein dünner Hund zu sehen, der zunehmen muss.
31. August 2026

Hund muss zunehmen: Warum nimmt mein Hund nicht zu?

Wenn der Hund nicht zunimmt, kommen körperliche und psychische Ursachen infrage. Nimmt der Hund trotz ausreichender Fütterung nicht zu, ist eine tierärztliche Untersuchung wichtig. Nach der Ursachenklärung lässt sich die Ernährung gezielt auf den Bedarf des Hundes abstimmen.

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Untergewicht bei Hunden entsteht durch verschiedene mögliche Ursachen wie zu wenig Futter, eine falsche Zusammensetzung des Futters, Wachstum, hohe Aktivität, rassetypische Schlankheit, Stress, Parasiten, Entzündungen, Zahnschmerzen, Alter sowie Erkrankungen von Darm, Bauchspeicheldrüse, Nieren oder Hormonhaushalt.

Untergewicht lässt sich bei Hunden nicht allein am Gewicht erkennen, da das Idealgewicht von Rasse, Größe, Alter, Geschlecht und Muskelanteil abhängt. Ein gesunder Hund besitzt gut tastbare, aber nicht deutlich sichtbare Rippen, eine erkennbare Taille und eine leicht aufgezogene Bauchlinie. Bei einem zu dünnen Hund treten Rippen, Wirbelsäule, Beckenknochen und Dornfortsätze deutlich hervor, während kaum Fettgewebe tastbar ist. Eine extrem schmale Taille, ein stark eingefallener Bauch, fehlende Muskelmasse, stumpfes Fell und Antriebslosigkeit weisen ebenfalls auf Untergewicht bei Hunden hin.

Untergewicht bei Hunden bleibt oft unbemerkt, weil Halter den Ernährungszustand falsch einschätzen. Laut der 2022 veröffentlichten Studie „Owner-misperception of Canine Body Condition Reduces After Using a Five-point Body Condition Score Chart: A Study of 95 Large-Sized Purebred Dogs“ bewerteten nur 23 von 95 Haltern den Body Condition Score ihres Hundes korrekt. Der Body Condition Score ist ein Bewertungssystem für den Ernährungszustand eines Hundes. 

Zur Einschätzung des Ernährungszustands beim Hund dient der Body Condition Score mit Werten von 1 bis 9. Nach den 2011 im „Journal of Small Animal Practice“ veröffentlichten internationalen Ernährungsleitlinien der World Small Animal Veterinary Association, den „WSAVA Nutritional Assessment Guidelines“, gelten Werte unter 4 beim Hund als Hinweis auf ein ernährungsbezogenes Risiko. Bei einem Wert von 1 sind die Fettreserven nahezu aufgebraucht, die Knochen treten deutlich hervor und häufig besteht bereits Muskelverlust. Ein Wert von 3 weist weiterhin auf Untergewicht mit sichtbaren Rippen und deutlich erkennbaren Knochen hin. Die Werte 4 bis 5 kennzeichnen das Idealgewicht des Hundes mit gut tastbaren Rippen, sichtbarer Taille und leicht aufgezogener Bauchlinie.

Dauerhaftes Untergewicht beeinträchtigt beim Hund zahlreiche Körperfunktionen. Die 2025 im „American Journal of Veterinary Research“ veröffentlichte Studie „Markers of Inflammation and Infection Are Associated with Prolonged Recovery in Dogs Emaciated from Long-Term Inadequate Nutrition“ beschreibt bei langfristig mangelernährten Hunden unter anderem Störungen der Leberfunktion, Hauterkrankungen, Veränderungen des Blutbildes und Beeinträchtigungen des Immunsystems. Untergewicht beim Hund führt darüber hinaus zu Muskelabbau, nachlassender Kraft und Ausdauer, einer schwächeren Regeneration, Fellproblemen sowie einer unzureichenden Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Langfristige Mangelernährung steht ebenfalls mit hormonellen Störungen und verminderter Fruchtbarkeit in Verbindung.

Nachdem der Tierarzt die Ursache für die ausbleibende Gewichtszunahme geklärt hat, unterstützen wir dabei, die Ernährung gezielt an den individuellen Bedarf des Hundes anzupassen. In unserem Meisterbarf Barf Shop findest  du passendes Aufbaufutter für untergewichtige Hunde. Unsere tägliche Arbeit mit artgerechter Hundeernährung macht uns zu erfahrenen Ansprechpartnern für die gesunde Gewichtszunahme bei Hunden.

