Richtige Ernährung und Futter für große Hunde
Die richtige Ernährung und ein geeignetes Futter für große Hunde bilden die Grundlage für eine gesunde körperliche Entwicklung und tragen dazu bei, Knochen, Gelenke und Muskulatur langfristig zu unterstützen.
Große Hunderassen wie Deutsche Doggen und Bernhardiner stellen aufgrund ihres hohen Körpergewichts und ihrer langen Wachstumsphase besondere Anforderungen an die Nährstoffversorgung. Insbesondere während der Wachstumsphase beeinflussen die Energiezufuhr und das Verhältnis wichtiger Mineralstoffe die Entwicklung der Knochen und Gelenke großer Hunderassen.
Wie wichtig die Zusammensetzung des Futters und eine bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung für große Hunde sind, zeigt eine 2002 im Fachjournal „American Journal of Veterinary Research“ veröffentlichte Studie der Auburn University mit dem Titel „Influence of dietary calcium and phosphorus content in a fixed ratio on growth and development in Great Danes“. 32 Deutsche Dogge Welpen erhielten Futter mit unterschiedlich hohen Calcium- und Phosphorkonzentrationen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Welpen mit der geringsten Mineralstoffzufuhr bereits im Alter von zwei Monaten einen signifikant niedrigeren Knochenmineralgehalt aufwiesen. Im Alter von vier und sechs Monaten waren die Unterarmknochen der Welpen mit der geringsten Calcium- und Phosphorzufuhr zudem signifikant kürzer als bei den Welpen, die Futter mit mittleren oder hohen Mineralstoffkonzentrationen erhielten. Besonders in den ersten fünf bis sechs Lebensmonaten beeinflusste die Calcium- und Phosphorversorgung die Knochenmineralisierung deutlich.
Eine ausgewogene Ernährung großer Hunde berücksichtigt neben der Wachstumsphase auch den individuellen Energiebedarf, das Aktivitätsniveau und mögliche gesundheitliche Besonderheiten. In diesem Beitrag stehen die besonderen Anforderungen an die Ernährung großer Hunde im Mittelpunkt. Behandelt werden die Auswahl geeigneter Futtersorten, die Zusammenstellung eines bedarfsgerechten Futterplans und die Vermeidung ernährungsbedingter Gesundheitsrisiken großer Hunde.
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Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine individuelle tierärztliche Ernährungsberatung. Die Zusammenstellung eines bedarfsgerechten Futterplans sollte in Abstimmung mit einem Tierarzt oder einer qualifizierten Fachkraft für Hundeernährung erfolgen.
Welches Futter eignet sich für große Hunde?
Für große Hunde eignet sich ein Futter mit einer ausgewogenen Nährstoffzusammensetzung, hochwertigen Proteinquellen und guter Verdaulichkeit. Eine bedarfsgerechte Ernährung großer Hunde zeichnet sich durch gut verwertbare tierische Proteine, einen angemessenen Fettgehalt und eine ausgewogene Vitamin- und Mineralstoffversorgung aus.
Geeignetes Futter für große Hunde berücksichtigt den geringeren Energieumsatz pro Kilogramm Körpergewicht und besitzt eine entsprechend angepasste Energiedichte. Ein moderater Kalorien- und Fettgehalt unterstützt insbesondere bei wenig aktiven Hunden den Erhalt eines gesunden Körpergewichts. Calcium und Phosphor sind für die Mineralisierung der Knochen erforderlich, hochwertige Proteine liefern essenzielle Aminosäuren für die Muskulatur. Fructooligosaccharide (FOS) und Mannan-Oligosaccharide (MOS) dienen nützlichen Darmbakterien als Nährstoffquelle.
Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Bestandteile der Zellmembranen und tragen zur Regulation von Entzündungsprozessen bei. Besonders EPA und DHA unterstützen die normale Zellfunktion und spielen eine Rolle bei der Gesundheit von Haut und Gelenken großer Hunde.
