Richtige Ernährung für trächtige und säugende Hündin
Die richtige Ernährung für eine trächtige und säugende Hündin versorgt sowohl die Mutterhündin als auch die Welpen mit ausreichend Energie und Nährstoffen. Ein hoher Gehalt an hochwertigem Eiweiß, eine ausreichende Energiedichte und eine gute Verdaulichkeit helfen dabei, den steigenden Bedarf ohne unnötig große Futtermengen zu decken.
Wie stark sich die Ernährungsanforderungen im Verlauf von Trächtigkeit und Säugezeit verändern, zeigt das wissenschaftliche Review „Nutrition and Theriogenology: A Glimpse Into Nutrition and Nutritional Supplementation During Gestation, Lactation, Weaning and Breeding Dogs and Cats“ aus dem Jahr 2023 in „Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice“. Der Energiebedarf steigt besonders in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit und erreicht während der Laktation seinen höchsten Wert. Bei der Ernährung trächtiger und säugender Hündinnen sind Protein, Fett, essenzielle Fettsäuren wie DHA sowie Mineralstoffe wie Kalzium und Phosphor besonders wichtig.
Der folgende Text erklärt, worauf es beim richtigen Futter für eine trächtige und säugende Hündin ankommt und welche Besonderheiten bei Nassfutter, Trockenfutter und Barf während Trächtigkeit und Säugezeit zu beachten sind. Bei Meisterbarf finden Hundehalter Barf-Produkte für trächtige und säugende Hündinnen, darunter Fertigbarf, Barf-Komplettmenüs, Trockenbarf, Brühbarf, Barf-Zusätze und Barf-Öle.
Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine individuelle tierärztliche Ernährungsberatung. Die Zusammenstellung des Futterplans sollte daher in Abstimmung mit einem Tierarzt oder einer qualifizierten Fachkraft für Hundeernährung erfolgen.
Was ist das richtige Futter für eine trächtige Hündin?
Das richtige Futter für eine trächtige Hündin wird an die jeweilige Trächtigkeitsphase angepasst und liefert hochwertiges Eiweiß, ausreichend Energie und alle wichtigen Nährstoffe in gut verdaulicher Form. In den ersten vier Wochen bleibt die Futtermenge für trächtige Hündinnen meist unverändert, während der Energie- und Nährstoffbedarf ab der fünften Trächtigkeitswoche deutlich steigt.
Ein normales Körpergewicht ist bereits vor dem Decken der Hündin wichtig, da sowohl Übergewicht als auch Untergewicht den Verlauf von Trächtigkeit und Geburt ungünstig beeinflussen. Eine zuvor idealgewichtige Hündin nimmt während der Trächtigkeit je nach Wurfgröße etwa 15 bis 25 Prozent ihres Ausgangsgewichts zu. Kurz vor der Geburt entspricht ihr Körpergewicht damit ungefähr 120 bis 125 Prozent des ursprünglichen Gewichts.
Die Ernährung einer trächtigen Hündin bleibt in den ersten vier Wochen weitgehend unverändert, sofern sie normalgewichtig und ausgewogen ernährt ist. Die Föten wachsen in dieser Phase langsam, weshalb der Energiebedarf kaum steigt. Bei kleinen Hündinnen mit erwartungsgemäß großen Würfen beginnt der erhöhte Energiebedarf teilweise ab der dritten Woche.
Ab der fünften Trächtigkeitswoche wird das Futter für die trächtige Hündin deutlich energie- und nährstoffreicher. In der zweiten Hälfte der Trächtigkeit wachsen die Welpen besonders schnell. Je nach Körpergröße und Wurfgröße liegt der zusätzliche Energiebedarf ungefähr 30 bis 50 Prozent über dem Erhaltungsbedarf. Die trächtige Hündin braucht deshalb nicht nur größere Futtermengen, sondern vor allem ein energiereiches und nährstoffreiches Futter, das ihren erhöhten Bedarf auch mit kleineren Portionen deckt. Eine zu hohe Energiezufuhr begünstigt Übergewicht und Probleme beim Geburtsverlauf, während ein Energiemangel mit niedrigeren Geburtsgewichten und einer geringeren Vitalität der Welpen verbunden ist.
