Auf dem Bild ist Schokolade zu sehen, die Hunde nicht essen dürfen.
24. Dezember 2025

Dürfen Hunde Schokolade essen?

Nein, Hunde dürfen Schokolade auf keinen Fall essen, weil Schokolade für Hunde giftig ist. Schon geringe Mengen an Schokolade sind potenziell toxisch für Hunde, da sie verschiedene Giftstoffe enthalten. Hunde dürfen weder Vollmischschokolade noch Zartbitterschokolade oder weiße Schokolade essen.

Der jeweilige Kakaogehalt in der Schokolade, die verzehrte Menge und die Größe des Vierbeiners bestimmen die Stärke der Vergiftung beim Hund. Die für den Hund giftigen Stoffe in der Schokolade greifen das zentrale Nervensystem des Vierbeiners an, weshalb Hunde auch bei geringen Mengen verzehrter Schokolade zum Tierarzt gebracht werden sollten.

Die toxischen Stoffe in der Schokolade für Hunde sind Methylxanthine, besonders Theobromin und Koffein, die Menschen im Gegensatz zu Hunden leicht verstoffwechseln können. Das ergab das Kapitel “Toxicologic Considerations in the Pediatric Patient” von M. E. Peterson, das 2013 im Buch “Small Animal Toxicology” erschien. Statt Schokolade solltest du deinem Hund lieber Snacks wie die naturbelassenen Barf Fleisch Leckerli aus unserem Meisterbarf Onlineshop füttern.



Warum ist Schokolade für Hunde giftig?

Schokolade ist für Hunde giftig, weil sie Theobromin und Koffein enthält. Theobromin und Koffein sind Alkaloide, die vom Hundekörper nur sehr langsam abgebaut werden können, da Hunde nicht das nötige Enzym für einen schnellen Abbau besitzen.

Beim Hund bleibt das Theobromin aus der Schokolade lange im Körper und im Blut und sammelt sich dort an, bis giftige Konzentrationen erreicht werden. Bereits bei kleinen Mengen Schokolade entwickeln Hunde Symptome wie Magen-Darm-Probleme, da die Giftstoffe innerhalb weniger Stunden im gesamten Hundekörper verteilt werden.

Die tödliche Dosis von Theobromin liegt bei Hunden bei 100 - 500 Milligramm pro 1 Kilogramm Körpergewicht. Bereits ab 20 mg Theobromin pro 1 kg Körpergewicht treten beim Hund erste Vergiftungserscheinungen auf, ab 60 mg Theobromin pro kg treten beim Hund schwerwiegende Vergiftungssymptome wie Krampfanfälle auf. Dies ging aus der Studie “Chocolate Poisoning In A Dog” von B. Sudhakara Reddy et al. hervor, die 2013 in der Zeitschrift “Veterinary Health Science and Research” veröffentlicht wurde. Nicht alle Schokoladensorten enthalten die gleiche Menge Theobromin.

Wie viel Schokolade dürfen Hunde essen?

10 kg schwere Hunde dürfen höchstens 99 g Milchschokolade und maximal 12 g Zartbitterschokolade essen, damit keine Vergiftungssymptome auftreten. Für 5 kg Hunde wird Milchschokolade ab 50 g gefährlich und Zartbitterschokolade bereits ab 6 g.

Kakaopulver enthält 20 mg Theobromin pro 1 g Schokolade, Zartbitterschokolade weist 15 mg Theobromin pro 1 g Schokolade auf, Milchschokolade enthält durchschnittlich 2 mg Theobromin pro 1 g Schokolade und weiße Schokolade nur 0,1 mg Theobromin pro 1 g Schokolade. Dies ergab die Studie “Chocolate poisoning” von F. Finlay et al., die 2005 in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift “The BMJ” veröffentlicht wurde.

Obwohl weiße Schokolade nahezu kein Theobromin enthält, sollten Hunde sie aufgrund des hohen Zucker- und Fettanteils nicht essen. Weiße Schokolade enthält knapp 60 g Zucker und nahezu 30 g Fett pro 100 g Schokolade, weshalb weiße Schokolade trotz des niedrigen Theobromin-Gehalts für die Hundegesundheit schädlich ist.

Welche Schokolade dürfen Hunde essen?