Warum nimmt mein Hund nicht zu?

Wenn dein Hund nicht zunimmt, erhält er möglicherweise zu wenig Futter oder verwertet die enthaltene Energie und die Nährstoffe nur unzureichend. Weitere Ursachen dafür, dass Hunde nicht zunehmen, sind ein erhöhter Energiebedarf, Parasiten, Erkrankungen, Zahnprobleme, Stress, Alter und ein auffälliges Fressverhalten.

Die folgende Übersicht nennt mögliche Gründe, warum ein Hund nicht zunimmt.

  1. Zu wenig Futter 

Eine der häufigsten Ursachen, warum ein Hund nicht zunimmt, ist eine zu kleine oder zu energiearme Futterration. Der Hund erhält dabei unabhängig von seiner Aktivität weniger Kalorien, als sein Körper für Stoffwechsel und normale Körperfunktionen benötigt. 

Kleine Portionen, ungenaue Futterangaben oder ein Futter mit geringer Energiedichte führen dazu, dass der Hund zunächst Fettreserven und später Muskelmasse abbaut. 

Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung dient bei untergewichtigen Hunden nur als Ausgangswert. Für die Gewichtszunahme ist entscheidend, wie viele Kalorien die tägliche Futterration tatsächlich liefert.

  1. Ungeeignetes oder schlecht verdauliches Futter

Zu den weiteren Ursachen für anhaltendes Untergewicht bei Hunden gehört ungeeignetes Futter. Eine geringe Energiedichte, eine schlechte Verdaulichkeit oder eine unausgewogene Futterzusammensetzung führen dazu, dass der Hund trotz regelmäßiger Mahlzeiten nicht ausreichend mit Energie, Eiweiß, Fett, Vitaminen und Mineralstoffen versorgt ist.

Das Futter ist für Hunde ungeeignet, wenn diese einzelne Zutaten nicht vertragen oder darauf allergisch reagieren. Werden unverträgliche Bestandteile im Darm verstärkt vergoren, sinkt die verfügbare Energiemenge und die Gewichtszunahme bei Hunden bleibt aus. Neben Untergewicht weisen Durchfall, wechselnde Kotkonsistenz, Blähungen, Bauchgeräusche, Juckreiz oder wiederkehrende Hautprobleme auf eine mögliche Futterunverträglichkeit beim Hund hin. 

  1. Erhöhter Energiebedarf

Ein erhöhter Energiebedarf führt zu Untergewicht, wenn die Fütterung den tatsächlichen Kalorienverbrauch des Hundes nicht ausgleicht. Sehr aktive Hunde, Arbeitshunde, schnell wachsende Welpen und Junghunde sowie Hunde mit chronischen Belastungen benötigen mehr Energie und Eiweiß als durchschnittlich aktive Hunde.

Bleibt die Fütterung trotz des erhöhten Energieverbrauchs unverändert, deckt die bisherige Futtermenge den Bedarf des Hundes nicht mehr. Die Gewichtszunahme bleibt aus oder der Hund nimmt ab, obwohl die Portionen für einen durchschnittlich aktiven Hund angemessen wären.

  1. Gestörte Nährstoffaufnahme im Darm

Eine eingeschränkte Nährstoffverwertung führt dazu, dass der Hund trotz normaler Futterportionen nicht zunimmt. Mögliche Ursachen für eine gestörte Nährstoffaufnahme bei Hunden sind eine unausgeglichene Darmflora, chronische Darmentzündungen, eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz und eine geschädigte Darmschleimhaut.

Bei einer gestörten Nährstoffaufnahme gelangen zu wenig Energie und Nährstoffe aus dem Futter in den Körper des Hundes. Geschädigte oder unterentwickelte Darmzellen sind der Grund dafür, dass ein Teil der Nahrung bei Hunden ungenutzt wieder ausgeschieden wird. 

  1. Parasiten

Parasiten zählen zu den weiteren gesundheitlichen Ursachen, wenn Hunde trotz normalem oder gesteigertem Appetit nicht zunehmen. Würmer und Giardien beeinträchtigen die Aufnahme von Nährstoffen im Darm des Hundes und führen zu einer Unterversorgung. 

Neben Untergewicht treten bei einem Parasitenbefall des Hundes häufig zusätzlich Durchfall, Verstopfung, ein aufgeblähter Bauch und stumpfes Fell auf. Eine tierärztliche Kotuntersuchung zeigt, ob Würmer, Giardien oder andere Darmparasiten hinter dem Gewichtsverlust stehen.