In der zweiten Hälfte der Trächtigkeit enthält das Futter für eine trächtige Hündin besonders viel hochwertiges und leicht verdauliches Eiweiß. Der Proteinbedarf liegt während des schnellen Wachstums der Welpen etwa 40 bis 70 Prozent über dem Erhaltungsbedarf. Mindestens die Hälfte des Eiweißes stammt aus tierischen Quellen. Hochwertiges Protein mit essenziellen Aminosäuren liefert wichtige Bausteine für die Haut, die Muskulatur und das Bindegewebe der Welpen. Gut verdauliche Kohlenhydrate liefern der trächtigen Hündin Glukose, die den ungeborenen Welpen als wichtige Energiequelle dient. Bei selbst zubereiteten Rationen werden Kohlenhydratquellen wie Haferflocken, Reis oder andere gut verträgliche gekochte Beilagen gezielt in die Fütterung integriert.
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente gehören zu einer ausgewogenen Ernährung trächtiger Hündinnen und unterstützen die Versorgung von Mutterhündin und Welpen. Besonders Kalzium und Phosphor sind in der zweiten Trächtigkeitshälfte für die Skelettentwicklung der Welpen wichtig. Relevante Nährstoffe sind außerdem Jod, Selen, Zink, Eisen, Folsäure, Biotin sowie die Vitamine A, D und E. Der Eisenbedarf steigt gegen Ende der Trächtigkeit, während eine Überversorgung mit Vitamin A oder D Entwicklungsstörungen begünstigt. Selbst zubereitete und rohe Rationen erfordern eine genaue Berechnung der gesamten Nährstoffversorgung.
Gegen Ende der Trächtigkeit erhält die Hündin ihr Futter am besten in mehreren kleineren Mahlzeiten. Zwei bis drei Mahlzeiten bilden eine geeignete Grundlage; bei eingeschränkter Futteraufnahme erleichtern weitere kleine Portionen die Versorgung. Durch die wachsenden Welpen steht im Bauchraum weniger Platz für Magen und Verdauungsorgane zur Verfügung, während der Energiebedarf hoch bleibt. Schmackhaftes, energiedichtes und leicht verdauliches Futter erleichtert es der Hündin, die erforderliche Menge aufzunehmen. Bei Verstopfung unterstützen geeignete Ballaststoffquellen die Verdauung.
Nassfutter für trächtige Hündin
Nassfutter für eine trächtige Hündin liefert durch seinen hohen Wassergehalt viel Flüssigkeit, enthält pro Portion jedoch häufig weniger Energie als Trockenfutter. Gegen Ende der Trächtigkeit steht durch die wachsenden Welpen weniger Platz im Bauchraum zur Verfügung, sodass die Hündin oft nur kleinere Mengen frisst. Ein energiereiches, eiweißreiches und gut verdauliches Nassfutter hilft deshalb, den erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf trotz begrenzter Futtermenge zu decken.
Trockenfutter für trächtige Hündin
Trockenfutter für trächtige Hündinnen bietet viel Energie und Nährstoffe bei vergleichsweise kleinem Volumen. In der zweiten Hälfte der Trächtigkeit nimmt die Hündin größere Futterportionen zunehmend schwerer auf. Ein eiweißreiches und leicht verdauliches Trockenfutter lässt sich auf mehrere kleine Mahlzeiten verteilen und bietet der trächtigen Hündin viel Energie bei geringem Futtervolumen.
Barf für trächtige Hündin
Der Vorteil von Barf für eine trächtige Hündin ist, dass sich die Ration gezielt an den veränderten Energie- und Nährstoffbedarf während der Trächtigkeit anpassen lässt. Eine ausgewogene und genau berechnete Barf-Ration schützt die Hündin vor Unter- und Überversorgung.