Hunde dürfen keine Schokolade essen, da auch kleine Stücke Schokolade bei manchen Hunden bereits Symptome auslösen. Bei der Stärke der Symptome beim Hund nach dem Verzehr von Schokolade kommt es auf die Größe des Hundes, die Schokoladensorte und auf die verzehrte Menge an. 

Schokoladensorten mit einem hohen Anteil von Kakao sind besonders gefährlich für Hunde, weil die Konzentration von Theobromin und Koffein dort besonders groß ist. Der versehentliche Verzehr eines kleinen Stücks weißer Schokolade oder Vollmilchschokolade ist für große Hunde in den meisten Fällen zwar unbedenklich, dennoch besteht die Gefahr der Vergiftung.

Backschokolade, Kakao oder Zartbitterschokolade enthalten deutlich mehr Methylxanthine als süße, weiße Schokolade oder Milchschokolade. Das ergab die Studie “Chocolate ingestion in dogs: 156 events (2015-2019)” von C. Weingart et al., die 2021 im “Journal of Small Animal Practice” veröffentlicht wurde. 

Im Folgenden erläutern wir detailliert, warum Hunde Milchschokolade, weiße Schokolade und Zartbitterschokolade nicht essen dürfen.

Dürfen Hunde Milchschokolade essen?

Nein, Hunde dürfen Milchschokolade nicht essen, da Milchschokolade 2 mg giftiges Theobromin pro 1 g Schokolade aufweist. Eine 100 g Tafel Milchschokolade enthält 200 mg für Hunde gefährliches Theobromin. Milchschokolade umfasst zwar viel weniger Theobromin als Zartbitterschokolade, für die meisten kleinen und mittelgroßen Hunde sind jedoch 50 bis 100 g Milchschokolade bereits sehr gefährlich.

Dürfen Hunde weiße Schokolade essen?

Nein, Hunde dürfen weiße Schokolade nicht essen, da weiße Schokolade giftiges Theobromin sowie viel Fett und Zucker enthält. Weiße Schokolade umfasst zwar nur 0,1 mg Theobromin pro 1 g Schokolade, dennoch besteht die Möglichkeit, dass auch weiße Schokolade bei Hunden zu einer Vergiftung führt. Eine 100 g Tafel weiße Schokolade enthält 10 mg Theobromin.

Dürfen Hunde Zartbitterschokolade essen?

Nein, Hunde dürfen Zartbitterschokolade nicht essen, da Zartbitterschokolade die höchste Konzentration an giftigem Theobromin von etwa 15 mg pro 1 g Schokolade enthält. Eine 100 g Tafel Zartbitterschokolade weist 1500 mg Theobromin auf, was den tödlichen Wert für einen kleinen Hund erheblich übersteigt. Nach der Backschokolade weist Zartbitterschokolade den zweithöchsten Anteil an Theobromin auf.

Was passiert, wenn Hunde Schokolade essen?

Wenn Hunde Schokolade essen, kommt es je nach Größe des Hundes und Art der Schokolade innerhalb von 4 bis 12 Stunden beim Vierbeiner zu mäßigen bis schwerwiegenden Vergiftungserscheinungen. Je höher der Kakaogehalt in der Schokolade ist, desto schlimmer sind die Symptome beim Hund.

Hat ein großer Hund ein Stückchen weiße Schokolade gegessen, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit nur zu leichten Magen-Darm-Problemen wie Erbrechen und Durchfall. Hat ein kleiner Hund ein großes Stück Zartbitterschokolade gefressen, treten sehr wahrscheinlich schwere Vergiftungserscheinungen auf.

Erste Anzeichen der Schokoladen-Vergiftung bei Hunden sind Erbrechen, Durchfall, Unruhe und gesteigertes Durstgefühl. Die Symptome nach dem Schokoladen-Verzehr durch den Hund entwickeln sich weiter zu Hyperaktivität, vermehrter Urinausscheidung, Bewegungseinschränkungen, Zittern und Krampfanfällen.

Wird die Schokoladen-Vergiftung beim Hund nicht behandelt, entstehen beim Vierbeiner heftiges Herzklopfen, abnormale Herzschläge, eine erhöhte Atemfrequenz, eine bläuliche Verfärbung der Schleimhäute, Bluthochdruck und Überhitzung, was bis hin zum Koma führen kann. Das zeigte die Studie “Chocolate intoxication” von S. Gwaltney-Brant, die 2001 in der Zeitschrift “Veterinary Medicine and Science” erschien.