  1. Erkrankungen von Darm und Bauchspeicheldrüse

Erkrankungen von Darm und Bauchspeicheldrüse verhindern häufig eine ausreichende Gewichtszunahme beim Hund. Bei einer exokrinen Bauchspeicheldrüseninsuffizienz fehlen dem Hund wichtige Verdauungsenzyme, sodass Fette und andere Nährstoffe unverdaut ausgeschieden werden. 

Hunde, die von einer Bauchspeicheldrüseninsuffizienz betroffen sind, fressen oft normal oder auffällig viel und nehmen trotzdem ab. Zu den typischen Anzeichen einer exokrinen Bauchspeicheldrüseninsuffizienz beim Hund gehören neben Untergewicht auch heller, großvolumiger und fettig glänzender Kot. 

  1. Akute und chronische Krankheiten

Zu den möglichen Ursachen für Untergewicht beim Hund zählen akute und chronische Krankheiten wie Herzkrankheiten, Diabetes, Tumorerkrankungen, Infektionen und Nierenerkrankungen. 

Krankheiten können bei Hunden zu Untergewicht führen, wenn sie den Energieverbrauch erhöhen, die Nährstoffverwertung beeinträchtigen oder die Futteraufnahme verringern. 

  1. Zahnprobleme 

Schmerzhafte Zahnprobleme verringern die Futteraufnahme und begünstigen dadurch Untergewicht beim Hund. Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und abgebrochene Zähne erschweren das Kauen, sodass der Hund kleinere Mengen frisst oder einzelne Bestandteile liegen lässt.

Manche Hunde fressen trotz der Zahnschmerzen weiter, kauen jedoch langsamer, bevorzugen eine Seite oder meiden harte Futterbestandteile. Das veränderte Fressverhalten wird deshalb oft nicht sofort mit Zahnproblemen in Verbindung gebracht.

  1. Psychische Belastungen

Psychische Belastungen beeinträchtigen bei Hunden die Futteraufnahme und verhindern eine Gewichtszunahme. Trennungsangst, ein Umzug, neue Tiere im Haushalt, der Verlust einer Bezugsperson, Konflikte mit einem Zweithund oder eine dauerhaft unruhige Umgebung beeinträchtigen bei Hunden den Appetit und die Verdauung. 

Viele Hunde fressen in belastenden Situationen langsamer, lassen Mahlzeiten aus oder nehmen über längere Zeit deutlich weniger Futter auf. Gleichzeitig erhöht anhaltender Stress den Energieverbrauch des Hundes. 

  1. Hormonelle Veränderungen 

Veränderungen im Hormonhaushalt beeinflussen bei Hunden den Appetit, das Verhalten und den Energieverbrauch. Während der Läufigkeit, des Fellwechsels, nach einer Kastration oder in hormonellen Übergangsphasen fressen manche Hunde weniger oder wirken unruhiger.

Ein Gewichtsverlust beim Hund steht teilweise mit Schilddrüsenerkrankungen oder anderen hormonellen Störungen in Verbindung, da Veränderungen im Hormonhaushalt den Stoffwechsel und den Energieverbrauch beeinflussen.

  1. Alter 

Das Alter beeinflusst das Körpergewicht und die Gewichtsentwicklung des Hundes. Alte Hunde verlieren häufiger Appetit und Muskelmasse, während Welpen und Junghunde Untergewicht oder Wachstumsstörungen entwickeln, wenn ihr hoher Energie- und Proteinbedarf nicht gedeckt wird.

Die 2012 im „American Journal of Veterinary Research“ veröffentlichte Studie „Assessment of Methods of Evaluating Sarcopenia in Old Dogs“ zeigt, dass ältere Hunde Muskelmasse verlieren, obwohl Körpergewicht und Body Condition Score unverändert bleiben. Die untersuchten älteren Labrador Retriever besaßen deutlich weniger Rückenmuskulatur als die jungen Hunde.

Alte Hunde leiden außerdem häufiger unter Appetitlosigkeit, einem nachlassenden Geruchs- und Geschmackssinn sowie altersbedingtem Muskelabbau. Gleichzeitig verwertet der Körper älterer Hunde Nährstoffe weniger effizient. 

  1. Fressverhalten

Erlerntes Fressverhalten führt teilweise dazu, dass ein Hund dauerhaft zu wenig Nahrung aufnimmt. Bekommt er nach der Ablehnung seines Futters eine schmackhaftere Alternative oder mehr Aufmerksamkeit, lernt er, dass sich das Warten lohnt.