Ab der fünften bis sechsten Trächtigkeitswoche wird die Barf-Ration der Hündin wegen ihres erhöhten Energiebedarfs schrittweise erhöht, beispielsweise um etwa zehn Prozent pro Woche. Bis zur Geburt liegt die Futtermenge je nach Hündin und Wurfgröße etwa 30 bis 50 Prozent über der normalen Ration.
Beim Barfen einer trächtigen Hündin kommt es auf eine ausgewogene Versorgung mit hochwertigem Protein, Fett, Kohlenhydraten, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und essenziellen Fettsäuren an. Geeignete Bestandteile der Barf-Ration sind Muskelfleisch, Herz, Pansen oder Blättermagen, Innereien, Fisch, Ei und geeignete Milchprodukte. Gemüse, Obst, Haferflocken oder Amaranth liefern pflanzliche Bestandteile und Kohlenhydrate. Geeignete Öle sowie Fisch oder Algenöl versorgen die trächtige Hündin mit essenziellen Fettsäuren wie DHA und EPA, die für die Entwicklung von Gehirn, Nervensystem und Netzhaut der Welpen relevant sind.
Bei der Fütterung trächtiger Hündinnen mit rohem Fleisch sind gut verdauliche Kohlenhydrate wichtig, da die Welpen die Glukose der Mutter als Energiequelle nutzen. Bei selbst zusammengestellten Rationen entfallen mindestens 20 Prozent auf gekochte Kohlenhydrate. Sehr kohlenhydratarme Barf-Rationen erhöhen den Proteinbedarf, da der Körper Glukose aus Aminosäuren bildet. Besonders bei großen Würfen ist eine ausreichende Versorgung mit geeigneten Kohlenhydratquellen wichtig.
Während der Trächtigkeit ist bei der Fütterung mit Barf ein ausgewogenes Verhältnis von Kalzium und Phosphor wichtig, um die Skelettentwicklung der Welpen zu gewährleisten. Da Fleisch vergleichsweise viel Phosphor und wenig Kalzium enthält, benötigt eine stark fleischbetonte Barf-Ration einen bedarfsgerechten Kalziumausgleich. Weitere für trächtige Hündinnen relevante Nährstoffe im Barf sind Vitamin E, Biotin, Folsäure, Eisen, Zink und Jod.
Im letzten Drittel der Trächtigkeit wird Barf für die Hündin auf drei bis vier kleinere Mahlzeiten verteilt, da die wachsenden Welpen größere Portionen erschweren. In den letzten Tagen vor der Geburt werden ganze Knochen weggelassen, um harten Knochenkot und mögliche Probleme beim Geburtsverlauf zu vermeiden. Fein zerkleinerte Knochen oder andere geeignete Kalziumquellen sichern die Kalziumversorgung der trächtigen Hündin.
Futterplan für trächtige Hündinnen
Ein Futterplan für trächtige Hündinnen richtet sich vor allem nach der Trächtigkeitswoche, dem Körpergewicht, der körperlichen Entwicklung und der Größe des Wurfs. Regelmäßige Gewichtskontrollen helfen dabei, die Futtermenge an die Bedürfnisse der trächtigen Hündin anzupassen.
Der Futterplan für die trächtige Hündin unterscheidet sich je nach Fütterungsart. Bei Alleinfutter richtet sich die Menge nach Energiegehalt, Körpergewicht und Trächtigkeitsphase, während zusätzliche Vitamin- und Mineralstoffpräparate bei einer ausgewogenen Ration nicht pauschal nötig sind. Selbst gekochtes Futter und Barf-Mahlzeiten werden als vollständige Gesamtration geplant, damit sie alle wichtigen Nährstoffe in bedarfsgerechter Menge enthalten.