Große Hunde benötigen je nach Lebensphase unterschiedliche Mengen an Energie, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen in ihrem Futter. Welpen benötigen eine auf die Entwicklung ihres Skeletts abgestimmte Zusammensetzung, während bei ausgewachsenen Hunden die Versorgung der Muskulatur und der Erhalt eines gesunden Körpergewichts im Vordergrund stehen. Für ältere Hunde sind gut verdauliche Zutaten und ausreichend hochwertiges Protein besonders relevant. Nassfutter, Trockenfutter und Barf für große Hunde bieten unterschiedliche Möglichkeiten einer bedarfsgerechten Ernährung und unterscheiden sich in ihren Eigenschaften und Inhaltsstoffen.
Nassfutter für große Hunde
Nassfutter für große Hunde zeichnet sich durch seinen hohen Feuchtigkeitsgehalt und seine weiche Konsistenz aus. Der hohe Wasseranteil im Nassfutter unterstützt bei großen Hunden die Flüssigkeitsaufnahme und macht Nassfutter besonders für Hunde interessant, die wenig trinken.
Hochwertiges Nassfutter für große Hunde enthält gut verwertbare Proteinquellen, die den Erhalt und Aufbau der Muskulatur unterstützen. Als bedarfsdeckendes Alleinfuttermittel liefert Nassfutter großen Hunden sämtliche lebensnotwendigen Vitamine und Mineralstoffe in ausgewogenen Mengen. Ein auf den individuellen Energiebedarf abgestimmter Fettgehalt gewährleistet eine ausreichende Energieversorgung und hilft, eine übermäßige Kalorienaufnahme zu vermeiden.
Nassfutter für große Hunde enthält deutlich mehr Wasser als Trockenfutter und weist deshalb eine geringere Energiedichte auf. Große Hunderassen benötigen eine höhere Futtermenge, um ihren täglichen Energiebedarf zu decken. Besonders für weniger aktive Vierbeiner eignet sich Nassfutter mit moderatem Kaloriengehalt, da größere Portionen die Sättigung unterstützen, ohne eine übermäßige Energieaufnahme zu begünstigen.
Trockenfutter für große Hunde
Trockenfutter für große Hunde zeichnet sich durch eine hohe Nährstoffkonzentration und eine praktische Handhabung aus. Der geringe Wasseranteil sorgt für eine höhere Energiedichte als bei Nassfutter, weshalb große Hunde bereits mit kleineren Portionen ihren täglichen Energiebedarf decken. Trockenfutter lässt sich einfach abwiegen, aufbewahren und bedarfsgerecht für große Hunde portionieren.
Trockenfutter für große Hunde ist auf den Energiebedarf und die besonderen Ernährungsbedürfnisse großer Hunderassen abgestimmt. Viele Hersteller bieten Trockenfutter mit größeren Kroketten an, deren Form und Beschaffenheit zum intensiven Kauen anregen und die Futteraufnahme verlangsamen. Trockenfutter enthält nur wenig Feuchtigkeit, weshalb eine ausreichende Versorgung mit frischem Trinkwasser besonders wichtig ist.
Bei der Auswahl von Trockenfutter für große Hunde ist die Energiedichte besonders relevant. Bereits geringe Abweichungen von der empfohlenen Futtermenge erhöhen aufgrund der hohen Energiekonzentration die tägliche Kalorienzufuhr. Die Portionsgröße des Trockenfutters für große Hunde wird individuell an den Energiebedarf angepasst, um Übergewicht und eine zusätzliche Belastung der Gelenke zu vermeiden.
Barf für große Hunde
Barf für große Hunde ermöglicht eine individuell zusammengestellte Ernährung aus überwiegend rohen tierischen und zusätzlichen pflanzlichen Zutaten. Fleischsorten, Fettgehalt und pflanzliche Komponenten lassen sich beim Barfen an den individuellen Energiebedarf, die Aktivität und die Verträglichkeit großer Hunderassen anpassen.