In schweren Vergiftungsfällen nach dem Schokoladen-Verzehr durch den Hund kommt es beim Vierbeiner innerhalb von 12 Stunden zum Tod, wenn dem Hund nicht rechtzeitig geholfen wird. Der Tod tritt beim Hund nach einer Schokoladen-Vergiftung durch Atembeschwerden und schließlich Atemstillstand ein.

Wie lange sollte man einen Hund beobachten, der Schokolade gegessen hat?

Statt einen Hund, der Schokolade gegessen hat, zu beobachten, sollte man umgehend den Tierarzt kontaktieren. Je schneller man dem Hund durch einen Tierarzt helfen lässt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Vierbeiner keine oder nur leichte Symptome durch die Schokoladen-Vergiftung haben wird.

Es ist wichtig, nach dem Schokoladen-Verzehr durch den Hund den Tierarzt zu kontaktieren, auch wenn noch keine Symptome aufgetreten sind. Dem Tierarzt ist mitzuteilen, wie viel der Hund wiegt sowie wie viel Schokolade, welche Schokoladensorte und wann der Vierbeiner die Schokolade gefressen hat. Versuche für den Tierarzt nachzuvollziehen, ob der Hund die Folie der Schokolade mitgegessen hat.

Bringe deinen Hund umgehend zum Tierarzt und schildere ihm die potenziell aufgetretenen Symptome, falls der Schokoladen-Verzehr beim Vierbeiner schon mehrere Stunden her ist. Der Tierarzt wird deinem Hund ein Mittel zum Erbrechen und/oder Aktivkohle geben, damit sich das Gift im Hundekörper nicht weiter ausbreitet. Leidet dein Hund bereits unter Krampfanfällen, wird der Tierarzt diese durch passende Medikamente lindern.

Dürfen Welpen Schokolade essen?

Nein, Welpen dürfen Schokolade nicht essen, da die enthaltenen Methylxanthine für die jungen Hunde hochgiftig sind. Aufgrund der geringen Größe und ihres sehr empfindlichen Magen-Darm-Systems reagieren Welpen stärker auf das Gift in der Schokolade und erreichen die kritische Theobrominmenge schneller als adulte Hunde.

Selbst winzige Mengen Schokolade können bei Welpen schon gefährliche Vergiftungssymptome auslösen. Das Enzymsystem der Leber, das das Theobromin in der Schokolade abbauen soll, ist bei Welpen noch nicht vollständig entwickelt. Welpen bauen das Theobromin der Schokolade noch langsamer ab als erwachsene Hunde.

Welche Snacks dürfen Hunde statt Schokolade essen?

Hunde dürfen statt Schokolade Snacks wie Obst und Gemüse, hundesichere Protein-Snacks, Hundekekse sowie im Handel erhältliche Kauartikel essen. Für Hunde eignen sich statt Schokolade unter anderem Snacks wie zum Beispiel Beeren, Apfel, Banane, Karotten, Gurke, Zucchini, Hühnerfleisch, Fisch und mageres Rindfleisch. 

Keine geeigneten Alternativen zu Schokolade für Hunde sind Gummibärchen, Chips, Weintrauben, Rosinen oder Avocado, da diese Lebensmittel für die Vierbeiner schädlich und teils hochgiftig sind. Hunde sollten statt Schokolade ausschließlich naturbelassene Hunde-Snacks erhalten, die keine gefährlichen Inhaltsstoffe aufweisen.

Dürfen Katzen wie Hunde keine Schokolade essen?

Ja, Katzen dürfen wie Hunde keine Schokolade essen, denn auch für Katzen ist das enthaltene Theobromin und Koffein giftig. Katzen bauen aufgrund ihres geringen Gewichts Theobromin im Körper noch langsamer ab als Hunde, weshalb Katzen bereits auf kleinste Stücke Schokolade jeglicher Art mit Symptomen reagieren.

Statt Schokolade sind dem Hund oder der Katze hochwertiges Barf Fleisch sowie Obst- und Gemüsesorten zu füttern, um für eine ausgewogene Ernährung beim Vierbeiner zu sorgen. Besuche unseren Barf Shop von Meisterbarf, wenn du noch auf der Suche nach qualitativen Barf Zutaten oder Snacks für die tägliche Hunde- oder Katzenfütterung bist.