Manche Hunde sind besonders wählerisch, lehnen bestimmte Fleischsorten, Futterarten oder Konsistenzen ab und nehmen dadurch dauerhaft zu wenig Energie auf. 

Nicht jede Futterverweigerung bei Hunden beruht auf Wählerischkeit oder einem erlernten Verhalten. Eine tierärztliche Untersuchung grenzt gesundheitliche Ursachen vom individuellen Fressverhalten ab.

Wie können Hunde zunehmen?

Hunde können zunehmen, wenn die Ursache des Untergewichts tierärztlich abgeklärt und die Fütterung gezielt angepasst wird. Ein Futterplan mit energiedichtem Aufbaufutter, mehreren kleinen Mahlzeiten, festen Futterroutinen, moderater Bewegung und regelmäßigen Gewichtskontrollen fördert eine Gewichtszunahme.

In der folgenden Liste erfährst du, wie Hunde gesund zunehmen.

  1. Tierärztliche Untersuchung bei Untergewicht

Eine tierärztliche Untersuchung bildet die Grundlage, wenn ein Hund nicht zunimmt oder an Gewicht verliert. Der Tierarzt klärt ab, ob Parasiten, Erkrankungen, Schmerzen, Verdauungsstörungen oder psychische Belastungen die Ursache für das Untergewicht sind. 

Der Tierarzt ermittelt den individuellen Energiebedarf des Hundes anhand von Alter, Körpergewicht, Aktivitätsniveau, Gesundheitszustand und gewünschter Gewichtszunahme. Anschließend prüft er, ob die bisherige Futtermenge und Nährstoffzusammensetzung den Bedarf des Hundes decken. 

Auf Basis der tierärztlichen Untersuchung wird ein Behandlungs- und Ernährungsplan für den untergewichtigen Hund erstellt. Der Tierarzt legt die Futterart, die Tagesration, die Anzahl der Mahlzeiten, das Tempo der Gewichtszunahme sowie regelmäßige Gewichtskontrollen fest. 

  1. Ernährung für untergewichtige Hunde

Die Ernährung für untergewichtige Hunde richtet sich nach Alter, Größe, Aktivität, Gesundheitszustand und tatsächlichem Energiebedarf. Ein abgestimmter Futterplan versorgt den Hund mit ausreichend Energie, Protein, Fett, Vitaminen und Mineralstoffen. 

Eine schrittweise Erhöhung der Futtermenge entlastet Verdauung und Kreislauf und unterstützt bei Hunden eine gesunde Gewichtszunahme. Aufbaufutter für untergewichtige Hunde besitzt eine hohe Energiedichte sowie einen erhöhten Protein- und Fettgehalt. Eine gute Verdaulichkeit unterstützt die Aufnahme der enthaltenen Energie und Nährstoffe. Besonders nach Erkrankungen oder längerer Mangelversorgung entlastet leicht verdauliches Futter den empfindlichen Verdauungstrakt. 

Ein gutes Aufbaufutter liefert bei gleicher Portionsgröße deutlich mehr Kalorien als gewöhnliches Hundefutter. 

  1. Kalorienüberschuss 

Für eine Gewichtszunahme braucht der Hund einen kontrollierten Kalorienüberschuss. Das Futter liefert dabei mehr Energie, als der Hund durch Stoffwechsel und Bewegung verbraucht.

Ein zu geringer Kalorienüberschuss lässt das Gewicht stagnieren, während eine zu schnelle Steigerung Verdauung und Kreislauf belastet. Regelmäßige Gewichtskontrollen zeigen, ob die Energiezufuhr beim Hund angepasst werden sollte.

  1. Mehrere Mahlzeiten 

Mehrere kleine Mahlzeiten unterstützen das Zunehmen des Hundes, indem sie die tägliche Futtermenge gleichmäßig über den Tag verteilen. Kleine Portionen belasten Magen und Darm weniger als eine große Mahlzeit und erleichtern dem Hund die Verdauung.

Die Fütterung mehrerer kleiner Mahlzeiten unterstützt besonders stark untergewichtige Hunde, Hunde mit geringem Appetit und Tiere nach einer Erkrankung. Kleine Portionen werden häufig besser angenommen und ermöglichen dennoch die vollständige Aufnahme der täglichen Futterration.

  1. Darmgesundheit unterstützen

Eine gesunde Verdauung unterstützt zu dünne Hunde dabei, Energie und Nährstoffe aus dem Futter besser zu verwerten. Eine gestörte Darmflora, Stress, Parasiten oder ungeeignetes Futter beeinträchtigen dagegen die Nährstoffaufnahme und erschweren das Zunehmen.