Barf bietet insbesondere bei Hunden mit speziellen Ernährungsbedürfnissen, wie beispielsweise bei großen Hunden, eine hohe Flexibilität bei der Gestaltung der täglichen Ration. Eine ausgewogene Barf Ernährung für große Hunde setzt sich aus verschiedenen Nährstoffquellen zusammen. Muskelfleisch liefert hochwertiges Protein und essenzielle Aminosäuren für den Erhalt und Aufbau der Muskulatur. Innereien wie Leber und Niere enthalten wichtige Vitamine und Spurenelemente. Gemüse und Obst ergänzen die Barf Ration um Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Geeignete Öle versorgen den Körper großer Hunde mit essenziellen Fettsäuren, während fleischige Knochen oder alternative Calciumquellen zur Mineralstoffversorgung beitragen.
Eine ausgewogene Barf-Ernährung für große Hunde erfordert eine bedarfsgerechte Zusammenstellung sämtlicher Nährstoffe. Klassische Barf-Rationen bestehen häufig aus etwa 80 Prozent tierischen und 20 Prozent pflanzlichen Bestandteilen. Besonders die Zufuhr von Calcium, Phosphor, Jod und weiteren essenziellen Mikronährstoffen ist bei der Rohfütterung großer Hunde sorgfältig auf den individuellen Bedarf abzustimmen.
Ein fachlich berechneter Barf Futterplan gewährleistet eine ausgewogene Zusammensetzung der Ration und reduziert das Risiko ernährungsbedingter Mangelerscheinungen bei großen Hunden.
Nahrungsergänzungsmittel für große Hunde
Nahrungsergänzungsmittel für große Hunde dienen der gezielten Nährstoffversorgung und werden insbesondere zur Unterstützung des Bewegungsapparats eingesetzt. Zu den häufig verwendeten Nahrungsergänzungsmitteln für große Hunde gehören Glucosamin, Chondroitin, Grünlippmuschel, Kollagenhydrolysat und MSM.
Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl, insbesondere EPA und DHA, wirken an der Regulation von Entzündungsprozessen mit und tragen bei großen Hunden mit Arthrose zur Linderung von Gelenkbeschwerden bei. Erhalten große Hunde ein bedarfsdeckendes Alleinfuttermittel, sind zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel in der Regel nicht erforderlich.
Bei selbst zusammengestellten Barf-Rationen ist häufig eine gezielte Ergänzung von Calcium, Jod, Vitaminen und weiteren Mineralstoffen notwendig. Die Auswahl und Dosierung der Nahrungsergänzungsmittel für große Hunde erfolgt auf Grundlage einer individuellen Rationsberechnung, um eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung sicherzustellen und Mangelerscheinungen sowie Überversorgungen zu vermeiden.
Futterplan für große Hunde
Ein Futterplan für große Hunde legt die tägliche Futtermenge, die Anzahl der Mahlzeiten und die Verteilung der benötigten Nährstoffe fest. Der tägliche Energiebedarf und die erforderliche Futtermenge für große Hunde werden anhand ihres Körpergewichts, ihres Alters, ihres Aktivitätsniveaus und ihres Gesundheitszustands berechnet.
Große Hunde benötigen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht weniger Energie als kleinere Hunderassen. Der tägliche Kalorienbedarf steigt nicht proportional zum Körpergewicht, da größere Hunde bezogen auf ihre Körpermasse einen geringeren Energieumsatz aufweisen. Ein Hund mit 40 Kilogramm benötigt deshalb nicht die doppelte Kalorienmenge eines vergleichbar aktiven Hundes mit 20 Kilogramm. Die Fütterungsempfehlungen der Hersteller dienen als erste Orientierung für die tägliche Futtermenge. Die tatsächliche Portionsgröße richtet sich nach dem individuellen Energiebedarf und wird anhand der Gewichtsentwicklung und Körperkondition regelmäßig angepasst.
