Dürfen Hunde Sauerkraut essen?
Ja, Hunde dürfen ungewürztes Sauerkraut roh und gekocht in kleinen Mengen essen. Sauerkraut verbessert bei Hunden in Maßen die Darmgesundheit, da es reich an Probiotika ist. Gewaschenes Sauerkraut ist als gelegentliches Leckerli sicher und nicht giftig für Hunde und enthält viel Vitamin A, B, C, E und K.
Die Probiotika (Milchsäurebakterien) im Sauerkraut können sich bei Hunden positiv auf akuten Durchfall, entzündliche und chronische Darmerkrankungen sowie Infektionskrankheiten im Magen-Darm-Bereich auswirken. Dies zeigt die Studie “Understanding the canine intestinal microbiota and its modification by pro-, pre- and synbiotics – what is the evidence?” von S. Schmitz et al., die 2016 in der tierärztlichen Zeitschrift “Veterinary Medicine and Science” veröffentlicht wurde.
Sauerkraut soll angeblich in manchen Fällen helfen, wenn der Hund einen Gegenstand verschluckt hat, denn das Sauerkraut soll den Hund bei der schnellen Ausscheidung des verschluckten Fremdkörpers unterstützen. Statt den Hund nach einem verschluckten Gegenstand mit Sauerkraut zu füttern, sollte mit dem Vierbeiner unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden, um Blockaden im Darm zu vermeiden und potenziell dem Hund das Leben zu retten.
Die Fütterung von Sauerkraut ist nicht für herz- oder nierenkranke Hunde geeignet, da fermentiertes Kraut für kranke Vierbeiner zu viel Salz enthält.
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Wie viel Sauerkraut dürfen Hunde essen?
Hunde dürfen 1 Teelöffel bis 3 Esslöffel Sauerkraut (ungefähr 10 bis 60 Gramm) pro Woche essen. Kleine Hunde sollten maximal 1 TL Sauerkraut pro Woche, mittelgroße Hunde höchstens 1 EL und große Hunde dürfen bis zu 3 EL pro Woche essen. In kleinen Mengen ist Sauerkraut für die meisten gesunden Hunde unbedenklich.
In Maßen verbessert Sauerkraut die Verdauung und stärkt das Immunsystem des Hundes. Sauerkraut ist fermentierter Weißkohl und hat deshalb eine probiotische Wirkung, was bei zu viel Sauerkraut aber zu einer hohen Salz- sowie Säureaufnahme beim Vierbeiner führt. Sauerkraut in hohen Mengen führt bei Hunden aufgrund des Salzes zu Nierenproblemen, Dehydration und Muskelschwäche. Zu viel Säure und Ballaststoffe im Sauerkraut lösen bei Hunden Blähungen, Magenschmerzen, Bauchkrämpfe sowie Darmverstimmungen aus.
Bei der ersten Fütterung von Sauerkraut bei Hunden ist zunächst eine kleine Menge von höchstens 1 Teelöffel zu füttern, damit sich der Magen-Darm-Trakt des Vierbeiners an das Kraut gewöhnt. Eine gelegentliche, nicht tägliche Fütterung von Sauerkraut verbessert die Darmgesundheit und hilft vor allem Hunden mit Verdauungsproblemen. Sauerkraut ist nur als Ergänzung und nicht als Hauptnahrungsquelle bei Hunden anzusehen.
Welches Sauerkraut dürfen Hunde essen?
Hunde dürfen unpasteurisiertes, ungesalzenes, ungezuckertes und ungewürztes Sauerkraut essen. Nur rohes, unbehandeltes Sauerkraut ist für Hunde geeignet, da pasteurisiertes Kraut hitzebehandelt ist und keine Probiotika enthält. Sauerkraut sollte für Hunde frei von Alkohol und frei von künstlichen Zusatzstoffen sein.
Hunde dürfen kein ungekühltes Sauerkraut aus dem Glas, aus der Dose oder aus der Tüte essen, denn diese Sauerkrautsorten enthalten in den meisten Fällen viel Salz und synthetische Ascorbinsäure. Hunde sollten kein gewürztes Sauerkraut, vor allem nicht mit Wacholderbeeren, Nelken und Lorbeer, essen, weil diese Zutaten für Hunde schädlich bis giftig sind.