Eine tierärztlich abgestimmte Darmkur unterstützt bei zu dünnen Hunden die Darmflora und die Darmschleimhaut. Probiotika liefern ausgewählte lebende Bakterienkulturen, während Präbiotika den vorhandenen Darmbakterien als Nahrungsgrundlage dienen. 

  1. Feste Futterroutinen

Eine feste Futterroutine unterstützt Hunde, die unregelmäßig oder zu wenig fressen. Der Hund erhält seine Mahlzeiten täglich zur gleichen Zeit und an einem ruhigen Futterplatz. Störungen, Konkurrenz durch andere Tiere und eine hektische Umgebung beeinträchtigen die Futteraufnahme. 

Ausreichend Zeit und Ruhe fördern bei untergewichtigen Hunden ein entspanntes Fressen und eine gleichmäßige Energiezufuhr. Frisst der Hund langsamer und ohne Stress, nimmt er seine Portion häufig vollständiger auf. 

  1. Futterwechsel vermeiden

Eine konstante Fütterung mit demselben verträglichen Futter unterstützt untergewichtige oder zu dünne Hunde dabei, ihre Tagesration zuverlässig aufzunehmen. Häufige Wechsel zwischen verschiedenen Futtersorten und Fleischarten fördern wählerisches Fressverhalten und belasten bei empfindlichen Hunden die Verdauung. 

Erhält der Hund nach einer abgelehnten Mahlzeit direkt ein anderes oder schmackhafteres Futter, wartet er zunehmend auf diese Alternative und frisst seine eigentliche Tagesration nicht vollständig. 

  1. Bewegung an den Ernährungszustand anpassen

Moderate Bewegung unterstützt den Muskelaufbau und fördert den Appetit zu dünner Hunde. Ruhige Spaziergänge mit kleinen Pausen belasten den Körper weniger als langes oder intensives Training. 

Eine hohe körperliche Belastung verbraucht Energie, die der untergewichtige Hund für die Gewichtszunahme und Regeneration benötigt. Die Aktivität steigt erst schrittweise mit zunehmender Kraft und Muskelmasse.

  1. Gewicht und Körperzustand regelmäßig kontrollieren

Regelmäßige Gewichtskontrollen zeigen, ob der Hund tatsächlich zunimmt. Das Gewicht wird einmal pro Woche unter vergleichbaren Bedingungen gemessen und schriftlich dokumentiert. 

Der Body Condition Score und die Muskelmasse ergänzen die reine Gewichtskontrolle. Wenn die Gewichtszunahme ausbleibt, wird nach tierärztlicher Abstimmung die Energiezufuhr erhöht. Nimmt der Hund zu schnell zu, wird die weitere Steigerung der Futtermenge langsamer erfolgen.

Was füttern, damit der Hund zunimmt?

Damit der Hund zunimmt, braucht er ein energiereiches, gut verdauliches Futter mit hochwertigem Protein, ausreichend Fett und wichtigen Nährstoffen. Das Futter deckt den Energiebedarf des Hundes und liefert zusätzliche Kalorien für den Gewichtsaufbau.

Ein geeignetes Aufbaufutter für untergewichtige Hunde besitzt eine hohe Energiedichte. Der Hund erhält bereits mit kleinen Portionen ausreichend Kalorien, ohne dass große Futtermengen den Magen-Darm-Trakt belasten. Einfach mehr vom bisherigen Futter zu geben, reicht häufig nicht aus, da dessen Energiegehalt und Nährstoffzusammensetzung möglicherweise nicht zum erhöhten Bedarf des Hundes passen. Die Auswahl des Aufbaufutters richtet sich nach Alter, Körpergröße, Aktivitätsniveau, Gesundheitszustand und dem ermittelten Energiebedarf des Hundes. 

Ein höherer Fettanteil liefert dem Hund konzentrierte Energie und unterstützt eine langsame Gewichtszunahme. Hochwertiges, gut verdauliches Protein versorgt den Körper mit essenziellen Aminosäuren und fördert den Aufbau sowie den Erhalt der Muskelmasse. Ballaststoffe unterstützen die Darmgesundheit und eine normale Kotbeschaffenheit. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sichern die vollständige Nährstoffversorgung während der Aufbauphase.