Zur praktischen Planung der Ernährung großer Hunde gehören feste Fütterungszeiten und die Berücksichtigung sämtlicher zusätzlicher Kalorienquellen. Leckerlis, Kauartikel und Trainingsbelohnungen zählen zur täglichen Energieaufnahme. Als Orientierung entfallen höchstens etwa zehn Prozent der täglichen Kalorien auf zusätzliche Belohnungen, sofern die übrige Ernährung bedarfsdeckend bleibt.
Ein sinnvoller Futterplan für große Hunde berücksichtigt die unterschiedlichen Ernährungsbedürfnisse in den einzelnen Lebensphasen. Die folgende Übersicht zeigt, worauf es bei der Futterplanung für Welpen, ausgewachsene Hunde und Senioren ankommt.
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Welpen und Junghunde großer Rassen: Ein Futterplan für Welpen großer Hunderassen berücksichtigt deren lange Wachstumsphase, die bis zu 24 Monate dauert. Besonders wichtig bei Welpen großer Hunderassen ist eine kontrollierte Energiezufuhr, da ein übermäßiges Kalorienangebot ein zu schnelles Wachstum begünstigt und die noch nicht vollständig entwickelten Knochen und Gelenke belastet. Der Futterplan für große Welpen enthält speziell auf die Wachstumsphase abgestimmtes Futter mit einem bedarfsgerechten Calcium- und Phosphorgehalt und hochwertigen Proteinen für den Muskelaufbau. Die tägliche Futtermenge richtet sich nach dem aktuellen Körpergewicht, dem voraussichtlichen Endgewicht und der individuellen Wachstumsgeschwindigkeit. Der Futterplan wird während der Wachstumsphase kontinuierlich an den veränderten Energiebedarf und die körperliche Entwicklung des Hundes angepasst.
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Ausgewachsene Hunde großer Rassen: Ein Futterplan für erwachsene große Hunde ist auf den Erhalt eines gesunden Körpergewichts und einer stabilen Muskulatur ausgerichtet. Die tägliche Futtermenge richtet sich nach dem individuellen Energiebedarf und dem Aktivitätsniveau. Sportlich aktive große Hunderassen benötigen häufig eine höhere Kalorienzufuhr als wenig aktive Hunde. Die Tagesration erwachsener großer Hunde wird bei normaler körperlicher Aktivität vorzugsweise auf zwei Mahlzeiten verteilt. Für die Kontrolle des Futterplans sind regelmäßiges Wiegen wichtig. Bei Abweichungen vom Idealgewicht sowie Veränderungen des Energieverbrauchs ist eine Anpassung der Portionsgrößen vorzunehmen.
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Senioren großer Hunderassen: Ein Futterplan für ältere große Hunde ist auf ihren veränderten Energie- und Nährstoffbedarf abgestimmt. Bei sehr großen Hunderassen beginnt die Seniorenphase häufig bereits im Alter von sechs bis acht Jahren. Mit abnehmender körperlicher Aktivität sinkt häufig der Kalorienbedarf, weshalb die tägliche Futtermenge zur Vermeidung von Übergewicht angepasst wird. Hochwertige, gut verdauliche Proteine unterstützen bei älteren Hunden den Erhalt der Muskelmasse und wirken dem altersbedingten Muskelabbau entgegen. Bei der Ernährung großer Hunde im Seniorenalter sind eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Fettsäuren und die individuelle Verträglichkeit des Futters besonders relevant. Bestehen altersbedingte Erkrankungen wie Arthrose oder Nierenprobleme, wird der Futterplan unter tierärztlicher Anleitung an die jeweiligen gesundheitlichen Anforderungen angepasst.
Wie füttert man große Hunde richtig?
Große Hunde füttert man richtig, indem die Tagesration abgewogen und auf zwei bis drei Mahlzeiten verteilt wird. Eine ruhige Umgebung und feste Fütterungszeiten unterstützen die Futteraufnahme großer Hunde. Bei hastigem Fressen helfen spezielle Anti-Schling-Näpfe, die Futteraufnahme zu verlangsamen. Nach dem Füttern großer Hunde empfiehlt sich eine Ruhephase von ein bis zwei Stunden.