Weinsauerkraut dürfen Hunde nicht fressen, da dieses bis zu 2 Prozent Alkohol enthält. Für Hunde eignet sich am besten Sauerkraut in Bio-Qualität, weil das Bio-Kraut wenig Salz und keine anderen Inhaltsstoffe neben Weißkohl enthält. Hunde dürfen auf keinen Fall Sauerkraut als Teil menschlicher Gerichte, wie zum Beispiel in Lasagne oder im Auflauf, essen, da die Gerichte für Hunde giftige Stoffe enthalten. Am besten füttert man Hunden selbst gemachtes Sauerkraut aus 100 % Weißkohl, da dies für die Vierbeiner nicht schädlich ist.
Wie zubereitet dürfen Hunde Sauerkraut essen?
Hunde dürfen Sauerkraut roh oder gekocht essen. Rohes Sauerkraut hat anders als gekochtes Sauerkraut eine probiotische Wirkung. Hunde sollten nur gewaschenes Sauerkraut essen, damit es weniger säurehaltig ist. Sowohl rohes als auch gekochtes Sauerkraut hilft Hunden bei leichter Verstopfung.
Sauerkraut wird Hunden in passender Menge unter das Futter gemischt. Als Alternative zum Untermischen im Futter wird Hunden Sauerkraut mit laktosefreiem Naturjoghurt oder mit Fleischbrühe gefüttert, damit der intensive Geschmack des Krauts gemildert wird. Für Hunde sollte Sauerkraut am besten selbst hergestellt werden, um schädliche Inhaltsstoffe zu vermeiden.
Im Folgenden zeigen wir, inwiefern Hunde Sauerkraut roh und gekocht essen dürfen.
Dürfen Hunde Sauerkraut roh essen?
Ja, Hunde dürfen Sauerkraut roh essen, da es Milchsäurebakterien enthält, die die Darmflora und die Verdauung des Vierbeiners unterstützen. Die Fütterung von rohem Sauerkraut hilft Hunden bei Verstopfung oder nach der Einnahme von Antibiotika. Zu viel rohes Sauerkraut begünstigt bei Hunden Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen. Rohes Sauerkraut enthält mehr Nährstoffe als gekochtes Sauerkraut.
Dürfen Hunde Sauerkraut gekocht essen?
Ja, Hunde dürfen Sauerkraut gekocht essen, da durch das Kochen die Pflanzenfasern leichter verdaulich werden. Gekochtes Sauerkraut ist magen- und darmfreundlicher, was es besonders geeignet für sensible und ältere Hunde macht. Bedenke, dass gekochtes Sauerkraut keine probiotische Wirkung mehr hat, da die lebenden Bakterien im rohen Kraut durch die Hitze abgetötet werden. Lasse das gekochte Sauerkraut immer abkühlen, bevor du es deinem Hund zu fressen gibst.
Dürfen Welpen Sauerkraut essen?
Nein, Welpen dürfen Sauerkraut nicht essen, da der empfindliche Magen des jungen Hundes nicht in der Lage ist, den Kohl zu verdauen. Sauerkraut ist sehr sauer und stark fermentiert, was bei Welpen schnell zu Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen führt. Hunde dürfen etwa ab 1 bis 1 ½ Lebensjahren Sauerkraut essen.
Durch Durchfall nach Sauerkraut verlieren Welpen schnell Flüssigkeit, was bei jungen Hunden besonders gefährlich ist. Welpen benötigen kein Sauerkraut, da sie alle notwendigen Nährstoffe, Mineralien und Spurenelemente aus hochwertigem Welpenfutter erhalten. Die probiotischen Effekte des Sauerkrauts sind für Welpen nicht notwendig.
Alternative Gemüsesorten zu Sauerkraut für Hunde
Alternative Gemüsesorten zu Sauerkraut für Hunde sind Kürbis, Pastinaken, Gurken, Sellerie, Kohlrabi und Salat. Gemüse wie fermentierte Karotten und Zucchini eignet sich für Hunde, um eine probiotische Wirkung wie bei Sauerkraut zu erhalten. Fermentierte Gurken und Kimchi sind für Hunde nicht geeignet.
Zwar dürfen Hunde Sauerkraut essen, doch für eine ausgewogene Ernährung deines Hundes ist es wichtig, ihn überwiegend mit Fleisch zu füttern. Wir empfehlen dir für deinen Hund das Barf Fleisch aus unserem Barf Shop von Meisterbarf. In unserem Onlineshop verkaufen wir hochwertige Barfprodukte für eine artgerechte Ernährung deines Vierbeiners.