Bei der Barf Fütterung erhöhen fettreichere Fleischsorten, grüner Pansen, fetter Fisch und bedarfsgerecht eingesetztes tierisches Fett die Energiedichte der Ration. Muskelfleisch, Herz und Fisch liefern hochwertiges Protein. Gemüse, Obst und geeignete Faserquellen ergänzen die Mahlzeit mit Ballaststoffen. Innereien, ein passender Knochenanteil und gezielt ausgewählte Ergänzungen decken den Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Leber liefert untergewichtigen oder zu dünnen Hunden Vitamin B12, hochwertiges Protein und weitere wichtige Nährstoffe. Wegen ihres hohen Vitamin-A-Gehalts gehört sie jedoch nur in einer zur gesamten Futterration passenden Menge auf den Speiseplan. 

Eine langsame Futterumstellung schützt den Verdauungstrakt vor einer plötzlichen Belastung. Innerhalb von drei Tagen wird der Anteil des neuen Aufbaufutters schrittweise um jeweils ein Drittel erhöht, bis die vollständige Ration erreicht ist. Bei empfindlichen Hunden erfolgt die Umstellung über einen längeren Zeitraum. Während der Aufbauphase entfallen ungesunde Leckerlis, Wurst und stark wechselnde Futterzusätze, da sie die Verdauung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung beeinträchtigen.

Zahnprobleme beim Hund erfordern Futter mit einer weichen Konsistenz. Barf mit weich gewolften oder pürierten Bestandteilen, Nassfutter und eingeweichte Kroketten erleichtern die Futteraufnahme und verringern Schmerzen beim Kauen. Mäkelige Hunde profitieren dagegen häufig von besonders schmackhaftem Barf mit intensivem Geruch und einer gut angenommenen Konsistenz.

Welche Hausmittel eignen sich für Hunde, die zunehmen sollen?

Hausmittel wie gekochte Haferflocken, Magerquark, Hüttenkäse, Naturjoghurt, Lachsöl, Leinöl, gekochtes Ei oder Rinderfett eignen sich für Hunde, die zunehmen sollen. Hausmittel für Hunde mit Untergewicht dienen ausschließlich als Ergänzung eines ausgewogenen und energiereichen Hauptfutters.

Gekochte Haferflocken liefern untergewichtigen Hunden leicht verwertbare Kohlenhydrate und lassen sich als weicher Brei unter das Hundefutter mischen. Magerquark, Hüttenkäse oder Naturjoghurt ergänzen die Mahlzeit mit Protein und Energie, sofern der Hund Milchprodukte verträgt. Lachsöl oder Leinöl erhöhen die Energiedichte des Futters und liefern dem Hund wertvolle Fettsäuren. Rinderfett oder Rinderfettpulver eignet sich als besonders energiereiche Ergänzung für Hunde, die mit kleinen Futtermengen zunehmen sollen. Ein vollständig gekochtes Ei liefert Protein, Fett und verschiedene Mikronährstoffe.

Hausmittel für untergewichtige oder zu dünne Hunde gelangen zunächst nur in kleinen Mengen ins Futter, damit sich die Verdauung an die zusätzliche Energiezufuhr gewöhnt. Ein bis zwei Esslöffel gekochte Haferflocken oder verträgliche Milchprodukte reichen bei vielen Hunden als Ergänzung aus. Die passende Menge richtet sich nach Körpergewicht, bisheriger Ernährung und Energiebedarf. Öl und Rinderfett erfordern eine besonders langsame Steigerung, da zu große Mengen Durchfall, Erbrechen oder Bauchbeschwerden bei Hunden auslösen. 

Selbst gekochte Mahlzeiten bringen bei untergewichtigen oder zu dünnen Hunden Abwechslung in die Fütterung, benötigen bei dauerhafter Gabe jedoch eine fachgerecht berechnete Rezeptur. Fleisch, Reis, Gemüse und Öl ergeben ohne passende Mineralstoff- und Vitaminergänzung kein ausgewogenes Alleinfutter. Leicht verdauliche Schonkost entlastet bei Durchfall oder Erbrechen kurzfristig die Verdauung, versorgt untergewichtige Hunde jedoch nicht dauerhaft vollständig mit Energie und allen notwendigen Nährstoffen.

Bei untergewichtigen oder zu dünnen Hunden sind Vitaminpräparate und Vitamin-B-Injektionen nur bei einem tierärztlich festgestellten Mangel sinnvoll. Fehlt kein entsprechender Nährstoff, verbessert die zusätzliche Gabe weder den Appetit noch die Gewichtszunahme. 

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