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Tagesration abwiegen und aufteilen: Die richtige Fütterung großer Hunde beginnt mit der Berechnung und dem genauen Abwiegen der täglichen Futtermenge. Eine bedarfsgerechte Portionierung hilft, Übergewicht und eine damit verbundene zusätzliche Belastung der Gelenke zu vermeiden. Bei ausgewachsenen Hunden empfiehlt sich eine Aufteilung auf zwei bis drei Mahlzeiten, um sehr große Einzelportionen zu vermeiden. Welpen erhalten aufgrund ihres erhöhten Nährstoffbedarfs und ihrer geringeren Magenkapazität mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt. Eine Küchenwaage sorgt für eine präzise Dosierung und verhindert Ungenauigkeiten beim Abschätzen der Futtermenge.
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Feste Fütterungszeiten: Feste Fütterungszeiten schaffen eine verlässliche Tagesstruktur und unterstützen eine gleichmäßige Fütterungsroutine bei großen Hunden. Neben regelmäßigen Mahlzeiten trägt eine ruhige Umgebung zu einem entspannten Fressverhalten bei. Hektik, Konkurrenz durch andere Haustiere und unnötige Unterbrechungen während des Fressens gilt es zu vermeiden. Bei mehreren Hunden sorgen getrennte Futterplätze für zusätzliche Ruhe und reduzieren möglichen Futterneid.
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Fressverhalten beobachten: Bei der Fütterung großer Hunde ist besonders auf hastiges Schlingen zu achten. Manche Hunde verschlingen selbst große Futterportionen innerhalb weniger Sekunden und schlucken dabei vermehrt Luft. Die schnelle Nahrungsaufnahme begünstigt Aufstoßen, Blähungen und andere Verdauungsbeschwerden. Ein Anti-Schling-Napf oder eine geeignete Futterunterlage hilft, die Futteraufnahme bei großen Hunden zu verlangsamen und ein ruhigeres Fressverhalten zu fördern.
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Nach dem Fressen Ruhe ermöglichen: Nach der Fütterung großer Hunde ist eine Ruhephase von etwa ein bis zwei Stunden empfehlenswert. Intensive Spiele, Sprünge, ausgelassenes Toben und anstrengende Trainingseinheiten belasten den Körper nach der Nahrungsaufnahme. Ruhige Alltagsbewegungen sind auch während der Ruhephase nach dem Fressen großer Hunde unbedenklich.
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Futterumstellungen schrittweise durchführen: Ein Wechsel des Futters erfolgt bei großen Hunden möglichst über mehrere Tage. Anfangs wird eine kleine Menge des neuen Futters unter die bisherige Nahrung gemischt. Der Anteil steigt schrittweise, während die gewohnte Nahrung reduziert wird. Bei empfindlichen Hunden nimmt die Umstellung entsprechend mehr Zeit in Anspruch. Kotbeschaffenheit, Appetit und allgemeines Wohlbefinden zeigen, wie gut der große Hund die neue Rezeptur verträgt.
Worauf sollte man bei der Ernährung großer Hunde achten?
Bei der Ernährung großer Hunde sollte man auf ein gesundes Körpergewicht, eine ausgewogene Nährstoffversorgung und gut verdauliches Futter achten. Bei der Ernährung großer Hunde ist es besonders wichtig, die Energiezufuhr während des Wachstums zu kontrollieren, ein bedarfsgerechtes Calcium-Phosphor-Verhältnis zu gewährleisten und angemessene Portionsgrößen zu wählen.
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Übergewicht und Gelenkbelastung vermeiden: Bei der Ernährung großer Hunde ist auf ein gesundes Körpergewicht und eine bedarfsgerechte Kalorienzufuhr zu achten. Bereits wenige überschüssige Kilogramm erhöhen die Belastung von Knochen und Gelenken. Besonders bei großen Hunden mit Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie oder Arthrose beeinträchtigt Übergewicht die Beweglichkeit und verstärkt bestehende Beschwerden. Zur Vorbeugung einer übermäßigen Gewichtszunahme ist die tägliche Futtermenge an den individuellen Energiebedarf anzupassen.