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Futterplan für die 1. bis 4. Trächtigkeitswoche: Der Futterplan für die trächtige Hündin bleibt in den ersten vier Wochen weitgehend unverändert. Bei einer normalgewichtigen und ausgewogen ernährten Hündin reicht die bisherige Futtermenge aus, da der Energiebedarf kaum steigt. Eine übermäßige Futterzufuhr in den ersten vier Trächtigkeitswochen begünstigt eine unnötige Gewichtszunahme. Ist für den weiteren Verlauf der Trächtigkeit ein energiereicheres Futter vorgesehen, erfolgt die Umstellung idealerweise bereits vor der Trächtigkeit.
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Futterplan ab der 5. Trächtigkeitswoche: Ab der 5. Trächtigkeitswoche braucht die Hündin mehr Energie und Nährstoffe, da die Welpen schnell wachsen. Die Futtermenge wird schrittweise erhöht und das Futter energiereicher, eiweißreicher und leichter verdaulich gewählt.
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Futterplan ab dem letzten Drittel der Trächtigkeit: Gegen Ende der Trächtigkeit nimmt die Hündin kleinere Mahlzeiten meist besser auf als große Portionen. Der wachsende Bauchraum begrenzt die Futteraufnahme, obwohl der Energiebedarf weiterhin hoch ist. Das Futter für die trächtige Hündin braucht deshalb eine hohe Energiedichte, gute Verdaulichkeit und hohe Schmackhaftigkeit. Bei Verstopfung helfen der trächtigen Hündin geeignete Ballaststoffquellen.
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Futterplan für die letzten Tage vor der Geburt: Viele trächtige Hündinnen fressen ein bis zwei Tage vor der Geburt deutlich weniger oder verweigern das Futter vollständig. Hundehalter bieten weiterhin kleine Portionen und jederzeit frisches Wasser an, ohne die Hündin zum Fressen zu drängen. Hält die Futterverweigerung länger an oder tritt Erbrechen auf, ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll.
Was ist das richtige Futter für eine säugende Hündin?
Das richtige Futter für eine säugende Hündin ist besonders energie- und eiweißreich, da die Milchproduktion den Nährstoffbedarf stark erhöht. Über die Milch gibt die Hündin große Mengen an Energie, Eiweiß, Fett und Mineralstoffen an ihre Welpen weiter.
Die Futtermenge für eine säugende Hündin richtet sich vor allem nach der Zahl der Welpen und der Phase der Laktation. Pro Welpe steigt der Energiebedarf als Faustregel um etwa ein Viertel des normalen Erhaltungsbedarfs. Bei bis zu vier Welpen liegt der Bedarf während der Hochlaktation ungefähr beim Doppelten, bei größeren Würfen beim Dreifachen und bei sehr großen Würfen mit zehn bis zwölf Welpen teilweise beim Vierfachen des normalen Energiebedarfs. Den höchsten Bedarf erreicht die Hündin etwa zwischen der dritten und fünften Woche nach der Geburt.
Das veterinärmedizinische Fachwerk “Small Animal Clinical Nutrition” empfiehlt für Trächtigkeit und Laktation eine energiereiche und proteinreiche Fütterung. Als Richtwerte nennt das Fachwerk mindestens 400 Kilokalorien pro 100 Gramm Trockensubstanz, 25 bis 35 Prozent Rohprotein und mindestens 20 Prozent Fett. Für säugende Hündinnen spielen zusätzlich gut verdauliche Kohlenhydrate eine wichtige Rolle. Bei selbst zubereitetem Futter liefern gekochte Kohlenhydratquellen Glukose für die Bildung von Milchzucker. Fehlen Kohlenhydrate, steigt der Proteinbedarf. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ergänzen die Nährstoffversorgung.
Säugende Hündinnen benötigen eine ausgewogene Versorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Der Bedarf an Kalzium und Phosphor steigt durch die Milchproduktion auf mehr als das Doppelte, da die Hündin über die Milch große Mengen Kalzium abgibt. Eine Unterversorgung erhöht das Risiko von Krampfanfällen. Ein bedarfsdeckendes Alleinfutter enthält die benötigten Nährstoffe bereits in abgestimmter Menge. Bei selbst zubereitetem Futter oder Barf wird die Ration genau berechnet, damit Kalzium, Phosphor, Vitamin E, Biotin, Folsäure, Eisen, Zink und Jod ausreichend enthalten sind.
Nassfutter für säugende Hündin
Nassfutter liefert säugenden Hündinnen viel Flüssigkeit und unterstützt die Versorgung während der Milchproduktion. Durch den hohen Wassergehalt enthält Nassfutter pro Portion jedoch häufig weniger Energie als Trockenfutter.
Bei großen Würfen erfordert energiearmes Nassfutter sehr große Futtermengen. Für säugende Hündinnen eignet sich ein bedarfsdeckendes, energiereiches Alleinfuttermittel mit hochwertigem Eiweiß und ausreichend Fett, das den erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf während der Milchproduktion mit kleineren Portionen deckt.
Trockenfutter für säugende Hündin
Trockenfutter für eine säugende Hündin erleichtert die Versorgung während der Hochlaktation, da es viel Energie in vergleichsweise kleiner Futtermenge liefert. Bei großen Würfen steigt der Energiebedarf auf ein Mehrfaches des Erhaltungsbedarfs.
Säugende Hündinnen erhalten ein hochwertiges, eiweißreiches und leicht verdauliches Trockenfutter, das auf den erhöhten Bedarf während der Laktation abgestimmt ist. Frisches Wasser steht jederzeit bereit, weil die Milchproduktion den Flüssigkeitsbedarf deutlich steigert.
Barf für säugende Hündin
Barf ermöglicht bei säugenden Hündinnen eine gezielte Anpassung der Ration an den stark steigenden Energie- und Nährstoffbedarf. Je nach Wurfgröße liegt der Bedarf während der Laktation beim Zwei- bis Vierfachen des normalen Energiebedarfs.
Eine höhere Energiedichte beim Barfen säugender Hündinnen lässt sich durch einen ausreichenden Fettanteil erreichen. Durch den höheren Fettanteil im Barf deckt die Hündin ihren Bedarf, ohne unverhältnismäßig große Futtermengen aufzunehmen. Hochwertiges Protein, essenzielle Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe ergänzen die bedarfsgerechte Barf-Ration.
Beim Barfen säugender Hündinnen spielen gut verdauliche Kohlenhydrate ebenfalls eine wichtige Rolle. Mindestens 20 Prozent der selbst zusammengestellten Ration bestehen aus gekochten Kohlenhydraten, da Glukose für die Bildung von Milchzucker benötigt wird. Fehlen beim Barfen einer säugenden Hündin Kohlenhydrate, stellt der Körper die benötigte Glukose aus Aminosäuren her, wodurch der Proteinbedarf steigt.
Wie schon während der Trächtigkeit gehören zu einer ausgewogenen Barf-Ration für säugende Hündinnen Muskelfleisch, tierisches Fett, Pansen, Herz, Leber, Fisch und Ei sowie geeignete Milchprodukte. Gemüse und Obst ergänzen die Barf-Ration um Ballaststoffe und Mikronährstoffe, während gut verträgliche Kohlenhydratquellen wie Haferflocken oder Amaranth zusätzliche Energie und Glukose für die Milchbildung liefern. Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Kalzium und Phosphor bleibt wichtig, da die Hündin über die Milch große Mengen Kalzium abgibt.
Körpergewicht und Kondition der säugenden Hündin sowie die Gewichtszunahme der Welpen zeigen, ob die Barf-Ration den Bedarf ausreichend deckt. Ab der vierten bis fünften Woche nehmen die Welpen zunehmend eigenes Futter auf. Mit fortschreitender Entwöhnung sinkt der Energiebedarf der Hündin, sodass die Barf-Futtermenge schrittweise reduziert wird.