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Wachstumsstörungen verhindern: Bei der Ernährung großer Welpen sind eine kontrollierte Energiezufuhr und eine ausgewogene Calcium- und Phosphorversorgung besonders wichtig. Große Hunderassen nehmen während des Wachstums schnell an Körpermasse zu, während Knochen und Gelenke noch nicht vollständig entwickelt sind. Zur Vorbeugung von Wachstumsstörungen ist speziell für große Welpen geeignetes Futter mit bedarfsgerechtem Energie- und Mineralstoffgehalt zu wählen. Bei der Calciumversorgung ist besondere Vorsicht geboten, da sowohl eine Unterversorgung als auch eine Überversorgung die Knochenentwicklung von Hunden beeinträchtigen. Selbst zusammengestellte Futterrationen erfordern eine fachliche Berechnung, da sich der Mineralstoffbedarf im Verlauf des Wachstums verändert.
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Verdauungsprobleme frühzeitig erkennen: Bei der Fütterung großer Hunde ist auf die Verträglichkeit der Zutaten und eine möglichst gleichmäßige Verdauung zu achten. Manche große Hunderassen weisen Besonderheiten im Wasser- und Elektrolythaushalt des Dickdarms auf, die sich auf die Kotbeschaffenheit auswirken. Sehr große Futterportionen, schwer verdauliche Bestandteile und abrupte Futterwechsel begünstigen Verdauungsbeschwerden. Für große Hunde mit empfindlicher Verdauung eignen sich hochwertige, gut verdauliche Proteinquellen und eine ausgewogene Ballaststoffversorgung. Wiederkehrender Durchfall, Erbrechen, starke Blähungen oder auffällige Veränderungen des Kotabsatzes erfordern eine tierärztliche Abklärung.
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Das Risiko einer Magendrehung berücksichtigen: Große Hunderassen mit tiefem Brustkorb wie Deutsche Doggen, Irische Wolfshunde und Bernhardiner besitzen ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung. In der im Fachjournal „Journal of the American Animal Hospital Association“ veröffentlichten Studie „Diet-Related Risk Factors for Gastric Dilatation-Volvulus in Dogs of High-Risk Breeds“ wurden 106 betroffene und 212 Vergleichshunde untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass große Futtermengen pro Mahlzeit das Risiko einer Magendrehung signifikant erhöhen. Besonders gefährdet waren große Hunde, die einmal täglich eine große Portion Futter erhielten. Zur Risikoreduzierung empfiehlt sich die Aufteilung der Tagesration auf mehrere kleinere Mahlzeiten und eine ruhige Fütterungsumgebung. Intensive körperliche Aktivität unmittelbar nach dem Fressen ist zu vermeiden, bietet jedoch auch bei Einhaltung einer Ruhephase keinen zuverlässigen Schutz vor einer Magendrehung. Bei Verdacht auf eine Magendrehung ist eine sofortige tierärztliche Notfallbehandlung erforderlich.
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Fehler bei der Nährstoffversorgung vermeiden: Eine dauerhaft einseitige Ernährung großer Hunde erhöht das Risiko von Nährstoffmängeln und Überversorgungen. Besonders bei selbst zusammengestellten Barf-Rationen für große Hunde oder gekochtem Hundefutter ist auf eine bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und essenziellen Fettsäuren zu achten. Eine ausschließliche Fleischfütterung deckt beispielsweise den Calcium- und weiteren Nährstoffbedarf großer Hunderassen nicht vollständig. Eine fachliche Rationsberechnung hilft, eine ausgewogene Nährstoffversorgung sicherzustellen und ernährungsbedingte Mangelerscheinungen sowie Überversorgungen zu vermeiden.