Futterplan für säugende Hündinnen
Ein Futterplan für säugende Hündinnen orientiert sich an Körpergewicht, Welpenzahl und Laktationsphase. Der Energiebedarf einer säugenden Hündin steigt nach der Geburt deutlich an, erreicht zwischen der dritten und fünften Woche seinen höchsten Wert und nimmt mit der zunehmenden Aufnahme fester Nahrung durch die Welpen wieder ab.
Während der gesamten Säugezeit ist die Gewichtsentwicklung der Hündin ein wichtiger Orientierungspunkt. Ein Gewichtsverlust von fünf bis zehn Prozent während der Laktation gilt als normal. Nimmt die Hündin deutlich stärker ab oder leidet sie unter weichem Kot und Blähungen, werden die Futtermenge, die Energiedichte und die Verdaulichkeit des Futters überprüft.
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Futterplan direkt nach der Geburt: Das Futter für die säugende Hündin wird direkt nach der Geburt an ihren Appetit angepasst. In den ersten Tagen nehmen viele Hündinnen noch nicht die Futtermenge auf, die sie später während der Hochlaktation benötigen. Eine leicht aufnehmbare, energiereiche und gut verdauliche Nahrung unterstützt die Versorgung der säugenden Hündin. Da die Milchproduktion den Flüssigkeitsbedarf deutlich erhöht, steht frisches Trinkwasser jederzeit ausreichend zur Verfügung.
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Futterplan für die 1. bis 3. Woche nach der Geburt: Der Futterplan für die säugende Hündin sieht in den ersten drei Wochen eine schrittweise Steigerung der Futtermenge vor. Der Appetit der säugenden Hündin passt sich teilweise erst nach zehn bis zwölf Tagen an den hohen Energiebedarf an. Bei großen Würfen ist es empfehlenswert, die Hündin in dieser Zeit frei fressen zu lassen. Als Faustregel erhöht jeder Welpe den Energiebedarf der säugenden Hündin um etwa ein Viertel ihres normalen Erhaltungsbedarfs.
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Futterplan für die 3. bis 5. Woche nach der Geburt: Der höchste Futterbedarf besteht bei der säugenden Hündin etwa zwischen der dritten und fünften Woche nach der Geburt. Mit der hohen Milchleistung steigt der Bedarf deutlich an, weshalb das Futter besonders energie- und nährstoffreich, eiweißreich, schmackhaft und gut verdaulich ist. Das Futter für die säugende Hündin wird auf drei bis vier Mahlzeiten am Tag verteilt, damit sie ihre Tagesration leichter aufnimmt.
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Futterplan für die 4. bis 5. Woche nach der Geburt: Die Futtermenge für die säugende Hündin wird ab der vierten bis fünften Woche langsam reduziert, sobald die Welpen zunehmend eigenes Futter aufnehmen. Mit sinkender Milchleistung nimmt auch der Energiebedarf der Hündin ab. Die Futtermenge wird schrittweise an die Entwicklung der Welpen angepasst.
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Futterplan für die 7. bis 8. Woche nach der Geburt: Mit der vollständigen Entwöhnung der Welpen nähert sich die Futtermenge für die säugende Hündin wieder der normalen Erhaltungsration. Ab der siebten bis achten Woche nehmen die Welpen vollständig feste Nahrung auf, wodurch sich der Energiebedarf der Hündin verringert. Beim endgültigen Absetzen wird die Futtermenge vorübergehend stark reduziert, um die Milchproduktion zurückzufahren. Am Tag vor dem Absetzen erfolgt eine Futterpause und am Absetztag erhält die Hündin etwa ein Viertel ihrer normalen Erhaltungsration. Anschließend wird die Ration schrittweise wieder auf das normale Niveau angehoben.

